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BlueBear 23.08.2009 23:40

Neues von den kleinen E-Tecs ?
 
Hallo, liebe Motorenspezialisten ! :knuddel
(wobei ich gar nicht weiß, ob Ihr wirklich "lieb" seid)

Die kleinen E-Tecs mit 25 und 30 PS sind seit diesem Jahr auf dem deutschen Markt ... nur gehört oder gelesen habe ich bis jetzt noch gar nichts davon. :nixweiss

Gibt es vielleicht einen Vergleichstest mit den "Jungs" von der 4-Takt-Fraktion ? :marteau Erfahrungsberichte ? :cool1 Probleme ? :cognemur

Ist eine Bodensee-Variante in Vorbereitung oder gar schon verfügbar ?

Und was ist mit den (noch) kleineren E-Tecs ? Gibt es schon konkretere Aussagen, wann wir als Käufer damit rechnen können ? :schreiben

Wie gesagt, im Moment fehlen mir Informationen. Und diese Motorengröße ist für mich nun mal interessant, aber 4-Takter mag ich nicht unbedingt an meinem Spiegel sehen. :sportschi

Grüße

Dieter

fossil 24.08.2009 16:14

Moin! Schau´ hier: http://www.etecownersgroup.com/ und hier: http://rides.webshots.com/album/561106363ErWOlf , und Du wirst vieles beantwortet bekommen.

Die 25er Maschine habe ich auf der letzten hanseboot aug dem Stand der Berliner Yachtimport GbR gesehen. Nett! Ob es Bodensee- Versionen gibt, wir Dir BRP Deutschland beantworten können.

fossil 24.08.2009 22:56

Die 10er und 15er E-TECs stehen auf einem anderen Blatt. Sehr viele (auch ich) warten sehnsüchtig auf die Teile, da in dieser Klasse das Viertaktprinzip beim Aussenborder noch ungeeigneter sind als bei größeren Motoren. Man will sie mal tragen, beim Abrüsten (nachdem das Wasser ´rausgelaufen ist) einfach ablegen. Man will Durchzug aus dem Keller und einen gleichmäßigen Zündwinkel. Die Dinger sehen in aller Regel weniger Pflege als größere, teurere Motoren (gerade bei Seglern!). Und da ist ein sich selbst einwinternder, nur alle 300 Stunden nach Händlerservice schreiender E-TEC einfach besser.

Jedoch: ein 10er E-TEC wird nie ein billiger Motor sein können. Er muss deutlich besser, leichter und stärker sein als z.B. ein 10er Honda oder Tohatsu. Er muss ähnlich leise sein. Und die Benchmark liegt hoch!:duell

Ich beneide die zuständigen Produktmanager bei BRP nicht. Ich kann verstehen, dass sie, wenn überhaupt, nur ein ausgereiftes Produkt anbieten. Bei den 25/30 PS- Motoren haben sie es ja geschafft.:mobo

ThomasW 25.08.2009 07:43

Zitat:

Zitat von fossil (Beitrag 151772)
... Bei den 25/30 PS- Motoren haben sie es ja geschafft.:mobo

Warte mal ab, bis Tohatsu mit einem 30er nachzieht. In der 40er Klasse steht der Tohatsu mit geringerem Spritverbrauch bei sehr guter Beschleunigung dem E-Tec in nichts nach. Hier ist der E-tec mit 112 kg auch noch am schwersten (auch gegenüber den 4-Taktern) und hat keine herrausragenden Vorteile gegenüber den Wettbewerbern Merc + Suzi + Jam + Honda.

fossil 25.08.2009 09:27

Moin Thomas,

das ist absolut richtig (na ja, fast). Tohatsu ist der einzige Japaner, welchem ich einen Motor abkaufen würde. Es ist eine absolut ernsthaft arbeitende No Nonsense- Firma, welche Arbeitsmotoren herstellt. Ist eben Nissan/Renault.

Jedoch: sie arbeiten mit dem Orbital- Einspritzsystem. Keiner ihrer TDLIs erfüllt meines Wissens CARB3Star. Sie brauchen die doppelte Anzahl Einspritzdüsen. Sie haben einen Kompressor, der sinnvollerweise riemengetrieben ist (igitt!). Sie benötigen zum Betrieb erheblich mehr elektrische Energie als die E-TECs, laufen nicht ohne Akku. Sie sind lauter und brauchen mehr Wartung.

Die E-TEC 40 bis 60 andererseits waren die allerersten E-TECs. Sie sind auf Basis des alten V4- Unterwasserteils von OMC gebaut worden, alles ist hier schwer, massiv, auf Betriebssicherheit gebaut. Wenn Du sie mit Konkurrenzmotoren vergleichst, dann sollten das die Bigfoot- oder Highthrust- Modelle anderer Firmen sein, welche schwerere Boote antreien sollen. Die E-TECs dieser Klasse würde ich z.B. an ein 4,2m (oder größeres) DSB, randvoll mit Tauchern und Equipment hängen. Dann können sie ihre (Dir ja wohlbekannten) E-TEC- Tugenden ausspielen. So eine Fuhre bekommen sie mit Sicherheit eher ins Gleiten als die viertaktende Konkurrenz. Und im Leerlauf können sie dann länger mit viel weniger Spritverbrauch laufen.

Ein 40ho und 50ho in leichterer Bauweise ist dringend überfällig! Dier sind die Tohatsus (auch in der Rennszene) in der Leistung führend.

fossil 25.08.2009 09:39

Thomas, ich habe aus Interesse eben mal nachgeschaut. Der leichteste E-TEC 40 wiegt 105 kg, ist aber ein 20 Zoll- Motor, Sein Übersetzungsverhältnis ist 2,67:1. Der leichteste Tohatsu TDLI40 wiegt 93,5kg, ist aber ein 15 Zoll- Motor. Das Gewicht für den 20zöller wurde nicht veröffentlicht. Sein Übersetzungsverhältnis ist 1,85 zu 1. Bei den beiden Motoren liegen die Gewichtungen also durchaus anders. Bleiben wir bei DSB wie oben, so wäre das ein guter Motor für ein leicht besetztes 380.

ThomasW 25.08.2009 12:11

Hallo Thorsten,

danke für die sehr interessanten Details - ich hab meinen Dunkelblauen ja auch sehr lieb :knuddel und weis ihn zu schätzen :chapeau

... aber auch andere Mütter haben schöne Töchter :zwinkern

Angeblich arbeitet Tohatsu schon an der Bodenseezulasung, so daß die auch bald die Abgasproblematik (besser) im Griff haben.

PS: bei meinem 90er war der Gewichtunterschied schon merklich kleiner (bei gleicher Schaftlänge) gegenüber den Wettbewerbern, auch das UW-Teil ist robuster (äußerlich) und die Spritzigkeit (trotz Bodenseezulassung, was m. M. nach Leistung kostet) und Verbrauch ist schon sehr befriedigend. Aber mal ganz ehrlich: ob ich heute wieder die gleiche Entscheidung treffen würden :nixweiss - muß ich aber auch Gott-sei-Dank nicht

fossil 25.08.2009 14:01

Na, ich schon. Es ist doch so: man kann die Viertakter schönreden, wie man will. Man kann auch argumentieren, dass "kein vernünftiger Mensch das Öl 300 Stunden im Getriebe lässt". Darf man ja z.B. bei kommerzieller Nutzung des Motors auch nicht. Aber: die heutigen Aussenborder (alle, auch die Viertakter) haben ein sehr hohes Qualitätsniveau. Evinrude hat m.E. nur einfach mal die Sache zuende gedacht. Mit Sicherheit hat ein BRP- Händler beim E-TEC eine höhere Rendite als bei anderen. Nur am Betrieb der Motoren verdienen sie weniger. Dafür ist er für den Nutzer einfach simpler. Und dieser Denkansatz gefällt mir.

Ferdi 25.08.2009 14:25

Zitat:

Zitat von fossil (Beitrag 151819)
Na, ich schon. Es ist doch so: man kann die Viertakter schönreden, wie man will. Man kann auch argumentieren, dass "kein vernünftiger Mensch das Öl 300 Stunden im Getriebe lässt". Darf man ja z.B. bei kommerzieller Nutzung des Motors auch nicht. Aber: die heutigen Aussenborder (alle, auch die Viertakter) haben ein sehr hohes Qualitätsniveau. Evinrude hat m.E. nur einfach mal die Sache zuende gedacht. Mit Sicherheit hat ein BRP- Händler beim E-TEC eine höhere Rendite als bei anderen. Nur am Betrieb der Motoren verdienen sie weniger. Dafür ist er für den Nutzer einfach simpler. Und dieser Denkansatz gefällt mir.

ich sags für mich einmal so - ich liebe einfach die Art der Kraftentfaltung und das bärige Drehmoment.
Der E-TEC vereint da halt die Vorteile der 2-Takter im Gewicht, in der Leistungsentfaltung und Geräuschkulisse (wenn auch wesentlich leiser als ältere klassische 2-Takter) und die Vorteile der 4-Takter punkto Verbrauch, Lärm und Abgasverhalten. Das 3-Jahres oder 300-Stunden Service ist ein Bonus, den ich nicht in Anspruch nehme. Und dass die Servicekosten günstiger kommen als bei einem 4-Takter glaub ich auch nicht, wenn ich dran denke, was ich XD100 reinschütte :nuts .

Natürlich bietet auch ein Optimax oder ein Tohatsu TLDI das gleiche, nur halt mit etwas mehr Lärm und mehr Aufwand (Kompressor mit Riemenantrieb, 2 Einspritzventile). Und es gibt Merc-Freaks (vor allem in US+A), die sprechen E-TEC nicht einmal aus :lachen .

Dass nicht immer alle Vorteile des 2-Takters zum Tragern kommen, vor allem, wenn man sich das schwächste Modell einer Serie herauspickt (z.B: eben 40er E-TEC) ist auch klar, aber das ist bei anderen Herstellern genauso.

Beispiel - nehmen wir mal die 175 PS Klasse:
E-TEC: 190 kg
Suzuki: 215 kg
Honda: 262 kg (trocken, ohne Propeller)

dass der Honda derselbe Motor ist, wie der 200/225er, steht da mal nicht dabei.

Nehmen wir dann die 225er Klasse, schauts schon anders aus:
E-TEC: 235 kg
Suzuki: 263 kg
Honda: 262 kg

Fazit - wenn man was bestimmtes beweisen will, dann kann man das auch, und wenns nur ist, dass es auch schwere 2-Takter gibt :lachen

fossil 25.08.2009 15:59

Na ja, Ferdi,

das sind immer noch ca. 30kg Unterschied. Und das ist doch schon erheblich. Und- man könnte das Spiel auf die Spitze treiben und den 300er nehmen. Dann wird es ein wenig absurd.

E-TEC 240kg
Suzuki 274 kg (nicht schlecht für einen 4 Liter Viertakter!)
Honda gibt´s nicht
Yamaha 365 kg (!)

Ferdi 25.08.2009 16:30

Thorsten,
mit dem schweren 2-Takter hab ich nicht den 3,3 l E-TEC gemeint, sondern den 40er.

fossil 25.08.2009 16:37

Einverstanden. (ich finde ihn dennoch gut- der dürfte ewig laufen)

trolldich 25.08.2009 19:18

Zitat:

Zitat von fossil (Beitrag 151830)
Na ja, Ferdi,

das sind immer noch ca. 30kg Unterschied. Und das ist doch schon erheblich. Und- man könnte das Spiel auf die Spitze treiben und den 300er nehmen. Dann wird es ein wenig absurd.

E-TEC 240kg
Suzuki 274 kg (nicht schlecht für einen 4 Liter Viertakter!)
Honda gibt´s nicht
Yamaha 365 kg (!)

Der Yamaha wiegt 265kg. 365kg ist der 350er.
Bei 225PS hinten dran sind 30kg Mehrgewicht relativ. Was stört's die Eiche, wenn sich das Wildschwein an ihr reibt?

fossil 25.08.2009 20:00

http://www.yamaha-motor.de/products/...ew=tech_specs#
Read and believe!

Ferdi 25.08.2009 21:27

Zitat:

Zitat von trolldich (Beitrag 151871)
Der Yamaha wiegt 265kg. 365kg ist der 350er.
Bei 225PS hinten dran sind 30kg Mehrgewicht relativ. Was stört's die Eiche, wenn sich das Wildschwein an ihr reibt?

der 300er ist ja der selbe Motor wie der 350er, Du meinst den 250er mit 265 kg

Tirador 25.08.2009 21:47

Zitat:

Zitat von Ferdi (Beitrag 151824)
ich sags für mich einmal so - ich liebe einfach die Art der Kraftentfaltung und das bärige Drehmoment.

Dem kann ich nach der Probefahrt am letzten Samstag nichts aber auch wirklich
gar nichts mehr hinzufügen.

Der Unterschied ist der absolute Wahnsinn. Habe zwar viel erwartet aber meine
Erwartungen wurden sogar übertroffen. :zwinkern

trolldich 25.08.2009 22:04

Zitat:

Zitat von trolldich (Beitrag 151871)
Der Yamaha wiegt 265kg

Als 225er selbstverständlich. Dachte, das wäre klar.

BlueBear 25.08.2009 23:30

Zitat:

Zitat von Ferdi (Beitrag 151824)
.....
Natürlich bietet auch ein Optimax oder ein Tohatsu TLDI das gleiche, nur halt mit etwas mehr Lärm und mehr Aufwand (Kompressor mit Riemenantrieb, 2 Einspritzventile). Und es gibt Merc-Freaks (vor allem in US+A), die sprechen E-TEC nicht einmal aus :lachen .

Dass nicht immer alle Vorteile des 2-Takters zum Tragern kommen, vor allem, wenn man sich das schwächste Modell einer Serie herauspickt (z.B: eben 40er E-TEC) ist auch klar, aber das ist bei anderen Herstellern genauso.
....
Fazit - wenn man was bestimmtes beweisen will, dann kann man das auch, und wenns nur ist, dass es auch schwere 2-Takter gibt :lachen

Apropos schwere 2-Takter.:coffe

Diese Nummer hat Tohatsu auch drauf. Seit 2008 bieten sie ihren 700ccm-3-Zylinder, der üblicherweise mit 40 oder 50PS läuft, auch als 30-PS-Version in der Fliegengewichtsvariante mit nur 96kg an. Der Viertakter beginnt mit 69kg (allerdings ohne E-Start, Powertrimm und als Kurzschaft).

Was Tohatsu dazu getrieben hat, ist mir nicht so ganz klar. Denn den 4-Takter gibt es auch in gleicher Ausstattung - und das bei geringerem Gewicht (81kg) und auch noch für weniger Geld !:sportschi

Ist die Nachfrage nach 2-Taktern doch größer als bei Tohatsu gedacht ? Auf der Bootsmesse in Düsseldorf anfang diesen Jahres, klagte mir ein Tohatsu-Mann sein Leid, dass alle Welt nur 4-Takter wolle.:wein

Ich weiß, das passt irgendwie nicht zusammen. Wisst Ihr vielleicht mehr ? Bastelt Tohatsu doch wieder an kleinen 2-Taktern ? :nixweiss

Schöne Grüße
Dieter

fossil 26.08.2009 09:02

Dieter,

ich glaube, das ist verständlich. Mercury baut nur recht große 2Takt DIs, auf dem Markt dieser Motoren, welche für leichte und Schlauchboote geeignet sind, konkurriert nur Evinrude mit Tohatsu. Und da hat der Japaner "gewichtige" Argumente bei 40 bis 60 PS. Aber auch die 30 PS- Klasse ist für 2Takt- DIs ideal, und da prescht Evinrude vor.

Interessant, dass Tohatsu sich hier jetzt in der gleichen Situation befindet wie Evinrude mit dem 40 PS- Motor. Solide bis zum Abwinken durch völlige Überdimensionierung. Es ist ja Tohatsus 40er detuned.

In jedem Fall: dass ein Zweitakt- Direkteinspritzer durch eine wesentlich fülligere Drehmomentkurve ein Gleitboot wesentlich leichter in´s Gleiten bringt als ein ungefähr gleich großer Viertakter spricht sich unter den Bootsnutzern herum. Beim Viertakter braucht man z.B. mehr Hubraum (Suzuki grundsätzlich, Yamaha bei 300 und 350 PS), dynamische Ventilverstellung (fast alle) oder Kompressor (Mercury Verado). Das geht, ist aber aufwendig.
Und für unseren kleinen Boote sind kleine, leichte Motoren mit viel Kraft einfach besser, desgleichen beim "Repowern" älterer Boote. Deswegen ist dem Vernehmen nach beim Repowern Evinrude zur Zeit Weltmarktführer.

Ferdi 26.08.2009 10:05

Zitat:

Zitat von fossil (Beitrag 151957)
.............., desgleichen beim "Repowern" älterer Boote. Deswegen ist dem Vernehmen nach beim Repowern Evinrude zur Zeit Weltmarktführer.

nicht zu vernachlässigen, die 5-Jahres-Garantie bei Evinrude in den USA, bei speziellen Aktionen sogar 7 Jahre. Da braucht man nicht lange nachdenken, welchen Motor man sich kauft :naughty .

fossil 26.08.2009 10:16

Tja, oder gerade......


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