Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ALU-Rumpf
Hallo zusammen,
Bin heute beim googeln auf Ribs mit Aluminium Rumpf gestoßen.
Kennt sich da einer mit aus ? Vor- bzw. Nachteile.
Alu ist doch relativ weich, und dann vermutlich nur lackiert. ( Verträgt das längere Liegezeit im Salzwasser ? Kratzer, empfindlich oder stabil ?
Wer kann hierzu was sagen ?
Gruß
Norbert
Gib mal in der Suche "Alurumpf" ein, ich bekomme da schon 40 Beiträge gelistet, ohne ins Tiefere zu gehen...
Moin
Zu aluruempfen ist eigentlich schon alles gesagt nur noch nicht von jedem :D
Zu so ziemlich jedem Thema ist schon alles gesagt, und würden alles so reagieren, würde kaum noch jemand was schreiben.
Eine Alu Dose ist zwar weich, bekommst aber so schnell kein Loch rein, eher eine Beule.
Was ist in so einem Fall mit einem GFK Rumpf?
Im Bootsbau wird eine Aluminiummischung verwendet die etwas Magnesium enthällt AL Mg 4,5, dem macht Salzwasser gar nichts,
Kann aber als Wasserlieger andere Problemme bekommen, Stichwort ''Galvanische Korrosion''.
Aluboote sind in der Regel teurer als GFK Boote, und laut wenn die keine ausgeschäumte Schale haben.
Bei Schäden könne die nur wenige schweißen.
Habe deswegen ein Boot in Norwegen gesehen wo der Besitzer ein Loch von einem Unfall einfach zu genietet hat.
Die finischen Festrumpfboote wie Buster und Silver haben auch einen Alu Rumpf aber mit Inneschale und sind sehr teuer und gebraucht sehr begehrt.
Also kann Alu nicht schlecht sein.
Gruß
Waldemar
Ich weiß, dass Aluboote keinen leichten Stand hier im Forum haben, ich sehe jedoch auch die Vorteile, ich bin einmal mit einem Highfield mitgefahren, die Fahrleistungen waren wirklich Klasse für die Motorisierung. Von Lautstärke habe ich nichts gemerkt, ich denke das mit der Lautstärke trifft eher für Boote zu, bei denen man im Rumpf fährt, nichts für RiBs. Das mit der galvanischen Korrosion kann ein Problem sein, allerdings passt ein Alumotor (das sind fast alle) prima zum Alurumpf. Eine Edelstahlschraube an einem Alumotor ist da schon eher kritisch, da muss man schon aufpassen.
Aluboote sind in der Regel teurer als GFK Boote, und laut wenn die keine ausgeschäumte Schale haben.
Bei Schäden könne die nur wenige schweißen.
Habe deswegen ein Boot in Norwegen gesehen wo der Besitzer ein Loch von einem Unfall einfach zu genietet hat.
Die finischen Festrumpfboote wie Buster und Silver haben auch einen Alu Rumpf aber mit Inneschale und sind sehr teuer und gebraucht sehr begehrt.
Also kann Alu nicht schlecht sein.
Ich weiß, dass Aluboote keinen leichten Stand hier im Forum haben, ich sehe jedoch auch die Vorteile, ich bin einmal mit einem Highfield mitgefahren, die Fahrleistungen waren wirklich Klasse für die Motorisierung.
Wie schon in Waldemars Post zu erahnen, liegt das einfach daran das Alu-Boote für ständiges anlegen an unbefestigten (Stein) Ufern bzw. als Arbeitsboote viel besser geeignet sind als Boote aus GFK. Bei einen Schaden am GFK ist ein Leck (mit Riss im Material) viel schlechter vor Ort abdichtbar als bei Alu (Bei Alu kann man einfach den berühmten Holzstopfen in´s Loch/Leck einschlagen und dicht ist.:chapeau)
Auch das schweißen (oder nieten) von Alu geht bei einem Schaden viel schneller oder einfacher als einen Schaden am GFK zu reparieren (erst mal frisches Harz bestellen und dann über Tage schleifen/auftragen/trocknen/schleifen/streichen usw.)
Es hat wohl mehr etwas mit dem jeweiligen Revier/Einsatzort und Nutzungszweck eines Bootes zu tun, das Alu-Rümpfe hier in D oder Mittelmeer (meinst Anlegestellen oder Sandstrand vorhanden.) nicht so verbreitet sind. :nixweiss GFK sieht natürlich auch meistens optisch schicker aus.:naughty:knuddel:biere
Kann aber als Wasserlieger andere Problemme bekommen, Stichwort ''Galvanische Korrosion''.
Das mit der galvanischen Korrosion kann ein Problem sein, allerdings passt ein Alumotor (das sind fast alle) prima zum Alurumpf. Eine Edelstahlschraube an einem Alumotor ist da schon eher kritisch, da muss man schon aufpassen.
Das Problem bei dauerhaften Wasserliegern mit Metallrumpf und der Galvanische Korrosion besteht aber weniger zwischen Boot und Motor oder Schraube (dafür gibt es ja die Opferanoden:knuddel), sondern zwischen Boot/Motor und in der Umgebung des Wasserliegeplatzes liegenden anderen Boote/Schiffe oder mit Steg- oder Uferbefestigungsanlagen aus Metall (z.b. Spundwände) oder Mooring Ketten, die dann mit dem eigenen Bootsrumpf im ungünstigsten Fall eine Galvanische Reaktion beginnen. :wow::str
Dieses Problem ist dann aber auch mit einer dauerhaft elektrisch betriebenen Anode am eigenen Boot lösbar. :chapeau:biere
Ich weiß, dass Aluboote keinen leichten Stand hier im Forum haben, ich sehe jedoch auch die Vorteile, ich bin einmal mit einem Highfield mitgefahren, die Fahrleistungen waren wirklich Klasse für die Motorisierung. Von Lautstärke habe ich nichts gemerkt, ich denke das mit der Lautstärke trifft eher für Boote zu, bei denen man im Rumpf fährt, nichts für RiBs. Das mit der galvanischen Korrosion kann ein Problem sein, allerdings passt ein Alumotor (das sind fast alle) prima zum Alurumpf. Eine Edelstahlschraube an einem Alumotor ist da schon eher kritisch, da muss man schon aufpassen.
Moin
Der Werkstoff hat nix mit den Fahreigenschaften zu tun.
Lärmen tun sie in my experience wenn sie nicht ausgeschäumt sind. Und sie sind teurer und weniger steif. Das sind die Nachteile
Vorteile sind wie Shelm gesagt hat wenn man häufiger mit Grundkontakt rechnen kann. GRP ist da einfach scheisse, zerfällt, bricht und es rupft die Fasern raus. Alu biegt sich und kann geschweisst werden.
Das ist eigentlich das einzige was Alurümpfe besser können als GRP rümpfe.
Dementsprechend ist es eigentlich egal.
Es liegt aber auch einfach daran, dass die Alu-Ribs in unseren Breitengraden nicht so verbreitet sind, wie GFK-Ribs, deshalb auch die Auswahl um ein vielfaches höher ist, insbesondere bei gebrauchten.
Ergo werden solche Ribs eher eine Seltenheit darstellen, das hat nichts mit schwerem Stand oder so zu tun.
GFK-Modelle aus Italien findest du zB wie Sand am Meer, dazu kommen noch laufend China-Modelle und mehr...
Alu-Modelle? Fehlanzeige.
Moin
Der Werkstoff hat nix mit den Fahreigenschaften zu tun.
Hat auch niemand geschrieben. :schlaum:schlaum Fahrleistungen sind aber schon super, bei gleiche Bootsgröße mit gleicher Motorisierung macht das leichte Material schon was aus.
Ich möchte auch mal wissen was Ihr so bei einem RiB aus Alu für Geräusche hört, bei den Windgeräuschen, Motorgeschräuschen habe ich vom Rumpf her nichts gehört, der ist ja auch geschlossen.
Beim Angelboot ist das natürlich ganz anders, da sitz man ja in einer offenen Dose. Die Highfield sind übrigens nicht geschäumt.
Ich war von dem Highfield begeistert und würde mir eins kaufen. http://www.highfieldboats.com/videos/#/lightbox&slide=1
Natürlich ist das ein Werbevideo aber es gibt doch einen gewissen Einblick.
dachte eher an kalte Füße...
Das mit dem Laut war nicht während der Fahrt gemeint.
Da ist genug anderer Lärm das es keine Rolle spielt.
Wenn man ein größeres Boot hat auf dem man nicht nur herumfahren tut, kann die Lautschtärke wichtig sein.
Mir ist die Lautstärke von einwandigem Alu Rumpf beim Angeln aufgefallen, wenn die Wellen dagegen plätschern.
Kalte Füse in kalten Regionen oder sehr heißes anfühlen bei Sonne kann auch ein Thema sein.
Gruß
Waldemar.
Ich hatte ja mal ein RibEye mit Alu Rumpf...der eine oder andere wird sich noch erinnern ;)
Das GFK viel steifer ist als Alu habe ich direkt bei der ersten Ausfahrt mit dem neuen GFK Boot gemerkt: Das GFK leitet jede noch so kleine Erschütterung ungedämpft in des Fahrers Füße weiter. Beim Alu Rumpf ist viel davon irgendwo verpufft!
Generell muss man zu Alu Booten aber sagen: Sie sind in aller Regel immer eher "simpel" gebaut. Also alles rechtwinklig, gerade, keine Kurven oder Bögen....weil man in Alu eben keine so schönen und komplizierten Formen fertigen kann.
Bei meinem Ribeye damals hat der Zweizylinder am Heck allerdings den Rumpf zu Schwingungen angeregt, welche fast mehr Dröhngeräusche fabrizierten als der Motor selbst.
Insofern ist das Thema Geräusch durchaus ein eventuelles Thema!
Das Plätschern beim Stilliegen ist aber durchaus vernachlässigbar :)
Jeder Körper hat eine Resonanzfrequenz, bei der die Schwingungen verstärkt werden, wenn irgendwas den Körper in dieser Frequenz anregt.
Das ist kein spezielles Problem vom Alu Rumpf, kann bei jedem anderem Werkstoff auch sein, wenn es doof zusammen trifft.
Gruß
Waldemar
... Bei meinem Ribeye damals hat der Zweizylinder am Heck allerdings den Rumpf zu Schwingungen angeregt, welche fast mehr Dröhngeräusche fabrizierten als der Motor selbst.
Insofern ist das Thema Geräusch durchaus ein eventuelles Thema!
Das Plätschern beim Stilliegen ist aber durchaus vernachlässigbar ...
Wir haben in Norwegen meist Angelkähne aus Alu. Gut, da überwiegt das Praktische, robust, leicht zu reinigen, Kratzer vernachlässigbar. Generell ist das Material ja nach Aussentemperatur kalt. Oder im Sommer eben heiss.
Fahrkomfort ist beim Angelkahn eher zweitrangig, aber der Wellenschlag beim Liegen ist doch deutlich wahrnehmbarer als bei GFK. Das Motordröhnen bei Fahrt übrigens auch.
Die Rümpfe waren doppelwandig, ob diese auch geschäumt sind weiß ich leider nicht.
Monoposti
25.10.2017, 13:05
Warum schäumt man ? Vermutlich wegen dem Schall und der Resonanzschwingungen............
Hatte dieses Boot gemeint. Finde das sieht recht gut aus...
Talamex Schlauchboot Silverline RIB 520
Hallo,
ich denke ich verfüge über sehr viel Erfahrungen was DSB Aluboote angeht.
1. Aluboote haben eine bessere Performance.
Ja das haben sie aufgrund des viel geringeren Gewichtes in Bezug auf die Fahrzeuggröße.
2. Aluboote sind lauter.
Ja das sind sie, auffällig jedoch nicht störend.
3. Aluboote sind nicht so chic.
Über Geschmack lässt sich nicht streiten, das Bootsmaterial ist nicht so variabel wie GFK, hier läßt sich mehr Formgebung umsetzen.
4. Aluboote sind robuster.
Ja, viel robuster. Fallende Taucherflaschen aus 1,5m lassen nicht mal mehr den Aufprallpunkt finden.
5. Aluboote sind kälter/wärmer.
Nöö, das Wasser ist im Winter wärmer als die Luft => Alu wärmer
Wasser im Sommer kälter als Luft => Alu kälter da Metall ein guter Wärmeleiter.
Insg. unauffällig was die Temperatur angeht.
6. Alu leichter/schwerer zu reparieren.
Löcher/Risse lassen sich leicht wieder schweißen/nieten was immer.
Aber der Werkstoff hat auch seine Tücken.
6.1 Beulen sind kaltverformt d.h. Alu wird nach Verformung hart, anschließend bricht es bei erneuter Verformung an gleicher Stelle.
6.2 Nach dem Schweißen gibt es neue Sollbruchstellen am Rand der Schweißnaht.
6.3 Alu wird nach starker Nutzung müde, d.h. es entstehen mikrofeine Risse im Material. (normales GFK hat hier schon lange bei gleicher Nutzung aufgegeben)
7. Aluboote als Wasserlieger.
7.1 Opferanoden müssen verwendet und getauscht werden. (ca. 2Jahre)
7.2 Antifouling viel aufwändiger auf zu bringen, wenn richtig gemacht aber langlebig. ( Beachen hat sich dann erledigt)
8. Aluboote sind weniger steif.
kA. Die im GFK Bau nicht übliche Spantenbauweise verfestigt die Rümpfe ungemein.
9. Ja Aluboote sind teurer bzw. GFK Boote aus dem Com. Bereich sind auch sehr teuer und in dieser Liga spielen die Aluboote meist.
Oliver74
02.11.2017, 16:44
Hi
8. Aluboote sind weniger steif.
kA. Die im GFK Bau nicht übliche Spantenbauweise verfestigt die Rümpfe ungemein.
Wenn -wie im professionellen Bereich- Spanten eingezogen werden, dann ist Alu sicherlich steif!
Aber wehe wenn nicht, dann bekommt man Schäden hin, die so mit GFK nicht passiert wären:
https://www.boote-forum.de/showthread.php?p=3954622&#post3954622
https://www.boote-forum.de/showthread.php?p=747207&#post747207
Hallo Seemann,
Pkt. 3 ) Ausschusskriterium, Hauptproblem wenn nicht ledig.
Stormanimal
02.11.2017, 21:59
Hallo Seemann,
Pkt. 3 ) Ausschusskriterium, Hauptproblem wenn nicht ledig.
Dann hast Du die falsche Partnerin :nixweiss:biere
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