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anlon21
25.02.2013, 17:00
Hallo,

ich besitze ein awn 240e mit einem mercury 5ps Aussenborder,
meine frage: Kann mir jemand sagen ob es irgenwie möglich ist
mit diesem Boot und 5ps Motor ins gleiten zu kommen und vor allem
wie?:confused:

(ich wiege etwa 55 kg )

Würde mich über eure Tipps freuen.

gruß anton :)

FlorianJ
25.02.2013, 17:38
Hallo Anton,
Was hat dein Boot für einen Boden? Mit oder ohne Kiel?

Um zu Gleiten musst du möglichst viel Gewicht nach vorne schaffen, auch dich selbst. Evtl. ist eine Pinnenverlängerung eine Gute Investition.

Desweiteren solltest du Die Trimmung des Motors beachten.

Motor nahe am Spiegel, Boot kommt schneller ins Gleiten, jedoch keine Hohe Geschwindigkeit.

Motor weit vom spiegel entfernt, Boot quält sich in die Gleitphase, jedoch hebt sich der Bug und man ist schneller.

Mit diesen Tipps hat mein Quicksilver 300 (3M lang) mit 5 PS mit ca. 120kg Beladung 27 km/h erreicht.

Jedoch solltest du aufpassen falls dein Boot keinen Kiel hat.
Dann hast du nämlich nicht mehr viel Kontrolle über dein Boot.

sporty
25.02.2013, 18:58
Hallo Anton
Wenn Du es so machst, wie Florian schon geschrieben hat, sollte es kein Problem sein:mobo

anlon21
25.02.2013, 20:43
Vielen Dank Florian !

Mein Boot hat keinen Kiel und einen Lattenboden.

Als Gewicht im Bug habe ich bis jetzt immer meinen
Tank genommen.

Liebe Grüße aus Lübeck
Anton :D :D

P.S. vielen Dank noch mal für eure Tipps. :)

schlauchbootfreak
26.02.2013, 14:36
Gleiten sollte kein Problem sein. Bei schneller Gleitfahrt und Lattenboden, solltest du jedoch keine ruckartigen und starken Lenkmanöver machen, sonst kann es leicht passieren, dass das Boot "driftet" , also ausbricht, und du ins kalte Wasser "plumpst".

Gruß aus Lübeck

Roli14
26.02.2013, 14:45
Braucht man bei einem 2,4 Boot eine Pinneverlängerung oder sitzt man dann schon zu weit vorn?
Denke doch die Leistung und die Armlänge sollte zum Gleiten reichen, wenn der Trimm stimmt.

anlon21
26.02.2013, 16:32
Ok vielen Dank für diese nüzlichen Infos. :)


Ich hab den motor im untersten Loch ( also realariv parallel zum Spiegel )
Müsste dann also eigentlich möglich sein ins gleiten zu kommen
(hoffe ich :D)


Vielen Dank noch mal für eure nütlichen Tipps
und liebe Grüße aus Lübeck
Anton :D :D :D

Steuerfuzzi
27.02.2013, 09:14
Ein Problem beim Lattenboden ist allerdings dessen vergleichsweise geringe Stabilität. Beim Gasgeben besteht die Gefahr, dass der Boden sich vom Wasserdruck wölbt und so eine Art Bremsfallschirm bildet. Gegenmaßnahmen: Gewicht im Boot auf den Boden, nicht auf den Schlauch (also drinsitzen), Betriebsdruck der Schläuche kontrollieren (=Maximum lt. Bedienungsanleitung, weil die Stabilität des Bootes aus den Schläuchen kommt). Gleiten sollte kein Problem sein, mit (echten) 5 PS sollte sogar noch etwas mehr gehen bei so einem leichten und fast widerstandslosen Boot.

Was ein Problem bei Booten mit plattem Rumpf ist: Wenn man bei hoher Fahrt plötzlich einlenkt, kann es passieren, dass es sozusagen erst "wegrutscht", also quasi diagonal stehend in die alte Richtung weiterfährt, und dann auf dem Außenrumpf/-schlauch "einhakt", also sehr plötzlich die Richtung ändert dann wieder in Richtung der Bootsausrichtung. Das hat schon den ein oder anderen vom Boot gehauen. Also Quiek-Stop benutzen und besser Rettungsweste.

Gruß, Peter

Steuerfuzzi
27.02.2013, 09:20
Ah, und noch etwas: Du solltest mal prüfen, um wieviele cm die Kavitationsplatte des Außenborders unterhalb der Verlängerung der Rumpflinie liegt. Wenn das viel ist, kann das Anheben des Außenborders (also eine Leiste von ca. 2 cm unterlegen beim Anbauen des Motors; Achtung: Die Motorklauen müssen natürlich voll fassen und auch noch etwas Luft nach oben haben) geschwindigkeitsmäßig ordentlich was bringen. Allerdings zieht der Propeller dann leichter Luft, man darf nicht übertreiben, gerade nicht bei einem nicht so stabilen Lattenboden. Aber da kann man ja experimentieren.

Gruß, Peter

anlon21
28.02.2013, 16:47
Ok vielen dank für diese Tipps.

Das mit der Kavitationsplatte muss ich dann mahl im Frühling gucken wenn der Motor aus dem Winterlager zurück ist.

Gut vielen Dank für eure Tipps, werde ich alle wenn ich das nächste mal rausfahre beherzigen, müsste mit dem Gleiten dann also eigentlich klappen.


Liebe Grüße Anton :)

Steuerfuzzi
28.02.2013, 19:36
Ich denke, das mit dem Gleiten mit Dir allein ist kein Problem. Wiking hat frueher fuer zwei kleinere ( aber groesser als Deins) Boote werbung gemacht mit "Gleitfahrt mit 4PS und einer Person" und "Gleitfahrt mit 6PS" (= heute 5 PS) und 2 Personen. Beide hatten auch einen Flachboden, ich kann mich bloss nicht mehr an die Typenbezeichnung erinnern.

Gruss, Peter

Wolfgang
28.02.2013, 21:05
ich kann mich bloss nicht mehr an die Typenbezeichnung erinnern

WIKING Flutschi und
WIKING Billy Boy


:schlaum

Steuerfuzzi
28.02.2013, 23:23
Eher nicht.....

Steuerfuzzi
28.02.2013, 23:37
Ah, jetzt weiss ichs wieder, Wiking Freiboot 4 und Wiking Freiboot 6 waren das !

hansenolli
01.03.2013, 09:56
ich hab mit meinem 2,3m Lattenbodenboot und 5PS 4t Merc. keine chance zum gleiten gehabt.
OK. Ich wieg keine 55kg , das könnte der Grund sein warum das Böötchen sehr tief im wasser lag und eine riesige Bugwelle vor dem Bug hergeschoben hat.
Da war an gleiten überhaupt nicht dran zu denken,einfach zu klein.

Mit meinem 3,4m Zoom sah das jedoch ganz anders aus, wenig tiefgang und mit 5PS sehr schnell in die Gleitphase gekommen.Ca. 23-26km/h alleine !

Steuerfuzzi
01.03.2013, 10:04
Hallo Oli,

da hätte ich zwei Vermutungen: Erstens der oben erwähnte "Bremsfallschirm" = Wölbung des Bodens mit dem "Einfangen" der Wasserströmung darin und zweitens Probleme bei der Gewichtsverteilung beim Übergang ins Gleiten. EIn 2,4m Boot stellt sich naturgemäß beim Übergang ins Gleiten sehr steil an, dann muss sehr viel Gewicht nach vorne um weiterzukommen. Das ist bei 3,4m natürlich besser, Länge läuft halt !

Ich weiß ja nicht, was Du wiegst, aber bei nur einer Person müsste ein 2,4m Boot trotzdem genug Auftrieb machen

VG, Peter

hansenolli
08.03.2013, 15:15
Hi Peter,
ich wieg bald 2 ztr. und ein 2,4m Boot ist nicht sonderlich breit.
Hinten Dran der 5 PS Motor sah aus wie Matchbox Auto mit echtem Verbrenner.
Hatte auch gedacht dass ich damit flitz wie Hulle , Aber der Motor wiegt ja auch noch,und Tank hast du dann auch noch drin,
Motor 26kg , Tank 10kg ,Ich 95kg, Kasten Bier.........da kommt ja so einiges zusammen;)

deepspace-9
23.03.2013, 21:53
Ich hatte an meinem Boot Probleme mit Hecklastigkeit, stellte sich auf wie ein Bügelbrett beim Gasgeben und brauchte extrem lange um in Gleitfahrt zu kommen.
Meine Lösung sind Hydrofoils ( gibt es bis und ab 40 PS) die an die Kavitationsplatte geschraubt werden. Damit komme ich jetzt bei 8 kt ins Gleiten, bei Vollgas aus dem Stand hebt sich das Boot förmlich aus dem Wasser.
Aber nicht die billigen Dinger nehmen - meine heißen SE Sport 300 High Performance Hydrofoil

berny
24.03.2013, 08:17
Hmm, aber die SE 300 wären ja die über 40 PS.
Da wären eigentlich die SE 200 die bessere Wahl....

fjordtaucher
24.03.2013, 09:13
Vielleicht ist gerade das das Geheimnis des Erfolgs?:zwinkern