Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verhalten bei Gewitter
peter1963
28.06.2015, 09:00
Hallo zusammen,
Wie verhält man sich richtig wenn ein Gewitter aufzieht ? Mit einem Blitzableiter sieht es bei einem reinem Schlauboot ja schlecht aus. Schnell mal an Land fahren und unter einem Baum schutz suchen ist auch blöd! Sind Brücken eine Alternative ?
Gruß Peter
MinaWiking
28.06.2015, 09:08
Würde mich auch interessieren, wobei ich zu einer Brücke tendiere.
:tuer
Zumindest schwimmen gehen würd ich nicht mehr.:nuts
Hallo,
obs richtig ist weiß ich nicht , wir ziehen entweder ne Regenjacke über und
fahren weiter oder wenn keine dabei ziehen wir alles bis zur Badehose aus
lassen uns nassregnen und wenns vorbei ist abtrocknen,abrubbeln und rein in
die trockenen Klamotten welche wir in vorher in die Kiste gesteckt haben.
Wegen der Blitzproblematik da würde ich wenns dolle wird Brücken, Bäumen
vorziehen, ob man auf dem Gewässer gefährdeter ist ? Keine Ahnung.
Ich kann mich entsinnen das vor einigen Jahren am Templiner See ein Blitz allerdings nur in der Nähe eines Yxlon Segelbooten eingeschlagen ist und eine Person gerettet werden muste.
Das war übrigens während einer Übungsfahrt...zum Segelschein....der Bootsschule Campingplatz Sansoucci Potsdam.
Der Betroffene hat das nicht mehr versucht und den Lehrgang abgebrochen.
Kann also wohl jeden treffen.
Ich hab es immer so gehalten.
Zwei Anker raus
...alles zu und aussitzen.
Ob das jetzt richtig ist...
Wer weiß. ..aber ich denke mal alles ist besser als in Panik zu verfallen.
Mfg Tobias
DJCraig123
28.06.2015, 10:59
Hallo,
Bin zwar neu hier gebe aber direkt mal meinen Senf dazu :D
Über das Thema Gewitter und Boote streiten sich viele, aber niemand weiß so wirklich was richtig ist... Ich habe zum Beispiel gehört man soll am besten unter einer Hochspannungsleitung ankern (vorzugsweise2 Anker wegen dem Wind) damit, sollte es zum Blitzschlag kommen, eher in die Masten oder Kabel der Leitung der Blitz einschlägt. Ob das Stimmt, keine Ahnung.
Da ich selbst auf der Maas fahre, würde ich wahrscheinlich eher Schutz bei einem Kiesbagger suchen, wenns so richtig losgeht, aber so oder so bleibt nur festmachen und absitzen bis es vorbei ist.
Mfg Philipp
trolldich
28.06.2015, 12:14
Ich hab's shon ein paar mal auf dem offenen Meer mit Beten versucht - hat geklappt!
Hallo zusammen,
Wie verhält man sich richtig wenn ein Gewitter aufzieht ? Mit einem Blitzableiter sieht es bei einem reinem Schlauboot ja schlecht aus. Schnell mal an Land fahren und unter einem Baum schutz suchen ist auch blöd! Sind Brücken eine Alternative ? Gruß Peter
Moin Peter,
schnell mal an Land fahren und Schutz zu suchen ist nicht blöd, sondern
eine recht gute Idee. "Eichen sollst Du weichen, Buchen sollst Du suchen"
ist tatsächlich blöd.
Bervor man losfährt aktuellen Wetterbericht einsehen wäre schon mal gut.
Falls Gewittertendenz, vorher Ausweichmöglichkeiten planen, denn nicht nur
Blitze, sondern auch starke Böen, viel Regen, schlechte Sicht, Hagel sind
nicht zu unterschätzen. Wolkenformationen im Blick behalten, die sagen
auch vieles voraus, und man hat noch etwas Zeit zum reagieren.
Falls Möglichkeit besteht, gehe ich raus aus dem Wasser bis es vorbei
gezogen ist.
Es fühlt sich einfach ungut an bei Gewitter auf dem Wasser zu sein
und auf die geringe Warscheinlichkeit zu vertrauen nicht vom Blitz
erschlagen zu werden, außerdem wird die Milch an Bord sauer...:zwinkern
Tauchermeister
28.06.2015, 17:50
Ich fahre immer in die nächste Konoba! :mobo:mobo :futschlac:futschlac
Hat bis jetzt immer geklappt. :cool1:cool1 Na ja mit dem wegfahren war das dann immer so ein Problem:biere:biere:sleeping:sleeping.
Da hat mich dann der Slivowitz- Blitz getroffen. :567:567
Cassiopeia
28.06.2015, 22:34
Ist auf jeden Fall ein heikles Thema.
Ich kann auch nur meine Überlegungen dazu einbringen von denen ich nicht weiß ob sie richtig sind.
Zunächst mal ..... Bei einem Blitzeinschlag bestehen zwei Probleme
1. Die Stromschlag der u.U. einige Millionen Volt hat
2. Die enorme Hitzeentwicklung
Daher würde ich auf jeden Fall zunächst versuchen Land zu erreichen um micht dort vor Gewitter zu schützen.
Sollte das nicht gelingen, mit dem Boot einen Unterschlupf in Form einer Brücke oder gar die Nähe bzw den Kontakt von einem metallischen Schiff suchen.
Sollte das alles nicht möglich sein, ist auf jeden Fall der Feuerlöscher griffbereit zu halten.
Wenn der Blitz in ein RIB (GFK Rumpf) schlägt muß nicht unbedingt einer der Passagiere getroffen werden. Da aber Schlauch und GFK Körper einen sehr hohen elektrischen Wiederstand hat, wird sehr große Hitze entstehen die u.U. zu einem Brand führt.
Auf meinem Boot habe ich einen Geräteträger aus Metall, der aber keine direkte Verbindung ins Wasser hat.
Deshalb würde ich meinen Anker nehmen an dem sich eine ca. 4 Meter lange Eisenkette befindet bevor das Seil befestigt ist. Das Kettenende mit dem seil an dem Geräteträger befestigen und den Anker ins Wasser. Die Ankerkette aber nicht über den Schlauch legen sondern nur über GFK.
Dadurch wird eine metallische Verbindung zwischen Geräteträger und Wasser hergestellt. Der Blitz wird dadurch direkt ins Wasser geleitet.
Allerdings dürfte der Geräteträger und die Ankerkette sehr heiß werden. Daher könnte das GFK, welches Kontakt zum Geräteträger und der Ankerkette hat, aufgrund der Hitze, beschädigt oder gar zerstört werden.
Deshalb nichts metallisches anfassen, sich klein machen und in die tiefste Stelle des Bootes hocken.
Elektrische Verbraucher ausschalten, wenn möglich Antennenleitungen trennen und das Kabelende ins Wasser.
Ansonsten....Viel Glück
Andreas
Ist auf jeden Fall ein heikles Thema.
Ich kann auch nur meine Überlegungen dazu einbringen von denen ich nicht weiß ob sie richtig sind.
Zunächst mal ..... Bei einem Blitzeinschlag bestehen zwei Probleme
1. Die Stromschlag der u.U. einige Millionen Volt hat
2. Die enorme Hitzeentwicklung
Daher würde ich auf jeden Fall zunächst versuchen Land zu erreichen um micht dort vor Gewitter zu schützen.
Sollte das nicht gelingen, mit dem Boot einen Unterschlupf in Form einer Brücke oder gar die Nähe bzw den Kontakt von einem metallischen Schiff suchen.
Sollte das alles nicht möglich sein, ist auf jeden Fall der Feuerlöscher griffbereit zu halten.
Wenn der Blitz in ein RIB (GFK Rumpf) schlägt muß nicht unbedingt einer der Passagiere getroffen werden. Da aber Schlauch und GFK Körper einen sehr hohen elektrischen Wiederstand hat, wird sehr große Hitze entstehen die u.U. zu einem Brand führt.
Auf meinem Boot habe ich einen Geräteträger aus Metall, der aber keine direkte Verbindung ins Wasser hat.
Deshalb würde ich meinen Anker nehmen an dem sich eine ca. 4 Meter lange Eisenkette befindet bevor das Seil befestigt ist. Das Kettenende mit dem seil an dem Geräteträger befestigen und den Anker ins Wasser. Die Ankerkette aber nicht über den Schlauch legen sondern nur über GFK.
Dadurch wird eine metallische Verbindung zwischen Geräteträger und Wasser hergestellt. Der Blitz wird dadurch direkt ins Wasser geleitet.
Allerdings dürfte der Geräteträger und die Ankerkette sehr heiß werden. Daher könnte das GFK, welches Kontakt zum Geräteträger und der Ankerkette hat, aufgrund der Hitze, beschädigt oder gar zerstört werden.
Deshalb nichts metallisches anfassen, sich klein machen und in die tiefste Stelle des Bootes hocken.
Elektrische Verbraucher ausschalten, wenn möglich Antennenleitungen trennen und das Kabelende ins Wasser.
Ansonsten....Viel Glück
Andreas
na ja, ich habe ein altes Starterkabel, das ich an den Stahlbügel klemme und das andere ende uns Wasser hänge.....
Moin,
die Ratschläge sind super, vor allem die Idee mit dem Feuerlöscher.
Ob das Gewitter die Tipps auch berücksichtigt?
:lachen
quastenfloesser
28.06.2015, 23:15
Interessante Sache....
Wetterbericht, ja, immer. Fällt unter Gefahr vermeiden.
Auf nem Fluss.... hmmmm, Hebel aufen Tisch und irgendwo wo es auch nur ansatzweise geht an Land und in Deckung.
Auf dem Meer....
Viel Glück....
Ich möchte keine 4 Meter entfernt von einem in einen Geräteträger einschlagenden Blitz sein.
Zum Glück war ich noch nie in dieser Situation.
N'abend,
Einfach nach nem Blitzradar fuer die Gegend googlen und entsprechend ausweichen. Klappt sogar mit nem Segler bei max Speed 4 Knoten. Da ist bei weitem genug Zeit. Gilt fuer heranziehende Fronten, bzw Zellen, die sich bewegen. Wenn sich was in unmittelbarer Naehe aufbaut, sieht man das eh am Wolkenbild. Was anderes ist es, wenn man am Boot uebernachtet und es scheppert plötzlich. Dann darf man sich ruhig in die Hosen acheissen, wohlwissend, dass die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags in ein GFK Boot gegen Null geht. So ein Blitz "sieht" etwa 25m weit. Bloed wenn man da grad drin ist, aber wie gesagt, eher unwahrscheinlich. Alle Varianten ein GFK Boot zu "erden", haben sich da eher als kontraproduktiv erwiesen. "Ungeerdet" sind wir quasi unsichtbar. Dafuer hauts ein paar Löcher ins Boot, wenn doch. Tuts aber mit ein paar Pupsi Starterkabel oder ner Ankerkette auch.
Ich habs so gehalten, dass ich den Kopf eingezogen und die Jack Daniels Flasche gekoepft habe. Erwies sich als gute Taktik :D
cu
martin
Meinem ehemaligen Kapitän hat ein Gewitter 1993 auf dem Strelasund das Leben gekostet.
Unterwegs war er im 470er.
rottweiler
01.07.2015, 22:04
Hallo !
Das mit den Bäumen läst man lieber !!! Aber man lernt ja eigentlich in der Fahrschule das schnellstens ein Hafen oder Ähnliches am Festland aufzusuchen ist !:schlaum
lg Frank
Hallo !
Das mit den Bäumen läst man lieber !!! Aber man lernt ja eigentlich in der Fahrschule das schnellstens ein Hafen oder Ähnliches am Festland aufzusuchen ist !:schlaum
lg Frank
Na mit den Bäumen ja und nein. :knuddel
Grundsätzlich gilt das Sprichwort immer noch:" Eichen sollst Du weichen... Reibekuchen sollst Du suchen!" :zwinkern
Wieso Reibekuchen?
Weil es dem Blitz sch..egal ist in welche Baumsorte er einschlägt... der Blitz macht das weil der Baum der höchste Punkt zur Entladung ist.
-> Nix Baum suchen sondern Reibekuchen, welchen man ja bekanntlich nur in Gebäuden findet. :zwinkern:knuddel
Nun aber ohne Spass zur "Ausnahme" von der Regel...
Wenn man nämlich mit Boot auf dem Wasser ankert und übernachtet, ist es für die Wahl des Liegeplatzes nicht ganz uninteressant.
Hier gilt die "Regel" nicht weiter vom dem am Ufer stehenden Baum weg ankern, als dieser Baum hoch ist.
(Hintergrund ist die "Hoffnung" das der Blitz bei plötzlichem Gewitter in den auf kleinen Raum betrachtet höchsten Punkt einschlägt... also in den Baum an Ufer und nicht ins Boot auf dem Flachem Wasser.) :schlaum
Hat aber zugegeben auch viel mit Hoffnung zu tun und ist nicht als "sicher" zu betrachten.
(Aber besser als weiter weg ankern als der Baum hoch ist... dann ist man 100% der höchste Punkt auf dem flachem Wasser. :str:nichtgut)
Bei der grundsätzlichen Regel "schnellstmöglich runter vom Wasser!"
sollte man aber je nach Wetter auf Seen auch noch darauf achten auf welche Uferseite man "Notanlandet" um das Gewitter abzuwarten. :schlaum
Je nach Windrichtung und Wellenstärke hat man auf der einen Uferseite nämlich einen schönen sicheren Platz und zur gleichen Zeit auf der gegenüberliegenden Uferseite säuft man in der Sturm-Brandung fast ab und bekommt dazu noch das ganze Treibgut ab. :alte
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