luntefka
11.08.2010, 11:06
Hallo Leute,
ich schreibe ja nicht sehr oft. Das liegt aber eher daran, dass ich nicht so viel zu berichten haben. Nach meinem Sardinien Urlaub hat sich dies geändert, deshalb möchte ich Euch von meinen Erfahrungen mit einem für einen Tag gemieteten ZAR 57 Welldeck mit einem E-Tec 150 HO berichten.
Das Boot war nagelneu und wurde erst am Tag zuvor zu Wasser gelassen. Zur Ausstattung kann man nur sagen, dass noch nicht einmal ein Einbautank vorhanden war. Stattdessen war es mit drei 30 l Tanks im Heckstaufach bestückt (natürlich ohne Tankanzeige). Diesem Umstand fand ich aus Sicherheitsaspekten etwas fraglich. Ich möchte nicht wissen, wie es sich anfühlt, wenn gerade in einer kritischen Situation der „kleine“ Tank leer ist, sei es nur bei einem Anlegemanöver, und das Boot manövrierunfähig ist.
Für die Abrechnung der Spritmenge war es jedoch optimal. Da bei Abholung des Boots wurde mir gezeigt, dass die Tanks wirklich voll waren, konnte man genau am Ende des Tages durch Entnahme der Tanks ablesen, wie viel wir verbraucht haben. Hier war ich positiv überrascht. Für ca. 75 km haben wir 43 L Benzin verbraucht. Bei der enormen Leistung des Triebwerks meiner Meinung nach ein vertretbarer Wert. Kommen wir also zum Motor.
Da ich ansonsten meine Mercury 40 EO an meinem C4 gewohnt bin, kann ich nur sagen: UNGLAUBLICH. Für den Betrieb an einem Boot für die Vermietung fand ich das Boot mit dieser Maschine völlig übermotorisiert. Bei 1200 U/min fuhr das Boot mit 10-12 km/h in Verdrängerfahrt. Bei minimal mehr Gas sprang das Teil wie eine Raubkatze aus dem Wasser in Gleitfahrt. Die Geschwindigkeit pendelte sich bei ca. 35-37 km/h ein bei ca. 2800-2900 U/min. Bei Trimmoptimierung lagen bereits ca. 42 km/h an. Es war für mich fast unmöglich mit dieser Kombination konstant eine Geschwindigkeit zwischen 12 und 35 km/h zu fahren, egal wie vorsichtig ich mit dem Gashebel umgegangen bin und ich bin kein Grobmotoriker. Jedoch war der Gashebel für meine Geschmack viel zu stramm eingestellt und machte auch qualitativ keinen guten Eindruck. Der oben beschrieben Umstand war auf jeden Fall sehr nervig. Bei ca. 4000 U/min lagen bereits 60-62 km/h an und das ohne Trimmoptimierung und mit ca. 100 l Benzin und 250 kg Zuladung an Bord.
Zum Boot selber kann ich nur positives sagen. 1A verarbeitet, massig Platz für 5,7 m. Das Fahrverhalten war sehr sicher. Es hat riesig Spaß gemacht mit ca. 60 km/h die Dünungswellen von ca. 1,5 Metern mit Rückenwind abzureiten. Waaaahhhnnnsinnnn!!! Auch mit ca. 40 km/h bei 3-4 Windstärken gegen den Wind bei kurzen steilen Wellen machte das Boot eine hervorragende Figur. Hören konnte man die Stöße der Wellen gut, zu spüren waren sie jedoch nur sehr gedämpft und wir blieben jederzeit absolut trocken. Mit meine C4 bedeuten diese Bedingungen Verdrängerfahrt mit Dauerduschen! Ein kleine Manko hatte das Boot jedoch. Die Klappe zum Ankerkasten hatte keinen Griff. Also musste man zuerst den etwas fummeligen Riegel lösen und dann weit und umständlich nach vorne über die Bugspitze des Boot greifen um die Klappe sicher öffnen zu können.
Auch hier muss ich wieder für mich feststellen, dass ich die häufigen Empfehlungen im Forum zur Maximalmotorisierung nicht nachvollziehen kann. Im Familienbetrieb mit 4-5 Personen sehe ich keine Notwendigkeit 150 PS an diese Boot zu hängen. Die von ZAR empfohlenen 135 PS hätten sicherlich vollkommen ausgereicht. Auf Sardinien fahren auch die allermeisten Ribs nicht mit der Maximalmotorisierung herum. Aber das muss, darf und kann glücklicherweise jeder für sich selber entscheiden.
Das Beste an dieser Fahrt war jedoch die Reaktion meiner Frau. Sie sagte: „Ich habe keine Lust mehr auf unser Schlauchi. Wir müssen uns ein Rib zulegen.“
Und damit fängt das ganze Spiel wieder von vorne an...
Viele Grüße
Thomas
ich schreibe ja nicht sehr oft. Das liegt aber eher daran, dass ich nicht so viel zu berichten haben. Nach meinem Sardinien Urlaub hat sich dies geändert, deshalb möchte ich Euch von meinen Erfahrungen mit einem für einen Tag gemieteten ZAR 57 Welldeck mit einem E-Tec 150 HO berichten.
Das Boot war nagelneu und wurde erst am Tag zuvor zu Wasser gelassen. Zur Ausstattung kann man nur sagen, dass noch nicht einmal ein Einbautank vorhanden war. Stattdessen war es mit drei 30 l Tanks im Heckstaufach bestückt (natürlich ohne Tankanzeige). Diesem Umstand fand ich aus Sicherheitsaspekten etwas fraglich. Ich möchte nicht wissen, wie es sich anfühlt, wenn gerade in einer kritischen Situation der „kleine“ Tank leer ist, sei es nur bei einem Anlegemanöver, und das Boot manövrierunfähig ist.
Für die Abrechnung der Spritmenge war es jedoch optimal. Da bei Abholung des Boots wurde mir gezeigt, dass die Tanks wirklich voll waren, konnte man genau am Ende des Tages durch Entnahme der Tanks ablesen, wie viel wir verbraucht haben. Hier war ich positiv überrascht. Für ca. 75 km haben wir 43 L Benzin verbraucht. Bei der enormen Leistung des Triebwerks meiner Meinung nach ein vertretbarer Wert. Kommen wir also zum Motor.
Da ich ansonsten meine Mercury 40 EO an meinem C4 gewohnt bin, kann ich nur sagen: UNGLAUBLICH. Für den Betrieb an einem Boot für die Vermietung fand ich das Boot mit dieser Maschine völlig übermotorisiert. Bei 1200 U/min fuhr das Boot mit 10-12 km/h in Verdrängerfahrt. Bei minimal mehr Gas sprang das Teil wie eine Raubkatze aus dem Wasser in Gleitfahrt. Die Geschwindigkeit pendelte sich bei ca. 35-37 km/h ein bei ca. 2800-2900 U/min. Bei Trimmoptimierung lagen bereits ca. 42 km/h an. Es war für mich fast unmöglich mit dieser Kombination konstant eine Geschwindigkeit zwischen 12 und 35 km/h zu fahren, egal wie vorsichtig ich mit dem Gashebel umgegangen bin und ich bin kein Grobmotoriker. Jedoch war der Gashebel für meine Geschmack viel zu stramm eingestellt und machte auch qualitativ keinen guten Eindruck. Der oben beschrieben Umstand war auf jeden Fall sehr nervig. Bei ca. 4000 U/min lagen bereits 60-62 km/h an und das ohne Trimmoptimierung und mit ca. 100 l Benzin und 250 kg Zuladung an Bord.
Zum Boot selber kann ich nur positives sagen. 1A verarbeitet, massig Platz für 5,7 m. Das Fahrverhalten war sehr sicher. Es hat riesig Spaß gemacht mit ca. 60 km/h die Dünungswellen von ca. 1,5 Metern mit Rückenwind abzureiten. Waaaahhhnnnsinnnn!!! Auch mit ca. 40 km/h bei 3-4 Windstärken gegen den Wind bei kurzen steilen Wellen machte das Boot eine hervorragende Figur. Hören konnte man die Stöße der Wellen gut, zu spüren waren sie jedoch nur sehr gedämpft und wir blieben jederzeit absolut trocken. Mit meine C4 bedeuten diese Bedingungen Verdrängerfahrt mit Dauerduschen! Ein kleine Manko hatte das Boot jedoch. Die Klappe zum Ankerkasten hatte keinen Griff. Also musste man zuerst den etwas fummeligen Riegel lösen und dann weit und umständlich nach vorne über die Bugspitze des Boot greifen um die Klappe sicher öffnen zu können.
Auch hier muss ich wieder für mich feststellen, dass ich die häufigen Empfehlungen im Forum zur Maximalmotorisierung nicht nachvollziehen kann. Im Familienbetrieb mit 4-5 Personen sehe ich keine Notwendigkeit 150 PS an diese Boot zu hängen. Die von ZAR empfohlenen 135 PS hätten sicherlich vollkommen ausgereicht. Auf Sardinien fahren auch die allermeisten Ribs nicht mit der Maximalmotorisierung herum. Aber das muss, darf und kann glücklicherweise jeder für sich selber entscheiden.
Das Beste an dieser Fahrt war jedoch die Reaktion meiner Frau. Sie sagte: „Ich habe keine Lust mehr auf unser Schlauchi. Wir müssen uns ein Rib zulegen.“
Und damit fängt das ganze Spiel wieder von vorne an...
Viele Grüße
Thomas