Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : elektisches schalten und beschleunigen
N'abend,
Hier kommt nun das obligatorische dodl late night posting nach 3 Bierchen :)
Heute gabs ja die Diskussion zu den Radien der teleflex und die damit verbundenen Probleme.
Nun denk ich mir (rein hypothetisch, weil mir fuer die Praxis die zeit fehlt), warum nicht elektrisch ueber Servos schalten und Gas geben?
RC Servos gibts in allen Groessen und mit beachtlicher Stellkraft. Die packen locker einen AB zu schalten. 1 Servo uebernimmt die Schaltung, einer das gas. Auf Wunsch kann man das auch redundant mit je 2 Servos machen. Die sind ja billig. Gesteuert wird das ganze dann per Kabel ueber einen Servotester. Gas ueber ein Poti, da gibts Bausaetze fuer 5€. Das Poti kann man ja durch einen Alps Fader oder einen entsprechenden Joystick ersetzen. Ueber das Poti kann ich die entsprechende Laenge des Rechtecksignals regeln und den Servo in eine definierte Position bringen. Analog, ganz ohne RS232 und Windows :) Also soweit betriebssicher. :D
Zum schalten kann man einen zweiten Servotester dahingehend umbauen, dass man das Poti gegen einen 3 fach Schalter mit entsprechenden Widerstaenden ersetzt der wiederum dann die gaenge reinhaut.
Die Versorgungsspannung fuer die Servos separat, damit der tester nicht abbrennt. Der liefert dann nur das Triggersignal. So koennte man mit einem simplen AES/EBU Kabel, dass sich praktisch um eine 90° Ecke legen laesst und nur runde 8mm Durchmesser hat, die komplette Motorsteuerung uebernehmen. das ganze per Kabel. 40Mhz Funk sind fuer den motor vielleicht doch zu riskant, sonst ginge es auch kabellos. Also per Knopfdruck schalten (daher die Frage nach den 0,22sec :) ) und per Fader oder Joystick beschleunigen. Keine Bowdenzuege mehr die man im Boot mit mindestens 20cm Radien verlegen muss. Nur mehr ein 3-6 adriges Kabel mit winzigem Querschnitt. Schaltservos ziehen de facto kaum Strom weil keine Rueckhaltekraft gefordert ist, lediglich der Gasservo muss gegen den Hebel arbeiten. Will sich der verstellen weiss der Servo seine Position und versucht die selbststaendig zu halten. Das ganze erhaeltlich bis zu 20kg und mehr Halte- und Stellkraft. Theoretisch koennte man damit auch lenken, aber soweit will ich hier garnicht gehen :)
Bleibt die Frage: Kriegt man das in der Praxis zugelassen, oder muss das mechanisch gehandelt werden?? :nixweiss
cu
martin
Ehemaliger
25.01.2005, 23:48
Hallo Martin,
interessante Alternative die du da aufzeigst. Ich weiß ja nicht wie es bei euch in Ösiland ist aber bei uns ist es glaube ich so das man das händeln kann wie man will. Ich wüste jedenfalls nicht das es abgenommen werden muß.
Bei uns gibt es ja nicht diese Bootsabnahme wie bei euch bei der Zulassung.
Ich habe noch ein paar Servos rumliegen. Wenn ich mal viel Zeit und Lust habe könnte ich mich da mal näher mit befassen :D
GerdHolm
25.01.2005, 23:49
Moin!
Diese Steuerung gibt es für Inborder schon länger. Selbst den Joystick habe ich schon gefahren bei einer Targa mit 2 x 200 PS Inborder. Aber der Aufwand lonht sich beim Outborder bestimmt erst in den oberen PS- Regionen.
Gerd
Hi Gerd,
Naja, der Aufwand ist eigentlich, wenn man gern mal was bastelt vertretbar.
Lohnen tut es sich wegen dem immensen Platzgewinn. Diese verdammten Bowdenzuege stoeren bei kleinen Booten empfindlich.
Natuerlich ist die Idee nicht von mir, ich hab das von Volvo abgeschaut :D
Auf nem Schlauchi mit AB waers allerdings ein Novum. Darum gehts aber auch garnicht. Spinnt man das weiter bis zur RC Schaltung, dann bringts einfach viel Platzersparnis. Mich storen diese bloeden Seile immer wieder.Selbst das Kabel waere eine grosse Erleichterung. gerade bei der Schaltung und beim gas seh ich auch keine Sicherheitsprobleme, im Notfall zieh ich den notstopp.
Interessant waere noch lenkung, aber da wirds natuerlich heiss, wenn die Ansteuerung oder der Servo versagen :str :lachen
cu
martin
GerdHolm
26.01.2005, 00:15
Stimmt!
Bei der Targa war es Volvo der so bedient wurde. :zwinkern Aber hast schon recht. Es würde einiges erleichtern. Joystick könnte ich mir aber auf einem Schlauci als zu nervös vorstellen. Aber könnte man ja vieleicht auch träger einstellen in der Reaktion. Wäre eben ein Programmierproblem. Aber die Vorstellung: mit Läpi zum Einstellen auf mein 420- er? :wow:
Komme mir immer noch komisch vor, wenn ich mit dem Läpi zu meinen Autos gehe um nachzuschauen... :stupid
Guts Nächtle! :sleeping
Gerd :nuts
Morgen,
Nix Läppi Gerd :)
Das muss analog passieren, ich moecht nicht einen 50PS AB mit Windows steuern :futschlac
Der Joystick wuerde ja bloss das Poti am Steuergeraet (analoger PWM Modulator) ersetzen. Joysticks gibts spritzwasserfest und fixierbar in allen Variationen. Schalten koennte man ueber eine Wippe oder wie auch immer. Das Steuergeraet Poti kann man ja mit passenden Widerstaenden in beliebigem Gewand ersetzen.
Ich faende einen Alps Motorfader sowieso viel schicker :lachen
cu
martin
Hallo Martin,
das Gas geben mit einem Servo mag ja vielleicht noch gehen,aber ich denk mir mal das mit dem Schalten funktioniert nicht.Da ist das Servo zu schwach,selbst die "big" von multiplex mit 20 kg Schubkraft.
Ich kanns mir jedenfalls nicht vorstellen.
Aber interessant ist diese Theorie schon :zwinkern
Hi Walter,
Wusst ich doch du meldest dich hier :D
Was das schalten angeht sollten doch 20kg reichen? Da sollte sogar weniger reichen, das leg ich im Motor mit einem Finger um. Haltekraft ist ja keine notwendig, der Gang bleibt eh drin. Ansonsten haelt ihn der Servo solange er Strom hat.
Wenn ich denke wie die Jumbos fuer die grossen modelle anbeissen, da denkt man ja der bricht einem den Finger.
Ich seh nur ein Riesenproblem. Wie lade ich am Boot einen 6V Akku :lachen
cu
martin
Ich weiß ja nicht wie schwer deine Schaltung geht :futschlac aber bei meinem Mercury braucht es verdammt viel Kraft den Schaltpunkt zu überwinden.
Allerdings ist da auch eine, ich denk mal, "Sicherheitsnoppe", die man eventuell ja wegfeilen oder zumindest entschärfen könnte auf der Schaltkulisse.
Das nächste Problem das ich bei meinem Motor hätte war das synchrone ansteuern beider Servos, da ich ja ein kombiniertes Gas-Schaltgestänge habe.
Also müßte zuerst das Gasservo kommen,dann stehenbleiben,dann schaltservo, und dann wieder Gasservo.
Allerdings mit meiner MC 20 wäre das auch kein großes Problem zu programmieren.
Ich stell mir gerade vor wie ich am Ufer sitze, mit der Funke in der Hand und mein Boot draußen am See ferngesteuert rum sausen lasse :lachen
Die Idee gefällt mir immer mehr, werd heut gleich mal im keller schauen ob ich noch ein paar Servos übrighabe :naughty :naughty
Übrigens das laden von 6 Volt ist kein Problem, du hast doch sicherlich irgendein Schnell-Ladegerät das du mit 12 Volt betreiben kannst,oder?
Morgen zusammen,
warum eigentlich nicht, aber:
Wir bewegen uns im / auf dem Wasser. Für die "Süsswasserfahrer" läßt sich Korrosionsproblematik sicher händeln. Aber die Salzwasserfahrer, ich hätte bedenken das diese Lösung dauerhaft mit "Servo's", wie dies klassischerweise Angeboten werden realisieren läßt. Weiterhin würde ich Problem sehen wenn es zu einen Schaden kommt. Die Haftpflicht mag ja noch zahlen, vielleicht, aber die Kasko wird hier wohl freundlich abwinken, mit dem Hinweis auf dies "Bastellei". :nixweiss Auch wenn man sich die "Wire" Systeme ansieht wird hier ein sehr großer Aufwand getrieben. Die Gasposition wird mittels Frequenzmessung übertragen, d.H. das Poti im "Gaspedal" verändert durch die Veränderung die Frequenz eines Schwingkreises. Die anstehen Frequenz wird zur Steuerung des Gas- Servos herangezogen. Reine Potilösungen wären meines Erachtens aufgrund der "Umgebung" meist Steuerungstechnich instabil in ihrem Zustand. "Hardware" mäßig sollte ein versierter "Bastler" sicher eine Lösung hinbekommen. Ich habe aber wie auch ober geschrieben bedenken auf Dauer mit Korrosion und der Betriebssicherheit. :sportschi
Gruß
Wolfgang
Hey, das waer doch cool,
Dann kann man mit der Fernsteuerung auch gleich sein Boot von der Boje ans Ufer holen :futschlac
cu
martin
Morgen zusammen,
warum eigentlich nicht, aber:
Wir bewegen uns im / auf dem Wasser. Für die "Süsswasserfahrer" läßt sich Korrosionsproblematik sicher händeln. Aber die Salzwasserfahrer, ich hätte bedenken das diese Lösung dauerhaft mit "Servo's", wie dies klassischerweise Angeboten werden realisieren läßt. Weiterhin würde ich Problem sehen wenn es zu einen Schaden kommt. Die Haftpflicht mag ja noch zahlen, vielleicht, aber die Kasko wird hier wohl freundlich abwinken, mit dem Hinweis auf dies "Bastellei". :nixweiss Auch wenn man sich die "Wire" Systeme ansieht wird hier ein sehr großer Aufwand getrieben. Die Gasposition wird mittels Frequenzmessung übertragen, d.H. das Poti im "Gaspedal" verändert durch die Veränderung die Frequenz eines Schwingkreises. Die anstehen Frequenz wird zur Steuerung des Gas- Servos herangezogen. Reine Potilösungen wären meines Erachtens aufgrund der "Umgebung" meist Steuerungstechnich instabil in ihrem Zustand. "Hardware" mäßig sollte ein versierter "Bastler" sicher eine Lösung hinbekommen. Ich habe aber wie auch ober geschrieben bedenken auf Dauer mit Korrosion und der Betriebssicherheit. :sportschi
Gruß
Wolfgang
man wird doch noch träumen dürfen :17
@ Wolfgang,
Die Potiloesung funktioniert eh wie gehabt ueber die Veraenderung der Länge des Rechtecksignals eines Schwingkreises und der Servo liefert ueber sein eingebautes Poti die aktuelle Position. Du aenderst uebers Poti also die Laenge des Signals im bereich 0,75-2ms.
Ich will nur keine RS232 Loesung, die dann abstuerzt oder so, wenn ich mit Vollgas Richtung Ufer fahre...
Is sowieso nur eine Spinnerei, die mir gestern wegen dem Teleflex Radien Thema so einfiel :)
cu
martin
Is sowieso nur eine Spinnerei, die mir gestern wegen dem Teleflex Radien Thema so einfiel :)
cu
martin
Ja du Chaot, aber je länger ich darüber nachdenke.................. :zwinkern
Jetzt stell dir mal vor, mir fällt gerade ein das ich noch 3 Stellmotoren mit Joysticksteuerung von einem Elektro-Rollstuhl im Regal liegen habe!
Das erscheint das mit der Lenkung ansteuern in einem völlig anderem Licht,die Stellmotoren haben eine unglaubliche Kraft,sind äuserst präzise klein und handlich!
Geh ja, bau sowas.
Du kennst dich da mit den ganzen programmierbaren Ansteuerungen in der Modellbauszene auch besser aus, da muesste man eine elegante Loesung finden :)
Kabellos waer ja ueberhaupt ein Hit :ka5
cu
martin
@ Wolfgang,
Die Potiloesung funktioniert eh wie gehabt ueber die Veraenderung der Länge des Rechtecksignals eines Schwingkreises und der Servo liefert ueber sein eingebautes Poti die aktuelle Position. Du aenderst uebers Poti also die Laenge des Signals im bereich 0,75-2ms.
Ich will nur keine RS232 Loesung, die dann abstuerzt oder so, wenn ich mit Vollgas Richtung Ufer fahre...
Is sowieso nur eine Spinnerei, die mir gestern wegen dem Teleflex Radien Thema so einfiel :)
cu
martin
Warum Spinnerei, ich habe nicht abgeraten sondern wollte nur ein paar Probleme aufzeigen. Die Idee ist gut, wenn; wie du sagst; mit Vollgas der Abstand zum Ufer veringert werden kann und ich keine Angst haben muß die Fuhre zu stoppen. :Kapitaen
Eine "Rechnergesteuerte" lösung würde ich bei einem Standardboot auch nur mit größter Vorsicht vorsehen. Hier sind aufgrund der "einfachen" Elektrik sicher viele "Fehlfunktionen" zu erwarten. Auch wird für die Steuerung genau definiert Spannungen benötigt deren Bereitstellung auf einem offenen Sportboot wohl den Rahmen sprengt. :stupid. Wenn dann würde ich hier auch keine RS232 vorsehen sondern eine serielle Schnittstelle mit 20mA Stromschleife. Diese Schnittstelle ist wesentlich Störunempflindliche und mit der definierten Spannung nicht so kritisch. :knuddel
Gruß
Wolfgang
Moin Moin
Die elektriche Schaltung gabs vor 30-40 Jahre schon mal von Johnson.
Das müsste der Vorläufer von Einhebelschaltung gewesen sein.
Allerdings weiss ich nicht ob der Stellmotor im Schaltkasten oder im AB war.
Hat sich wohl auch nicht durchgesetzt.
Bei der Lenkung kann man ja auch (wegen Biegeradius) eine Hydraulik-Lenkung einbauen (so ab 400€).
Bei der Schaltung müsste es auch was geben
(ich kann mir nicht vorstellen dass bei einer großen Yacht zig Meter Züge verlegt sind)
Ps: Ein super Forum
:cool1
Hallo, hier gibt's demnächst ja noch ein Patentamt :D
Also, ich finde die Spinnerei gar nicht so übel - regt doch die müden Zellen an und ausserdem: Wie entstand wohl das typische Schlauchboot? Da gab es zwei Brüder, die nahmen einen Traktorreifen, legten eine Folie rein und fingen an zu spinnen, daran irgendwie einen Motor befestigen zu können.
Also technisch und elektrisch ist eine solche Stellmotor-Steuerung sicher machbar, Korrosion ist mit Sicherheit ebenso überwindbar - unsere AB sind ja schließlich auch daraufhin "optimiert" worden. Ebenso bei den Spannungen sprich EMV (elektromagnetsische Verträglichkeit) sehe ich daher keine Probleme. Und an Ideen scheint es nicht zu mangeln - der Haken ist wohl Sicherheit und der "Worse-Case" - also was passiert wenn beim Versagen.
In der Praxis werden übrigens in sicherheitskritischen Systemen immer redundante Systeme eingesetzt: Servolenkung, Bremskraftverstärker uws. sind ähnliche Beispiele. Als z.B. PC-Steuerungen (SPS) in kritischen Systemen eingesetzt werden sollten, musste erst eine elektronische Redundanz hierfür entwickelt werden. Und ich bin mir sicher, "ferngesteuerte" Yachten müssen dieses Kriterium ebenfalls erfüllen.
Wer also die Mechanik erfolgreich zum Laufen bringt, wird spätestens dann mit unserer Bürokratie heftigst bombardiert. Also "Selbstbasteln" wird unter dem Aspekt der Haftung (Versicherung!) fast unmöglich - der Nachweis der zu berücksichtigenenden Sicherheitsaspekte und Normen (Certifizierung, Konformitätserklärung, VDE, EMV ... und was es sonst noch alles bei uns zu beachten gibt) wird enorm sein.
Aber allein das hier gezeigte Ideenreichtum drängt förmlich auch mal zur Tat zu schreiten. Wir müssen uns nur einigen, wer aus dem Forum das Patent anmeldet :D
Lenkung würde ich keinesfalls elektromechanisch machen - hydraulisch gibt es da ausreichend Erfahrung. Joystick halte ich für Schlauchboot unpraktisch. Aber es dürfte wohl kein Hindernis sein, die gewohnte Einhebelschaltung umzurüsten.
Also, wo bleiben die Entwurfskizzen?
Gruß Helge :biere
also ich find die idee super.
korrosion sollte bei den servos kein problem sein, man kann sie doch absolut wasserdicht verpachen, oder?
das mit der lenkung find ich fast noch interessanter. hab ja einen 4,5 ps tomos. der läßt sich um 360° drehen, also kann man quasi von vollgas vorwärts auf vollgas retour drehen. müßten doch geile manöver drinnen sein........
ok, ich hör auf zu phantasieren.
martin, bin schon gespannt was dabei rauskommt. (und jetzt gibts einen grund mehr fürs donaupatent. sowas muß ja ständig getestet werden bevor man sich damit aufs meer wagt*g*)
lg martin
Stefan Th.
26.01.2005, 19:14
Ich find`s ja toll, das so viele auch schon früher sich mit dem Thema Modellbau beschäftigt haben- is ja auch toll. :cool1
Aber wenn ich mal teste welche Kraft es erfordert so ein Getriebe von Hand zu schalten ohne den Hebelarm an der Schaltung sehe ich selbst mit dem sehr starken Servo immer noch ein Problem, aber die Steuerung vom elektrischen Rollstuhl müsste für die Lenkung doch vielleicht stark genug sein. Beim Gas muß ja zusätzlich noch die Zündung verstellt werden. Auch dies ist nicht ohne Kraft zu machen. Gibt es die Servos den nicht in industrieller Qualität mit entsprechender Geschwindikeit? Im Heizungsbrenner oder Lüftungssteuerung gibt es ja auch sehr starke Stellmotoren, man braucht ja nur mal drüber sprechen, vielleicht kommt ja jemanden noch die zündende Idee. Sobald mir was einfällt melde ich mich. :nixweiss :schreiben :confused: Stefan
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