Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Elektromotoren und deren Zulassung
seepferd
05.02.2005, 00:15
Hi Schlauchi´s,
ich habe damals auf der messe in friedrichshafen zusätzlich einen elektromotor gekauft, weil ich der meinung war, in bayern gibt es sowieso nur seen, wo man ohne benziner fahren darf und wenn, sowieso nur mit einer lizenz, wo man sein halbes leben lang drauf warten muss. ich habe einen rhino R-VX 54 mit unwahrscheinlich viel schubkraft und mir wurde gesagt, auf der nächsten messe, dass ich völlig übermotorisiert sei, bei einem dreimeterboot. der motor hat eine leistungsabhängige stromaufnahme/steuerung und ich habe eine 80 ah gelbatterie dazu. nun habe ich dann erfahren müssen, dass man das boot extra zulassen muss und bei den behörden, je nach see einen tüv durchlaufen muss und dazu noch eine lizenz kaufen muss, die jeweils nur für einen see gilt.für jeden anderen see, bei dem ein anderes landratsamt zuständig ist, muss man dasselbe dann noch mal beantragen. fährt jemand im bayerischen raum irgendwo auf einem see und kann mir das prozedere erklären, bevor man damit überhaupt fahren darf? der tüv für´s boot soll sieben jahre gültig sein, aber wie gesagt nur für den jeweils ausgewählten see.
salve sven :nixweiss
Matt_CDN
05.02.2005, 02:23
Hi Schlauchi´s,
ich habe damals auf der messe in friedrichshafen zusätzlich einen elektromotor gekauft, weil ich der meinung war, in bayern gibt es sowieso nur seen, wo man ohne benziner fahren darf und wenn, sowieso nur mit einer lizenz, wo man sein halbes leben lang drauf warten muss. ich habe einen rhino R-VX 54 mit unwahrscheinlich viel schubkraft und mir wurde gesagt, auf der nächsten messe, dass ich völlig übermotorisiert sei, bei einem dreimeterboot. der motor hat eine leistungsabhängige stromaufnahme/steuerung und ich habe eine 80 ah gelbatterie dazu. nun habe ich dann erfahren müssen, dass man das boot extra zulassen muss und bei den behörden, je nach see einen tüv durchlaufen muss und dazu noch eine lizenz kaufen muss, die jeweils nur für einen see gilt.für jeden anderen see, bei dem ein anderes landratsamt zuständig ist, muss man dasselbe dann noch mal beantragen. fährt jemand im bayerischen raum irgendwo auf einem see und kann mir das prozedere erklären, bevor man damit überhaupt fahren darf? der tüv für´s boot soll sieben jahre gültig sein, aber wie gesagt nur für den jeweils ausgewählten see.
salve sven :nixweiss
Hoert sich schlimm an .. kann da auch nicht helfen aber dein motor hat eine leistung von 80x12=960W also etwas ueber ein PS ....
Als uebermotorisiert wuerde ich das noch nciht bezeichnen ...
Matt
Hoert sich schlimm an .. kann da auch nicht helfen aber dein motor hat eine leistung von 80x12=960W also etwas ueber ein PS ....
Als uebermotorisiert wuerde ich das noch nciht bezeichnen ...
Matt
Hallo Matt
960 Watt kann nicht sein !
Du gehst bei deiner Rechnung (Ohmisches Gesetz) davon aus dass der Motor
80 Amper Strom aufnimmt ! So würde er nur eine Stunde laufen! und die Kabel müssten Daumendick sein! Die Leistung des Motor wir wohl irrgetwo drauf stehen.
Hallo Sven beim WSA(Mainz) brauch man Boote unter 2PS garnicht zuzulassen.
Un jetzt noch für alle Luftbootfahrer :
Ein dreifach donnerndes Helau aus Mainz
Ich möchte Harry noch ergänzen: 80Ah Batterie liefert bei 80A keine volle Leistung mehr, dürfte noch maximal bei 30% liegen (irgendwo habe ich eine Kennlinientabelle liegen... :cognemur ), also vielleicht 20min. Das so nebenbei. Daher haben diese Motoren meist 24 oder 48V Betriebsspannung.
Gruß Helge
seepferd
05.02.2005, 16:55
Hallo matt und helge,
zur leistung kann ich folgendes sagen, habe ich vergessen anzubringen, die schubkraft=leistung wird bei elektromotoren in kp unten an der schraube gemessen. es ist ja auch noch ein getriebe dazwischen. bei meinem motor ist die mit 26,3 Kp angegeben. es gibt nur einen, der größer ist, als normaler außenborder. der hat so um die dreissig. der durchschnitt hat zwischen 14 und 20 kp.das neue an dem motor ist, das mit regler/pinne elektronisch eben nur soviel leistung vom motor=strom gezogen wird, wie man aufdreht, während bei anderen motoren immer die gleiche leistung abverlangt wird und nur über drehwiderstand die leistung an der schraube gesteuert wird. aber wie ich sehe, geht die bayerische schlösser-und seenverwaltung mal wieder extrawege, um einem die kohle aus der tasche zu ziehen. also wer noch etwas weis, bitte mitteilen.
danke sven
Hallo Sven,
darf ich Dich "elektrotechnisch" etwas korrigieren? :schlaum
Egal, ich warte die Antwort mal nicht ab! :biere
Also, die Regelung mit dem "Widerstand an der Schraube" (habe ich das recht verstanden?) kann ich so hingestellt nicht recht glauben, wissen doch Hersteller usw. schon seit Jahrzehnten, wie man einen Gleichstrommotor bzw. Universalmotor mittels Feldstärkeregelung usw. in der Leistung steuern kann. Im einfachsten Fall könnte man ja einen regelbaren Widerstand vor den Motor bzw. in Reihe schalten, doch dabei wird im Maximum 50% in Wärme umgewandelt - das ergibt eine schlechteste Aussnutzung der Batteriekapazität, abgesehen von der enormen Wärmeentwicklung, die ersteinmal gehandhabt werden muss.
Wenn ein Gleichstrommotor abgebremst wird zieht er automatisch mehr Strom und "seine Leistung steigt". Wenn also die Schraube verstellt wird und damit weniger Schub erzeugt, wird automatisch weniger Strom vom Motor aufgenommen und gleichzeitg steigt seine Drehzahl. Dies gilt für die verschiedensten Motortypen, natürlich in verschiedenen Auswirkungen (Reihenschluss-, Nebenschluss-, oder Permanenterregte Motoren ...)
Aber: Eine große Verlustleistung bleibt bei dieser Art von "mechanischer" Regelung.
Die nächste energieschonenste Methode wäre dann die elektronische Regelung. Die einfachste Art ist die einer Pulsweitenmodulation, also sozusagen schnelles Ein-Aus-Schalten der Stromes. Damit kann die Leistung des Motors "ohne" ohmsche Verluste gedrosselt werden. Nachteil: ein schneller Schaltvorgang bedeutet hohe Frequenzanteile ("Fourier") und jede Spule ist bekanntlich frequenzabhängig, weshalb im Motor z.B. die sogen.Kupferverluste ansteigen und gleichzeitig die Motorkenndaten nicht in allen Bereichen günstig genutzt werden können.
Die sogenannten BL-DC-Motoren (bürstenlosen Gleichstrommotoren) verwenden die z.Zt. effektiveste Ausnutzung, bedienen sich aber eigentlich sogenannter Asynchronmotoren-Technik mit Frequenzumformer.
siehe dazu Elektroaußenborder II (http://schlauchboot-forum.com/forum/forumdisplay.php?f=47)
Auch hier haben wir noch in den niedrigen Drehzahlen höhere Verluste als würden wir uns eines kleineren Motors bedienen, aber der Wirkungsgrad gegenüber "alter" Technik steigt enorm. Zudem bedienen sich diese elektronischen Regler einer sehr hohen Frequenz (1-4KHz) mit sehr schnellen FET's (spez. Schalttransistoren ... ? Elektroniker möge mich entschuldigen...) weshalb auch in der Regelung nur noch geringe Verluste auftreten.
Gruß Helge
Hallo Sven,
ich habe den gleichen Motor an meinem 4,8m langen Delphin.
Zu der stromaufnahme soviel:Bei Vollast zieht der Motor exact 42 Ampere!
Das habe ich den ganzen Sommer 2004 getestet.
Ich habe 2 mal 80 Ampere Gelbatterien im Boot,parallel geschaltet.
Damit erreiche ich eine Fahrzeit von 6 Stunden.(aber nicht immer vollgas, versteht sich)
Die höchste Geschwindigkeit mit meinem delphin sind gemessene 12 km/h.
Und jetzt kommts:
Seltsamerweise muß ich um diese geschwindigkeit zu erreichen höchstens halbgas schalten,dh. auch wenn ich voll aufdrehe werde ich nicht schneller,obwohl der Motor hörbar schneller dreht.
Ich fahre bei uns in der talsperre Kriebstein meist sowies nur erhöhtes Standgas,das reicht vollkommen.
Ich denke das die Propeller an e-Motoren nicht auf Geschwindigkeit sondern nur auf Schub ausgelegt sind.
Nachtrag:
Helge die Schraube wird nicht verstellt.
Und der Motor wird tatsächlich elektronisch geregelt,wie weiß ich nicht,kannst du aber mal z.B. bei der Minnkotta HP nachlesen, da stehts wie die das machen!
Er zieht also nicht permanent vollen Strom,sondern tatsächlich nur das was er braucht.
Er zieht also nicht permanent vollen Strom,sondern tatsächlich nur das was er braucht.Ja, Wolfgang, das meinte ich ja auch - ist vieleicht nicht ganz deutlich geworden.
Zu der Höchstgeschwindigkeit: Könnte auch sein, dass die Physik der Rumpfgeschwindigkeit bei dem "Motorverhalten" die ursächliche Rolle spielt(e).
12km/h dürfte schon weit über diese liegen - zum Gleiten langt's aber nicht...
Gruß Helge
Super erkläung ich stimme allen zu.
Fakt ist:
Mit e-motor unter 2PS kannst du fahren wo du willst.
(ohne anmeldung ich wollte mein Segelboot (unter 8m²) anmelden mit 2Ps da hat mich das Wasser+Schiffahrtsamt wieder heim geschickt)
Keine Anmeldung nötig.
seepferd
06.02.2005, 00:40
Hallo helge &wasch,
danke erst mal für die nützlichen hinweise zum motorbetrieb. ich habe nur das widergegeben, was mir die händler erzählt haben. habe vor jaaaahren auch mal elektrotechnik studiert-ohne abschluss und bin mit der motorentechnik nur noch aus halbem verständnis vertraut. aber die erklärung mit der elektronischen regelung passt, wie mir eben der zweite händler auf der messe erklärt hat. deshalb die übermotorisierung. er meinte, der motor hat zwar viel schubkraft, die sich aber nicht auf die geschwindigkeit auswirkt. ein kleinerer motor bringt das boot auf die selbe geschwindigkeit und verbraucht logischerweise weniger strom. es wird schon was mit der rumpfgeschwindigkeit zu tun haben, denke ich. was mir ein anderer dann aber wieder bestätigte ist, dass man eben mehr kraft hat, wenn es mal wellen gibt oder gegenwind usw. und dann wirds wieder interessant. ist die frage, gleicht sich das anhand der schwereren batterie wieder aus?
gruß sven
Sven,
die Überlegung mit etwas Reserve ist ja okay, aber bei 2PS an solche Wellen und Wind zu denken halte ich für übertrieben, was aber bitte nicht verstanden werden soll, dass ich die Sicherheit nicht schätze. Bei einem "Spritfresser" sieht es ja ganz anders aus - da ist es auch im Sprit-Leistungsverhältnis vorteilhafter, nicht Voll-Power zu fahren. Beim E-AB ist gerade Voll-Power das Optimum.
Wie du schon sagtest, mehr Power - mehr Batterie, und mehr Kosten ...
würde also in diesem Fall mehr an die Rumpfgeschwindigkeit denken, auf die seltenst nutzbare Kraft verzichten und bei Fahrten das Wetter besser im Auge behalten :chapeau
Gruß Helge
seepferd
12.02.2005, 00:18
hallo helge,
ich denke ich werde es diesen sommer schaffen, das teil mal zu wasser zu bringen. werde wohl an den bohinisee nach slowenien fahren, da kann man meiner meinung nach mit jedem motor fahren, hauptsache es ist ein elektromotor. nur am campingplatz ne lizenz erwerben und dann kanns losgehen. werde dann mal meine erfahrungen hineinstellen-kosten, schub, etc. ich hbe mal grob überschlagen, zwei stunden dürfte die batterie reichen.
P.s. ich werde um gottes willen mit dem ding nicht bei wellen fahren, nach dem ich weis, wie mein 8 ps benziner sich bei wellen auf der ADRIA verhält. wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre mir so ein teil gar nicht ins gepäck gekommen, vor allem nach diesem debakel bei den bayr. behörden. aber nun habe ich ihn und versuche ihn zu nutzen. probieren werde ich es mal und wenn nicht geht er bei ebay weg. schlägt jeden minnkota, vom preis her.
gruß sven :biere
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