Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wichtige Frage zu CE
RIBLOVER
16.07.2014, 20:40
Hi,
Ich kann günstig ein Zodiac Cadet 260 solid bekommen von älteren Herrschaften
Die haben die Papiere verbummelt....jetzt brauch ich ne CE...aber woher und was kostet diese?
Anbei mal 2 bilder, weiß jemand wie alt das boot ist?
RIBLOVER
16.07.2014, 20:41
Noch ein foto
fjordtaucher
16.07.2014, 20:56
Scheint von 98 zu sein.
Schreib einfach den Hersteller/Importeur an, dann hast Du vielleicht Glück und es kostet nichts.
Ging mir zumindest beim Honwave so. Und für das Allpa hatte ich die auch mal gesucht, die haben auch einfach ne neue geschickt.
RIBLOVER
16.07.2014, 21:09
Danke
Hab jetzt vom Kauf abgesehen.
Kleine Anmerkung von mir:
Spätestens wenn die Chlorhühner nach dem Freihandelsabkommen mit den USA auf dem deutschen Markt frei handelbar sind, wird es auch keine CE mehr geben, da die CE keinen Qualitätsstandard definiert, sondern nur die Aufgabe hatte, außereuropäische Waren vom innereuropäischen Markt fernzuhalten. Mit Qualität hatte das eh nichts zu tun.
Gruß Walter
Kleine Anmerkung von mir:
Spätestens wenn die Chlorhühner nach dem Freihandelsabkommen mit den USA auf dem deutschen Markt frei handelbar sind, wird es auch keine CE mehr geben, da die CE keinen Qualitätsstandard definiert, sondern nur die Aufgabe hatte, außereuropäische Waren vom innereuropäischen Markt fernzuhalten. Mit Qualität hatte das eh nichts zu tun.
Gruß Walter
und wieder ein populistischer Kracher, der nichts mit der Sache zu tun hat.
Dass die CE verschwindet, das hätten vielleicht manche gern, wird aber wohl nicht so sein.
Und gegen Chlorhühner an sich ist nix einzuwenden, das ist nur eine Art von Desinfektion gegen Salmonellen, die völlig ungefährlich ist. Man isst dabei kein Chlor. Und den Hühnern gehts dabei besser als denen in den Legebatterien, denn im Unterschied zu diesen sind die schon tot.
da die CE keinen Qualitätsstandard definiert, sondern nur die Aufgabe hatte, außereuropäische Waren vom innereuropäischen Markt fernzuhalten. Mit Qualität hatte das eh nichts zu tun.
Na ganz so heftig würde ich das aber nicht sehen. :nixweiss
Die CE soll ja (dem Endverbraucher) gewährleisten, das ein vom Hersteller XYZ in Verkehr gebrachtes Produkt den grundlegenden Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen aller relevanten europäischen Richtlinien entspricht. :schlaum
Sprich ich kann mir ein Boot oder z.b. nee Boots-Lampe in Spanien, Italien oder Polen kaufen, und kann mir als Endverbraucher sicher sein, das durch die Harmonisierung der EU Vorschriften für Wassersportausrüstung es überall die gleiche mindest Qualität zu kaufen gibt. :nixweiss:chapeau
Und ein Standard zumindest was die Boots-Tauglichkeitsklassen angeht gibt es ja für die Boote-CE.
http://de.wikipedia.org/wiki/CE-Seetauglichkeitseinstufung
Es gibt vier Seetauglichkeitskategorien - wobei A für Hochsee, B für außerhalb von Küstengewässern, C für küstennahe Gewässer und D für geschützte Gewässer stehen. Diese sind durch konkrete Grenzwerte für Windstärke (in Beaufort) und Wellenhöhe (in Metern) festgelegt. Die CE-Einstufung (Kategorie) muss gut sichtbar im Boot angebracht werden und gibt dem Bootsführer eine Orientierung, bei welchen Wetterverhältnissen er das Boot sicher bewegen kann.
Was ja für den ("ahnungslosen") Endverbraucher nun auch nicht soo verkehrt ist.:nixweiss
Sicherlich ist das eine "unfaire" Hürde (Markteinschränkung) für Hersteller außerhalb der EU. :knuddel
Andererseits denke ich, wenn ein Hersteller aus dem Ausland nicht mal die "paar" Euro investieren will um sein Produkt der CE-Prüfung zu unterziehen, um so auf den EU Markt zu kommen... oder sein Produkt der Prüfung nicht unterziehen will weil´s evtl. nicht durch kommt... ist es wohl auch besser so das dieser Hersteller dann auch hier nicht verkaufen darf. :nixweiss
schlauchi20
20.07.2014, 04:12
Oh,
Aus meiner Sicht unterliegt Ihr gerade einem großen Irrtum.
Es gibt keine CE - Prüfung im allgemeinen für Produkte. Das ist ja genau das Problem.
Jeder Hersteller bescheinigt nur, dass sein Produkt den CE Richtlinien genügt.
Ob das nun stimmt oder nicht, kontrolliert erst mal niemand. Somit "kostet" eine CE Erklärung den Hersteller eines Produktes erst mal nichts, bis auf die Tatsache, dass er jemanden in der Firma finden muß, der dafür unterschreibt.
Das gilt erst mal so allgemein für eine Produkt.
Ob es jetzt abweichend dazu für Boote tatsächlich eine Prüfung gibt, die gemacht werden muß, weiß ich nicht. Wahrscheinlich legt aber der Hersteller die Kathegorie einfach fest.
Aber eines ist sicher:
Eine bestimmte Qualität im Sinne von Langlebigkeit sichert die CE ganz bestimmt nicht zu.
Gruß Rüdiger
Ich möchte Euch dazu eine Antwort nicht schuldig bleiben.
Meine Meinung, die ich hier von mir gegeben habe, ist nur die unmaßgebliche Meinung eines deutschen Bootsbaumeisters, der schon seit 40 Jahren Boote baut und auch per Bundesgesetz als Bootsbaumeister nach dem deutschen Handwerksrecht selbst zertifizieren darf bis zu einer Länge von 12 m ohne eine Zertifizierungsgesellschaft in Anspruch nehmen zu müssen.
95 Prozent aller Bootsbaubetriebe in Deutschland sind nur Industriebetriebe, die eigentlich nur Formen beschichten und selbst keine Leistungen im Sinne handwerklicher Art erbringen dürfen.
Sie haben das Bootsbauhandwerk nicht gelernt.
Die sind dann auf das Zertifizierungsverfahren angewiesen, welches durch den Germanischen Lloyd oder ähnliche Instutitionen erfolgt.
Bevor manche jetzt der Sache nicht dienliche Kommentare abgeben, sollten sie sich vor der Veröffentlichung selbiger schlau machen im Netz.
Was viele nicht wissen:
Allein in Florida und Florida ist nur ein einziger Bundesstaat der USA gibt es laut Statistik mehr Boote als in ganz Europa zusammen.
Warum wollte man jetzt in Europa das Zertifizierungsverfahren im Wesentlichen haben?
Ging es darum, die europäischen Industriebetriebe aus Qualitätsgründen vom Markt zu halten oder ging es darum, die vom Markt zu halten, die ein Vielfaches an Booten herstellen, in einer Größenordnung, wie es wirtschaftlich Europa schädigen könnte.
Im Übrigen hat man über dieses Zertifizierungsverfahren dafür gesorgt, dass amerikanische Boote nur noch auf den deutschen und den europäischen Markt kommen, wenn die amerikanischen Hersteller auch eine deutsche oder europäische Repräsentanz haben.
Das hat etwas mit Handelshemmnissen und zusätzlichen Kosten zu tun.
Glaubt nicht, dass eine SeaRay oder ein anderes Produkt als Boot in Deutschland besser wird, wenn es in Deutschland eine Repräsentanz der Firma gibt.
Es handelt sich um das völlig gleiche Produkt wie in den USA. Da wird keine einzige Schraube verändert und auch nicht mehr Laminat eingebaut.
Es geht hier wirklich nur um Handelshemmnisse, um den europäischen Markt - nach Möglichkeit - abzuschotten.
Chlorhühner hin, Chlorhühner her, es war vielleicht ein falsches Beispiel und sollte eigentlich nur als Denkanstoß gelten.
Ich persönlich bin der Meinung, dass die CE-Zertifizierung zwangsläufig für Boote fallen muss, wenn die Handelsschranken aufgehoben werden. Sonst würde das Fallen von Handelsschranken überhaupt keinen Sinn ergeben.
Denkt mal darüber nach, bevor Ihr antwortet.
Gruß Walter
Denkt mal darüber nach, bevor Ihr antwortet.
Moin Walter,
Ehrlich? :nixweiss
Und wenn Du mal gleich so ausführlich geschrieben hättest, worum es Dir geht bzw. worauf Du hinaus willst, wäre das echt top gewesen.:knuddel
(Weil das hat sich mir aus deinem 2 Zeiler nicht ergeben. :nixweiss)
Ansonsten sind Deine Meinung und Ausführungen über dieses Thema als Fachmann sicherlich nicht völlig uninteressant. :knuddel
Must uns aber schon bissel erklären was Du eigentlich meinst. :zwinkern:knuddel:biere
schlauchi20
21.07.2014, 05:16
Hallo Walter
Du hast in meinem Beitrag aber schon gelesen, dass ich das Thema "Boot im speziellen" eingeschränkt hatte, oder?
Ich kenne das Thema CE Zeichen bzw. CE Erklärung halt aus anderen Produkt Bereichen. Und da ist es schon so wie geschrieben:
Es gibt kein Prüfinstitut welches dieses Zeichen vergibt (auch wenn viele Verbraucher das annehmen) sondern es handelt sich um eine Eigenangabe des Herstellers.
Sollte ich damit Deiner Meinung nach falsch liegen, wüßte ich gerne eine Quelle von Dir, die was anderes belegt.
Gruß
Rüdiger
Ich kenne das Thema CE Zeichen bzw. CE Erklärung halt aus anderen Produkt Bereichen.
Na jain, Du hast nur teilweise recht. :knuddel
Es gibt die von Dir beschriebene Variante und es gibt noch eine spezielle Variante für bestimmte Produkte. (U.a. bei Sportbooten.:knuddel)
Bin grad zu faul zum schreiben zitierte mal Wiki.
http://de.wikipedia.org/wiki/CE-Kennzeichnung
"Durch die Anbringung der CE-Kennzeichnung bestätigt der Hersteller, dass das Produkt den produktspezifisch geltenden europäischen Richtlinien (seit 1. Dezember 2009, mit dem Inkrafttreten des „Vertrags von Lissabon“: EU-Richtlinien) entspricht. Das CE-Logo allein lässt keine Rückschlüsse zu, ob das Produkt durch unabhängige Stellen auf die Einhaltung der Richtlinien überprüft wurde. Ist jedoch nach dem Logo eine vierstellige Kennnummer (Identifikationsnummer) angebracht, weist dies auf die Einbindung einer Benannten Stelle in das Konformitätsbewertungsverfahren hin. Die CE-Kennzeichnung ist rechtlich kein Gütesiegel (Qualitätszeichen), sondern dokumentiert im Gegenteil lediglich die Einhaltung der gesetzlich zulässigen Mindestanforderungen.
Je nach der der CE-Kennzeichnung zugrunde liegenden sektoralen Harmonisierungsrichtlinie kann sie dennoch faktisch als Qualitätszeichen angesehen werden."
Da lesen wir mal weiter bei Wiki
http://de.wikipedia.org/wiki/Konformit%C3%A4tsbewertung
" EU-Konformitätsbewertung
Eine besondere Bedeutung hat Konformitätsbewertung in Europa im geregelten Bereich bei der Bewertung von Produkten auf Übereinstimmung mit den Anforderungen einer EU-Richtlinie. EU-Richtlinien gemäß Art. 95 EG-Vertrag für den Europäischen Binnenmarkt legen für zahlreiche Produkte Mindestanforderungen an die Sicherheit fest, die vom Hersteller erfüllt werden müssen."
Und wenn man dann wieder bei CE-Kennzeichnung schaut:
http://de.wikipedia.org/wiki/CE-Kennzeichnung#Betroffene_Produktgruppen_bzw._Techn ikgebiete
Dort findet man die ja besagte besondere EU-Richtlinie für das "Produkt" Sportboote. :schlaum:knuddel
(Und in der Liste weitere "Sicherheitsrelevante" Produkte/Bereiche wo es besondere Richtlinien für gibt.)
Bei Lampen (Schiffsausrüstung lag ich übrigens etwas falsch:ka5) die haben kein CE Kennzeichen sondern das Ruderrad-Zeichen, werden u.a. nach EU-Richtlinie (96/98/EG) geprüft.
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CONSLEG:1996L0098:20080721:DE:PD F
Bzw. für einige Bauteile Anhang 2 RL 94/25/EG
https://www.jurion.de/Gesetze/EU/RL_94|25/Anhang_2
RIBLOVER
21.07.2014, 22:25
Leute...das ist mein Thread und er hat sich erledigt...führt doch eire Diskussion im eigenen..evtl kann hier ein Mod ja trennen?
Warum sollte ich hier was trennen? Die ausgsngsfrage ist erledigt, es hat sich daraus aber eine Diskussion entwickelt. Das Forum und jeder einzelne thread ist was lebendiges und entwickelt sich.
Lg Martin
schlauchi20
22.07.2014, 03:00
Hallo Benny
Danke fürs konkrete nachschauen!
Also ist ja jetzt klar, dass es mehrere Verfahrn gibt, nach denen man ein CE Kennzeichen anbringen kann. Das zu wählend Verfahren ist von der Prodktkathegorie abhängig.
Somit was gelernt, und jeder hatte irgendwie Recht, wobei das am Ende ja gar nicht wichtig ist.
LG
Rüdiger
Das zu wählend Verfahren ist von der Prodktkathegorie abhängig.
Somit was gelernt, und jeder hatte irgendwie Recht, wobei das am Ende ja gar nicht wichtig ist.
Na man könnte es wohl so formulieren:
Die strenge der Vorgaben zwingt bei manchen Produkten wo es z.b. sehr stark um die Benutzer-/Verbrauchersicherheit geht, den Hersteller eine externe Prüfstelle mit einzubeziehen.
Wie gesagt, schau mal in die Produkt Liste bei Wiki, die Hälfte der Produkte dort, strahl, steht irgendwie unter Strom oder Druck, könnte abfackeln oder explodieren... sprich irgendwie möglicherweise mal Menschen (Verbraucher) gefährden.:knuddel
(Da sieht man mal was wir hier für einen gefährlichen Sport ausüben...:schlaum wenn dort explizit sogar Boote mit aufgeführt sind. :zwinkern)
Ok, wie bzw. wie oft (einmaliges Baumuster oder permanente Stichproben usw.) die Prüfstelle dann wieder prüft ist auch eine andere Sache. :knuddel
Aber dem Hersteller wird da sozusagen schon mal grundlegend ein bissel auf die Finger geschaut, was er da für ein "Dingens" zusammengefrickelt hat und nun auf die Menschheit für Geld loslassen will. :knuddel
(Und was Montags dann in der Produktion vom Band läuft ist sowieso wieder eine ganz andere Sache... :ka5:zwinkern Wobei ja genau das durch den ganzen Zertifizierungs-Quatsch eigentlich nicht passieren sollte.:nixweiss)
Chlorhühner hin, Chlorhühner her, es war vielleicht ein falsches Beispiel und sollte eigentlich nur als Denkanstoß gelten.
Na an sich war das Beispiel ja gar nicht so verkehrt. :knuddel
Dieses Freihandelsabkommen mit den USA könnte, wenn es nach den Amis geht, natürlich so einige Prüfnormen und Standards die in EU oder D vorhanden sind in Gefahr bringen. :tuer
(Je nachdem wie hart oder weich die EU Seite verhandelt... :nixweiss)
Die oft genannten Punkte wie Lebensmittelgesetze und Gesundheitsstandards (Verbraucherschutz), sowie Umweltstandards reichen mir persönlich da eigentlich schon um klar nein dazu zu sagen. :nixweiss
Und mit den Umweltstandards sind wir auch schon ganz schnell wieder bei den Abgasnormen für AB´s usw. :ka5:zwinkern:knuddel
Wobei was fast noch viel schlimmer (Finanzielle Folgen und "Entmündigung") für EU seien könnte, ist dabei die Geschichte mit dem möglichen Schadensersatzklagen von US-Firmen gegen den Staat (Stichwort: "Investitionsschutz").:stupid:wow:
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