Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Grundlegende Fragen
Hallo werte Wassersportfreunde,
ich bin Klaus, 32 Jahre jung und komme aus Köln. Zu Euch gefunden habe ich durch konkrete Suche, da ich schon viele gute Erfahrungen mit Foren gesammelt habe und die (meist) kompetente Beratung schätze. Ein Schlauchboot möchte ich mir zum Angeln kaufen.
Zuerst möchte ich jedoch gerne ein paar Fragen stellen, bevor ich mit konkreter Recherche und der Inanspruchnahme einer Kaufberatung starte. Für einige von Euch wird das Folgende sicher Grundwissen darstellen, aber ich habe bisher keine zufriedenstellende Antwort finden können.
Zu den Fragen:
Welchen Vorteil bietet ein größerer Durchmesser bei den Tubes?
Wie beeinflusst die Form, Exzentrizität und Länge der Endzapfen die Fahreigenschaften (evtl. bei etwas rauhen Bedinungen)?
Was ändert sich bezüglich der Fahreigenschaften und Wasserlage im Vergleich eines normal breiten zu einem überbreiten Schlauchboot (wie Zeepter Big Catch)?
Auf was ist zu achten beim Zusammenlegen des Boots damit es bei längerer Lagerung keinen Schaden nimmt?
Vielleicht habt ihr auch lesenswerte Webseiten mit Grundwissen etc. parat - ich würde mich über Tipps freuen.
So long,
Klaus
Boh Klaus
Das war aber ne Menge von Fragen :naughty
Da musst du aber Geduld haben :zwinkern
Boh das wird nicht leicht :mobo:str
Gruß Reiner
Guten Morgen und herzlich willkommen im Forum.
Du hast recht, hier wird einem in der Regel kompetent geholfen. Nur hast du
jetzt das Pech, dass ausgerechnet ich als erster versuche, deine Fragen zu
beantworten :futschlac
Breite der Tubes: je größer der Durchmesser, desto höher der Auftrieb und somit
die Nutzlast.
Was die Endzapfen angeht, vermute ich, das ist eher Geschmacksache. Meine
kurzen Stummel nennen Speedheck. Äh naja... Auf jeden Fall achte bei der
Länge des Bootes darauf, wie viel davon durch die langen Tüten verloren geht.
Mein Boot ist zwar recht kurz, aber hat dafür eben hinter dem Spiegel nur noch
wenige Zentimeter.
Fahreigenschaften: Auf jeden fall wird ein breiteres Boot weniger kippeln, wenn
du beim Angeln still liegst. Dafür wird es in schnellen Kurven unhandlicher sein.
Beim Zusammenlegen achte darauf, dass keine Knickstellen entstehen. Darunter
leidet das Material.
Grauer Bär
17.02.2015, 10:02
Hallo Klaus,
Wo und wie willst du denn mit dem Boot fahren ?
Ich habe verschiedene Schlauchboote:
Z.B. ein 5 Meter langes "Wet Elements Rover" mit 30cm schlauchdurchmesser.
Für ruhige Flüsse wie Lahn, Mosel oder Neckar ist das völlig ausreichend. (Mit 6 PS)
Auf dem Rhein habe ich mit dem Teil ein ungutes Gefühl.
Mein Zodiac 340cm fastroller hat schon etwas dickere Schläuche, da sind Fahrten auf dem Rhein schon eher möglich.
Je dicker die Schläuche, desto trockener fährst du, gleichzeitig geht das aber zu Lasten des Innenraumes.
An Land wirkt jedes Boot größer als im Wasser und 50cm Differenz in der Länge machen "eine Welt" Unterschied aus.
Wo ist denn dein zukünftiges Revier ?
Guten Morgen,
zu aller erst vielen Dank an Euch.
Ich will das zukünftige Schlauchboot an Bagger- und Stauseen in Deutschland und Frankreich einsetzen. Bewegt wird das Boot mit Muskelkraft oder E-Motor. Benziner sind meist verboten an diesen Seen.
Falls möglich möchte ich mir natürlich die Möglichkeit offen halten das Schlauchboot später mit Außenborder auf den Boddengewässern um Rügen, dem Ijsselmeer oder dem Rhein einzusetzen, das spielt aber vorerst eine untergeordnete Rolle.
Das klingt wieder nach einer eierlegenden Wollmilchsau, aber eben deshalb stelle ich diese Fragen zum Verständnis, um selbst beurteilen zu können, was geeignet ist und welche Kompromisse ich eingehen kann.
Jürgen: "Fahreigenschaften: Auf jeden fall wird ein breiteres Boot weniger kippeln, wenn
du beim Angeln still liegst. Dafür wird es in schnellen Kurven unhandlicher sein."
Schnelle Kurven werden nicht vorkommen. Aber das Boot geht dann bei Wellen auch mehr mit oder?
So long,
Klaus
blackmolly
17.02.2015, 11:43
Welchen Vorteil bietet ein größerer Durchmesser bei den Tubes?
Wie beeinflusst die Form, Exzentrizität und Länge der Endzapfen die Fahreigenschaften (evtl. bei etwas rauhen Bedinungen)?
Was ändert sich bezüglich der Fahreigenschaften und Wasserlage im Vergleich eines normal breiten zu einem überbreiten Schlauchboot (wie Zeepter Big Catch)?
Vielleicht habt ihr auch lesenswerte Webseiten mit Grundwissen etc. parat - ich würde mich über Tipps freuen.
So long,
Klaus
Hallo Klaus: ganz wichtig - normale Schlauchboote lassen sich nicht rudern, das kannst Du vergessen. Es fehlt der Kiel, der Schlauch ist im Weg, die Breite tut ein übriges. Das gilt natürlich nicht für die aufblasbaren Kanus u.ä. Aber die haben ja gerade keine breite Form und ganz andere Schlauchformen.
Also muß Du über die Antriebsform nachdenken (v.wg Muskelkraft) Elektro und Benziner ist natürlich kein Problem - im Gegenteil
Viel Spaß Jörg
Grauer Bär
17.02.2015, 11:54
Hallo Klaus: ganz wichtig - normale Schlauchboote lassen sich nicht rudern, das kannst Du vergessen. Es fehlt der Kiel, der Schlauch ist im Weg, die Breite tut ein übriges. Das gilt natürlich nicht für die aufblasbaren Kanus u.ä. Aber die haben ja gerade keine breite Form und ganz andere Schlauchformen.
Also muß Du über die Antriebsform nachdenken (v.wg Muskelkraft) Elektro und Benziner ist natürlich kein Problem - im Gegenteil
Viel Spaß Jörg
Das mit dem Rudern sehe ich über kurze Distanzen nicht so als das Problem.
Ich kenne jede Menge Leute, die am Gardasee problemlos mit ihren kleinen Beibooten zur Boje und zurück gerudert sind.
Allerdings macht man mit so einem Boot und Rudern oder Paddeln "keine Strecke"
Mit unserem Schlauchkanu "Scout" von Gumotex machen wir schon ordentlich Strecke am Tag, mit dem 20cm breiterem "Wet Elements Rover" macht paddeln schon keinen Spaß mehr... er will ja "Angeln" und nicht "Bootfahren" :zwinkern
Ich würde ein Boot mit Holzboden empfehlen. Da kann man Rutenhalter befestigen, Fische drauf schlachten und Hacken sicher ablegen.
Das mit dem Rudern sehe ich über kurze Distanzen nicht so als das Problem.
Ich kenne jede Menge Leute, die am Gardasee problemlos mit ihren kleinen Beibooten zur Boje und zurück gerudert sind.
Allerdings macht man mit so einem Boot und Rudern oder Paddeln "keine Strecke"
Mit unserem Schlauchkanu "Scout" von Gumotex machen wir schon ordentlich Strecke am Tag, mit dem 20cm breiterem "Wet Elements Rover" macht paddeln schon keinen Spaß mehr... er will ja "Angeln" und nicht "Bootfahren" :zwinkern
Oh, das hab ich aber ganz anders empfunden, als ich meines mal gegen den Wind paddeln "durfte". Das waren vielleicht 100 Meter. Aber die hatten es in sich.
Und mein Wiking ist wirklich nicht groß.
blackmolly
18.02.2015, 09:43
Oh, das hab ich aber ganz anders empfunden, als ich meines mal gegen den Wind paddeln "durfte". Das waren vielleicht 100 Meter. Aber die hatten es in sich.
Und mein Wiking ist wirklich nicht groß.
Das ist halt der Unterschied zwischen Leuten, die mal Leute gesehen haben, die sowas gemacht haben und denen, die das mal wirklich machen "durften".
Daher halte ich meinen Ratschlag an den Themenstarter aufrecht: So ein Boot paddeln=nicht gut.
Jörg
Grauer Bär
18.02.2015, 09:53
Das ist halt der Unterschied zwischen Leuten, die mal Leute gesehen haben, die sowas gemacht haben und denen, die das mal wirklich machen "durften".
Daher halte ich meinen Ratschlag an den Themenstarter aufrecht: So ein Boot paddeln=nicht gut.
Jörg
Hallo ?
Ich bin seit ca. 17 Jahren mit unterschiedlichsten Schlauchbooten unterwegs.
Von 2 - 5 Meter. Von 6/15/25/35 -60 PS
Wir sind z.B. Auch mehrere 100 km mit unserem Schlauchkanadier gepaddelt.
Auf Rhein, Rur, Ruhr, Lahn...
Ja, je schmaler das Boot, desto weiter kommt man. Aber wie weit muß man als Angler raus ?
Tom Herwig
18.02.2015, 10:11
Also ich habe mein 360er mal auf der Lahn spaßeshalber gerudert. Das war nicht wirklich vorankommen. Wenn es darum geht, mal 200m vom Ufer weg zu kommen um die Leine ins Wasser zu halten, denke ich ist das kein Problem. Ansonsten ist ja ein kleiner E-Motor aus dem Baumarkt kostenmäßig nicht sooo die Welt, oder?
Viele Grüße!
Tom
Hallo zusammen
@Jörg: Was verstehst Du unter einem "normalen" Schlauchboot? Luftkiel und die Anhebung im Bugbereich reichen nicht aus?
Aber nochmal zum Einsatzzweck: Es geht mir nicht darum mit dem Boot möglichst viel Strecke zu machen oder die zu rudernde Strecke so effizient wie möglich zurückzulegen. Die Entfernungen halten sich in Grenzen, max. 2-3km summiert über den Tag schätze ich.
Der Antrieb mit Muskelkraft soll aber tatsächlich nur eine Übergangslösung darstellen. Boot und E-Motor gleichzeitig anzuschaffen ist zur Zeit einfach nicht drin, da ein Echolot in der Priorität vor dem Motor kommt und das eben auch sein Geld kostet. Falls es wirklich so schlimm sein sollte zu rudern, habe ich wenigstens etwas dazu gelernt und einen Ansporn zu sparen :D
@Roland: Bei dem Boden bin ich mir noch unsicher. Das muss ich mir defintiv angucken, ob ein Luftboden überhaupt eine Alternative darstellt.
Zusammenfassend kann man also sagen:
Bei den in Frage kommenden Booten kommt ein Tube-durchmesser von 42-45cm vor, damit sollte ich keine Probleme, selbst auf dem Rhein haben.
Form der Zapfen hat keinen wirklichen Einfluss. Deren Länge beeinflusst logischerweise die Innenraumlänge. Längere Zapfen bieten mehr Stabilität beim schnellen Fahren, sehe ich das richtig?
Ein breiteres Boot lässt sich weniger gut lenken, bietet mehr Widerstand beim Rudern, liegt aber stabiler im Wasser - schaukelt es dann bei Wellen auch stärker?
Grauer Bär
18.02.2015, 13:06
"schaukelt es dann bei Wellen auch stärker?"
solange du im Boot sitzt*, finde ich es unkritisch ob das Boot 100- 120 oder 160cm breit ist.
Umgekippt sind wir noch nie :D
nur: auf dem Rhein würde ich am deiner Stelle nicht versuchen nur mit Rudern oder Paddeln auf das Wasser zu gehen...
(es sei denn du hast ein Padelboot)
Ergänzung:
*(ich weiß ja nicht, ob du auch stehen willst, beim Angeln)
Auch die Begriffe "Rhein" und "Elektromotor" passen nicht zueinander.
Hallo
Um das Missverständnis aus der Welt zu schaffen: den Rhein oder Bodden will ich nicht mit Muskelkraft oder einem Elektormotor bereisen. Mir ist klar, dass hier mehr Antrieb ans Heck muss. Nur diese Gewässer stehen im Moment nicht als Angelreviere an, sind aber potentiell interessant, weshalb es vorteilhaft wäre, wenn das Boot geeignet ist - mit entsprechendem Außenborder natürlich. Es ist also nur als Option zu verstehen und nicht als notwendige Anforderung.
Und ja wir werden hauptsächlich im Stehen angeln. Aber vermutlich ist es beim Schwanken dann auch egal ob das Boot 10cm breiter ist.
blackmolly
18.02.2015, 15:10
Hallo zusammen
@Jörg: Was verstehst Du unter einem "normalen" Schlauchboot? Luftkiel und die Anhebung im Bugbereich reichen nicht aus?
Darunter verstehe ich die zusammenlegbaren, mit Lattenboden, Holz-oder Aluboden mit umlaufendem Schlauch und üblicherweise Heckspiegel. Der Luftkiel wird bei den geringen Geschwindigkeiten keinen Unterschied machen. Das Problem ist: Das Boot läuft nicht geradeaus und oft stimmt die Geometrie zum Rudern nicht (meine Erfahrung damals: Bombard 3.05 mit Holzboden und Luftkiel). Meine anderen Boote habe ich gar nicht mehr versucht zu rudern.
Du siehst das auch an den Reaktionen hier: Einige sagen - kein Problem 100 -200Meter oder so. Du sagst: max 2-3 km am Tag. Dazwischen sind Welten.
Wie oben schon geschrieben: Kanadier und Kanus ist eine ganz andere Sache.
Viel Spaß beim Boot finden
Jörg
Hallo,
es scheint alles nichts zu helfen, ich werde es wohl ausprobieren müssen.
Auf diese Fragen bin ich noch gekommen:
Was ist qualitativ besser, verklebtes oder verschweißtes PVC?
Gibt es bestimmte Konstruktionen beim Nahtaufbau oder Verbindung des Spiegels, auf die man achten sollte bzw. gilt es hier etwas zu vermeiden?
Hallo,
niemand der mir dabei helfen kann?
Grauer Bär
06.03.2015, 12:58
Hallo Klaus, anscheinend nicht :hail :zwinkern
das liegt aber wohl weniger am "Wollen" als am "Können" :zwinkern
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