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Kleine Boote - große Navigation
Auf einem großen Boot mit geschlossenem Steuerhaus und Navigationsecke kann man leicht auch während einer Fahrt in Küstengewässern
mit der Seekarte arbeiten oder eine alternative Route in den (großen) Plotter eingeben. Bei den Bootsgrößen, mit denen wir hier im Forum unterwegs sind, ist die gesamte Planung und Vorbereitung einer Tour eigentlich nur vor der Fahrt möglich. Dabei nutzen sicher die meisten von uns ein GPS oder einen Plotter als Basis für die Navigation und für die Zielführung. Blöderweise reicht aber schon ein losgerüttelter Stecker oder ein gebrochenes Kabel aus und das GPS ist komplett nutzlos… Deshalb versuchen wir Touren so vorzubereiten, dass wir sie so sicher wie möglich vom Starthafen zum Zielhafen abfahren können und zusätzlich noch einen Plan-B in der Hinterhand haben, falls das GPS Probleme macht. http://up.picr.de/18039472az.jpg Vorbereitung Die Basis jeder Tourplanung sind aktuelle Karten. Für den Plotter haben wir eine Navionics-Karte, die regelmäßig aktualisiert wird. Dazu kommt dann noch die entsprechende Seekarte des Reviers aus Papier. Speziell an der deutschen Nordseeküste muss man aber trotz aktueller Karte bedenken, dass sich die Tiefenverhältnisse (und damit die Tonnenpositionen) schneller ändern, als sie jemand in den Karten verbessern kann. Komplettiert wird alles durch einen Gezeitenkalender in Papierform. Im ersten Schritt der Planung sammeln wir dann noch zusätzlich Infos über das Internet zu Start- und Zielhafen, kontaktieren Hafenmeister wegen Sliprampe und Liegeplätzen und informieren uns über die Benzinversorgung. Entsprechende Infos für die deutsche Nordseeküste findet man z.B. hier: http://www.wattenschipper.de/index.htm http://www.kuestenfahrer.de/ Die Planung der eigentlichen Route machen wir wegen der guten Übersicht mit Hilfe der Papierkarte und einer Navigations-Software auf dem Rechner. Wenn es irgendwie geht, legen wir die Wegpunkte einer Route auf die Positionen von Tonnen. Ein Grund dafür ist, dass es besonders bei Seegang viel einfacher ist, auf ein sichtbares Ziel zuzufahren als auf einen imaginären Wegpunkt im Wasser. Außerdem sind Tonnen mit ihrer eindeutigen Kennzeichnung eine gute Kontrolle dafür, ob man tatsächlich auf dem gewünschten Kurs ist und ob die Anzeige des Plotters mit der Realität übereinstimmt. http://up.picr.de/18039483ml.jpg Ganz nebenbei kann man in Gezeitenrevieren, wie der Nordsee, auch prima an den Tonnen ablesen, ob gerade auf- oder ablaufendes Wasser ist, weil die Tonnen auf der angeströmten Seite eine „Bugwelle“ haben und sich oft auch in Strömungsrichtung neigen. http://up.picr.de/18039480zl.jpg Ein weiterer wichtiger Grund für Tonnen als Wegpunkte ist unser Plan-B für den Fall eines Totalausfalls von Plotter und GPS. Eine Tonne kann man im Notfall auch per Kompass „finden“, einen imaginären Wegpunkt im Wasser dagegen nicht ohne exakt die gefahrene Distanz zu kennen. Alle Wegpunkte, die wir im Plotter als Route speichern, notieren wir uns zusätzlich in einer Art „Maritimen Roadbook“. Neben den Koordinaten aller Wegpunkte listen wir auch die Kennzeichnungen der Wegpunkt-Tonnen, die Kurse von Wegpunkt zu Wegpunkt sowie alle Distanzen von Wegpunkt zu Wegpunkt auf. Für den Hinweg und noch einmal für den Rückweg. Die Kartenarbeit zum Erstellen einer Wegpunktliste ist zwar etwas zeitaufwändig aber auf diese Weise beschäftigt man sich schon einmal ausführlich mit dem Revier und mit der geplanten Route. So bekommt man ein Gefühl für die Entfernungen und sieht wichtige Dinge, wie Untiefen, Verkehrstrennungsgebiete, Sperrgebiete oder Ausweichhäfen, was auf einem kleinen Plotter-Display deutlich schwieriger ist. Unsere Navigationsausrüstung - Mobiler Plotter „Geonav 4Gipsy“ (4 Zoll Display) Nutzung vorne und hinten möglich - Fest verbautes GPS „Garmin GPS 152H“ ohne Kartenfunktion als Kurs- und Geschwindigkeitsanzeige sowie als Reserve-GPS - Fest verbauter Kompass - Gezeitenkalender - Papierseekarten in wasserdichter Klarsichthülle - Komplettes Navigationsbesteck - „Maritimes Roadbook“ mit allen Wegpunkten, Kursen, Distanzen - Hafeninfos, Kontaktdaten Hafenmeister - Marine-Fernglas mit Kompass - Peilkompass Während der Fahrt Die Platzverhältnisse auf unserem Boot sind nicht besonders üppig und auch unser Plotter ist ziemlich klein und das Display entsprechend schlecht abzulesen. Besonders während der Fahrt. http://up.picr.de/18039498ip.jpg Deshalb hat es sich für unser Boot als sehr gute Lösung herausgestellt, dass Ute während der Fahrt die Navigation übernimmt. Entsprechend ist der Plotter dann auch hinten montiert. So sagt Ute mir den Kurs an, den ich dann nach Kompass oder nach dem vorne verbauten GPS steuern kann. Das Garmin ist deshalb so eingestellt, dass es nur vier Werte in sehr großer Größe anzeigt und so habe ich immer Geschwindigkeit, Kurs, Tageskilometer und Uhrzeit im Blick. http://up.picr.de/18039499lj.jpg Unser Kompass ist eigentlich recht groß aber bei bewegtem Wasser sieht das mit der Ablesbarkeit dann schon wieder ganz anders aus. Und auch die Kurs-Anzeige des GPS springt bei solchen Bedingungen schon mal um 5° auf und ab. Das muss man dann irgendwie für sich mitteln. Falls die Übersicht auf dem kleinen Plotter-Display einmal nicht ausreicht, können wir jederzeit zur Papier-Seekarte greifen. Besonders bei Ansteuerungen von Häfen bietet die Papierkarte gegenüber unserem kleinen Plotter-Display meist die wesentlich bessere Übersicht. Plan-B Für den Fall, dass unser Plotter ausfällt, haben wir zunächst noch unser Zweit-GPS. Auch wenn dieses keine Kartenansicht hat, kann man Wegpunkte eingeben und sich den zu steuernden Kurs anzeigen lassen. Dafür ist es allerdings notwendig, dass man jederzeit weiß, auf welchen Wegpunkt man gerade zufährt und dass man eine Liste aller Wegpunkte mit Koordinaten dabei hat, um das GPS dann damit zu füttern. Sollten beide GPS-Geräte ausfallen, haben wir noch unsere Papier-Seekarte und das Navigationsbesteck. Da wir den zuletzt gesteuerten Kurs kennen, könnten wir zunächst per Kompass bis zum nächsten Wegpunkt weiterfahren, der dann aber zwingend eine Tonne sein muss und nicht ein frei gesetzter Punkt im Wasser. An der Tonne wären wir dann erst einmal „sicher“, weil wir genau wüssten, wo wir sind. Von dort könnten wir dann mit Hilfe von Roadbook und Kompass zum nächsten Wegpunkt/Tonne fahren oder mit Hilfe der Seekarte und des Navigationsbestecks einen alternativen Kurs festlegen, diesen in die Karte einzeichnen und per Kompass abfahren. Das Arbeiten mit der Seekarte müssten wir zwar kniend auf dem winzigen Deck machen aber es würde grundsätzlich gehen und nur darauf kommt es in so einer Situation an. Fazit Klar ist unsere Art der Navigation recht (zeit)aufwändig und jemand der an der Küste lebt und dort alle Tonnen und Seehunde mit Vornamen kennt, wird uns sicher dafür belächeln. Aber für uns ist es nur ein Hobby und es sind sehr wenige solcher Touren. Und weil wir nicht wegen eines Navigationsfehlers auf einer Untiefe landen wollen oder mit leerem Tank einem 300 Meter Containerschiff vor den Bug treiben möchten, bleiben wir für uns bei dieser Art der Vorbereitung und Navigation. Einfach, weil unsere Sicherheit uns das wert ist. http://up.picr.de/18039511fv.jpg Sicher gibt es auch noch andere Möglichkeiten, eine Tour vorzubereiten und auch die persönlichen Sicherheitsbedürfnisse sind vermutlich sehr unterschiedlich. Deshalb: - Wie bereitet ihr bezüglich der Navigation eine Tour in unbekannten Küstengewässern vor? - Auf was achtet ihr bei der Planung? - Welche Navigationsmittel nutzt ihr? - Welche Sicherheiten baut ihr in eure Navigation ein? - Habt ihr einen Plan-B? . . |
Zitat:
Wir sind 2007 mal ohne Plan B in den kroatischen Sonnenuntergang in die Inselwelt der Kornaten gefahren und dann viel unsere Elektrik, bzw. der Plotter aus. Da haben wir aber schön blöd aus der Wäsche geguckt - kein Track-Back möglich, keine Landmarken germerkt, 1. Urlaubstag, Papierkarten noch im Womo.... Wir haben uns dann an der vermeintlichen Küstenlinie entlanggehangelt und sind in einer Bucht gelandet, die nicht unser Heimathafen war :nuts und dann ging der Plotter wieder an und wir waren gerettet ! :lachen So etwas passiert uns ganz sicher nie wieder !! Heute, mit tausenden Bootskilometern auf dem Buckel sehe ich das aber trotzdem schon wieder etwas entspannter. Auf den nordischen Gewässern sieht das schon wieder anders aus, da würde ich auch alles mitschleppen und hinter euch beiden her fahren :D:D |
Ich bedanke mich erst mal für die tolle Aufstellung.
Bisher nur auf dem Rhein oder in Kroatien unterwegs, gab es folgende Navigation: Rhein: Da Plotter sowieso da, diesen eingeschaltet. Die Fahrwege auf dem Rhein sind nicht so vielfältig :nixweiss, also kein wirklicher Plan B. Kroatien: Aktuell einen großen Plotter und als Plan B ein Handnavi dabei. Dort zwar keine Wassertiefen, aber zumindest der Weg zurück sollte möglich sein. Wegpunkte sind allerdings nicht vorher gespeichert, was mit Sicherheit etwas nachlässig ist. Plan C wären die Karten, wobei ich nicht sicher bin, ob wir damit tatsächlich den Weg finden würden. Theoretisch alles klar, aber praktisch nicht wirklich geübt. Sollte man dran arbeiten. Rüdiger |
Ich hab einen Plotter und zusätzlich ein Hand-GPS, auf dem ich jede menge Punkte eingespeichert. Wenn's Probleme mit der bordelektrik gibt, läuft das Hand-GPS mit Batterien. Entweder, Track back oder ich orientier mich nach den Punkten. Die Punkte hab ich so gesetzt, dass ich zur Not auch nachts, im blindflug damit klar komme.
Kompass hab ich nicht fest verbaut, sondern im staufach liegen, gemeinsam mit einlaminierten karten. Lg Martin |
Navigation ansich kann ja auch schon ein kleines Hobby werden :D
Ausrüstung dafür, die eigentlich immer auf dem Boot ist : 2 Lowrance HDS 5 ( Plotter + Tiefe ) Fest verbauter Kompass Einen Reserveplotter ( Es ist/war der Garmin 276. Diese Möhlichkeit wird im Moment bebastelt. Die beiden 5" sind vom Einbauort damals dämlich von mir verbaut worden ) Ein Garmin Etrex 20 ( Aufzeichnen der Tracks, stromunabhängig, mit 2 Garmin blue charts drauf ) Papierkarten Meinen alten Taschenpeilkompass ( Peilung und Karte "einnorden" ) Ein kleines Metalllineal mit verschiedenen Kartenmaßstäben Fernglas Handscheinwerfer Eigentlich auch irgendwie viel zu viel. Aber wenns Spass macht :nixweiss Vorbereitung ( am Beispiel von Hafen A nach B ) : Von der nächstliegenden Tonne Hafenausfahrt bis Tonne Hafeneinfahrt auf der Papierkarte eine "Gerade". Dann das dazwischen liegende Stück Wasser auf der Karte absuchen ( Sperrgebiete, Gefahrentonnen, Untiefen etc. ). Dann werden diese Gebiete "ausgespart" und aus der Geraden wird eine Route. Nach Möglichkeit von Tonne zu Tonne. Die Koordinaten der Tonnen wird notiert oder ggf. per Routensoftware auf den Plotter übertragen. In der Karte schreibe ich dann auf den Strecken zwischen den Tonnen einmal die Gradzahl für den Hin- und Rückweg und die Entfernung zwischen den Tonnen. Sollten hohe markante Punkte an den Küsten zu finden sein, kommt da ein Kringel drum. Während der Fahrt sieht es dann eh immer irgendwie anders aus :ka5 Bei vielen Tonner erschreckt man sich, wie weit sie wirklich auseinander liegen und wieviel Zeit drauf geht ( ach ja....gegen einlaufendes Wasser.... ). Aber am Plotter einmal rein- und rauszoomen und die doch noch vorhandene Kurslinie beruhigt dann wieder. Zum Glück lass ich mich unterwegs nach Möglichkeit von Vielem ablenken. Da muss mal ein anderes Schiff umrundet werden, feine Wellen in eine andere Richtung befahren oder eine Pause eingelegt werden. Dann dreht man sich immer irgendwie einmal im Kreis, zoomt am Plotter rum oder schaut in die Karte. Plan B : Wenn ich im Kopf mit dem Kurs und einer Karte ( Dunkelheit .... ) nicht mehr zurecht komme, muss der Plotter herhalten. Ist der i.A., halt ich mich an das Etrex. Hab ich mich komplett zerzuselt, geht es langsam Richtung Küste. Ich habe auch wegen des Bootes keine Angst auf dem Wasser aber doch erheblichen Respekt. Es kann immer irgendetwas nicht bedachtes passieren. Mir machen solche Vorbereitungen zuhause auch irgendwie Spass. Dank Google und Maps kann man sich ja schon irgendwie einen Tisch im Hafen reservieren und sich die örtlichen Besonderheiten angucken. Das es dann in Natura immer ein wenig anders aussieht und kommt, ist doch irgendwie das Salz in der Bootfahrsuppe :D |
Hallo Tommy
danke fuer deinen tollen Beitrag. Wie macht ihr das in der Gruppe? Plant da jeder seinen eigenen Trip? Verlaesst sich jeder auf eure Planung oder sprecht ihr euch vorher ab. Beim Tauchen kann man das kurz vor dem Tauchgang machen. Bei einer Tour z.B. Cuxhaven/Helgoland benoetigt die Absprache sicherlich mehr als 5 Minuten. Wie sieht das mit der Navigationsausruestung in einer Gruppe aus? Ueber welches Equipment sollte jedes Boot verfuegen? ... Welches Sicherheitsequipment sollte auf jedem Boot vorhanden sein? (Abschleppseil, Funkgeraet, ...) Kannst du bitte mal ein Foto von deinem "Maritimen Roadbook" posten. Mich wuerde interessieten wie dies aufgebaut ist. (Zeilen/Spalten..) Ich denke es ist wie eine Excel Tabelle, oder? Gruss Thorsten |
Hallo Thorsten
Zitat:
Jeder hat sich dann die Waypoints in sein eigenes GPS eingetragen und sein eigenes "Roadbook" (WP, Kompasskurs und Entfernung zum nächsten WP) geschrieben. :chapeau Zitat:
Zur Navigation habe ich mein GPS, Ersatzbatterien, einen Kompass + Papier Revierkarten und ein Fernglas dabei Zusätzlich Nicosignal, Handfackeln und Fallschirmraketen für DEN Fall der hoffentlich nie eintritt :ka5 |
Zitat:
haben wir sie auf dem Rechner mit Word geschrieben. Bei den meisten Touren die, wie Oliver schon schrieb, am Abend vorher in der Gruppe ausgetüftelt wurden, hat Ute sich die Liste einfach in einen kleinen Notizblock geschrieben, der in ihre Jackentasche paßt. Ein Problem bei "schnellen" und offenen Booten ohne großen (windgeschützten) Steuerstand ist, dass man so eine Liste so schlecht unterbringen kann. Sie sollte handlich sein und darf bei Fahrtwind nicht permanent umknicken. Bei Ausdrucken hat sich daher bei uns eine max. Blattgröße von DIN A5 als sinnvoll erwiesen. Alles mit recht großer Schrift und einlaminiert. Dann noch in einer Ecke gelocht und mit einem Bändsel am Boot festgebunden. |
Hallo Tommy,
danke fuer die Infos. Beim Tauchen verwenden wir Plastik Tafeln, welche man mit einem Gummiband am Unterarm fixiert hat. Auf den Plastiktafeln schreiben wir unsere Runtime fuers Auftauchen (Dekostops). Diese Art von Tafeln haben sich dort sehr bewehrt. Ich denke so etwas werde ich mir fuer unsere Helgoland Tour auch anfertigen. Ich bin mal gespannt ob ich da alle Infos drauf bekomme. Gruss Thorsten |
Roadbook
Zitat:
einfache Tabelle, links die WP Nummer, dann dessen Koordinaten, Kurs in Grad zum nächsten, Entfernung vom letzten WP. Wenn man erst die Handnavi gemacht hat, und diese dann in Plotter/GPS übertragen hat, ist es auch eine gute Idee, die Entfernung unterm Strich mal zu vergleichen. Dann sieht man, ob es einen Übertragungsfehler bei den Koordinaten gegeben hat. Jeder der ein Boot führt, sollte die Route auch kennen. Entweder selber die Navi (mit-)machen oder wenn nur einer sie geplant hat, würde ich sie auf jeden Fall nicht einfach abschreiben, sondern zumindest kurz überfliegen und ggfls. nachfragen/absprechen. Mit dem Routen entlang Tonnen navigieren ist natürlich so eine Sache. Bei Wasserstraßen/Schiffahrtswegen ist es kein Thema; wenn da mal eine weg/total vertrieben ist, gibt es in überschaubarer Entfernung die nächste. Bei einzelnen Tonnen, wie Gefahrentonnen, vielleicht nicht. Wenn man dann noch was anderes hat, ist das immer gut. Wenn man in Landnähe unterwegs ist, kann man zusehen, dass man nach Möglichkeit Punkte hat, die man per Kreuzpeilung von markanten Landpunkten aus ebenfalls ermitteln kann, oder dass man einen Kurs fahren kann, bis man am Wegpunkt was brauchbares querab hat und dann den nächsten WP anfährt. Bei jedem Tauchgang würde ich auch nicht erst 5min vorher mit der Absprache anfangen. Kommt halt immer drauf an, was man vor hat... Grüße Holger |
Runtime
Zitat:
Für die, die es nicht vom Tauchen kennen. Einfach mal bei Tante Google Unterarm Schreibtafel eingeben, dann hat man sofort eine Auswahl... z.B. http://www.tauchversand.com/$WS/dive...ross/23004.jpg Grüße |
Ich finde dieses Thema schon deshalb :chapeau , weil es eventuell doch mal Jemand mehr dazu anstachelt, sich mit einer Karte zu beschäftigen.
Die andere Seite ist natürlich die, dass aktuelle Karten zum spielen und gucken relativ teuer sind. Das soll aber kein Hindernis sein. Ich gebe gerne zum beschnuppern Karten aus älteren Sätzen ( Nord- und Ostsee / NL ) ab .Rest per PN :ka5 |
Moin,
als alter Mopedfahrer kenne ich ähnliche Probleme. Kein Platz, Wetter, Nässe und alles dann noch im Dunkeln... super :cognemur Bei den Endurofahren sind die Roadbooks von Touratech beliebt: KLICK Die Dinger gibt es inzwischen relativ günstig im gebrauchten Zustand da viele jetzt auch digitale Technik umrüsten. |
Zitat:
Was ich vielleicht noch dabei schreiben wuerde ist der Spritverbrauch bzw wieviel km ich noch fahren kann bis ich tanken muss.. Hast ja recht, fuer einen 100m Tg am Walchensee benoetige ich auch laenger als 5min, wenn ich meine Runtime nicht finde oder einen anderen Tauchpartner habe... Gruss Thorsten |
Hallo zusammen,
wenn der Steuerstand groß genug ist und ein wenig freie Fläche bietet, kann man sich dort einfach eine einlaminierte Liste mit Klebeband fixieren. Bei uns gibt es diesen Platz nicht. Deshalb der Notizblock oder die angebundenen DIN A5-Ausdrucke. Falls man selber den Überblick behalten möchte und sich nicht nur auf den Plotter verlassen möchte, ist die Arbeit mit dem Roadbook etwas für einen Mitfahrer und nicht für den Menschen am Steuer. Der hat bei etwas Welle genug mit Steuer, Gas und Kurshalten zu tun. Ich wüßte zumindest nicht, wie ich als Fahrer so eine Schreibtafel für Taucher "bedienen" soll. Und egal für welche Lösung man sich entscheidet, man sollte immer daran denken, dass man für die Navigation während der Fahrt nur eine Hand frei hat und sich mit der anderen festhalten muss... |
AW: Kleine Boote - große Navigation
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das wuerde ja vorraussetzen das jeder einen Mitfahrer benoetigt... Ich denke um kurz mal einen Punkt auf der Schreibtafel zu vermerken kann man ja auch mal anhalten. Gruss Thorsten |
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Wenn man es aber aus Sicht einer Tour mit mehreren Booten z.B. nach Helgoland sieht, ist Anhalten ohne wirklich wichtigen Grund gar nicht gut. Einfach, weil dann alle von einem Problem ausgehen und jedes Mal die gesamte Gruppe stoppen wird. Und wenn das nur fünf Boote im Wechsel machen, sorgt das ganz sicher nicht für gute Laune und eine entspannte gemeinsame Tour. :naughty |
Ok, da hast du natuerlich auch wieder Recht... Man muss aber ja keine Romane schreiben. Es reicht ja wenn man sich bei den Wegpunkten die gefahrene Strecke aufschreibt. Ich denke das koennte ich mit einer Armtafel auch bei Wellengang.
Gruss Thorsten |
Hi,
ich persönlich nutze das (bei den Vorbereitungen fertig geschriebene Roadbook) nur als Notlösung, falls das GPS mal aussteigt: Geht z.B. zwischen Wegpunkt 11 und 12 das GPS aus, weiß ich durch den Aufschrieb, auf welchem Kompasskurs und in welcher Entfernung ich den nächsten (oder den vorherigen, falls man abbrechen möchte!) Wegpunkt finde. Deswegen nehme ich auch gerne Tonnen als Wegpunkte, oder notfalls SEHR markante Landmarken, damit man die auch findet. Einen imaginären Punkt im Wasser zu treffen, um dort einen Kurswechsel durchzuführen ist ohne GPS kein Spaß. Kreuzpeilung+Karte gut und schön, aber bei schlechter Sicht oder derben Wellengang z.b. :wow: Läuft aber das GPS, bleibt das Roadbook in der Tasche und notiert wird auch nichts, da bin ich wirklich mit Fahren beschäftigt. :zwinkern |
Hallo Thomas,
danke für diesen Beitrag zum Thema Navigation! Ja, das macht so Sinn. Tommy Du schriebst schon das es schwierig ist den Kompass abzulesen. Da mein kleiner jetzt final kaputt ist, überlege ich mir Dein Modell zu kaufen. Bei meinem kleinen drehte sich die Rose bei Welle mal so locker +/- 90°. Auch größere haben es dieses Jahr schon gezeigt. Und das nicht bei Nordseebedingungen wie wir sie hatten. Ist das bei Deinem Modell auch der Fall? Zitat:
wir halten dann alle zusammen auf Kommando an und machen einen Punkt. :knuddel |
AW: Kleine Boote - große Navigation
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das setzt aber vorraus, das du immer genau wissen must zwischen welchem Wegpunkt du dich gerade aufhaelst. Wenn man ein Roadbook mit hat sollte man es auch verwenden. Gruss Thorsten |
AW: Kleine Boote - große Navigation
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Gruss Thorsten |
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ich will jetzt keinen Mist schreiben aber so extrem habe ich das bei unserem Kompass nicht in Erinnerung. Wenn man allerdings in einem engen Radius rechtwinkelig abbiegt, dauert es schon ein wenig, bis er sich "gefangen" hat. Mein Hauptproblem ist aber immer die Ablesbarkeit der Ziffern bei Wellen. Die sind einfach zu klein. Und falls an der geplanten Anbauposition magnetische Schrauben oder andere magnetische Bauteile in der Nähe sind, hat es sowieso kaum Sinn. Ich habe extra einen Aufbaukompass genommen, um noch etwas weiter von den Instrumenten wegzukommen. Abgeglichen mit dem GPS hat unser Kompass auch eine recht große Genauigkeit. |
Hallo Thomas,
das spricht für eine gute Dämpfung deines Kompasses :chapeau Wie geschrieben, ich war da nicht alleine mit der Feststellung. Und Deine Zahlen sind bestimmt doppelt so groß wie meine. Ich traue es mir gar nicht zu schreiben... Auswahlkriterium war bei mir, dass er grau war. :tuer:cognemur:futschlac |
Hey Thomas
Ich wollte nur mal abwarten ..... Aber genau so wie Ihr geht man in ungewisse Gewässer :Chapeau ...... ( Man springt ja auch nicht einfach in ein fremdes Gewässer was man nicht kennt ) :str Aber , .....da ich auch oft alleine fahren , muss ich auch oft anhalten um einige Messungen zu machen ..... Ihr seid ein eingespieltes Team :bussy Einer der die Navi übernimmt ist ideal ( meiner Schwester trau ich das zu ) aber das ist selten . In der Regel vertraue ich meinem Peilkompass , da ich den höher halten kann und damit nicht so viel Magnetische Abweichung habe , der in unseren Booten ja schon recht hoch ist :schlaum ...( daher halte ich auch des öftern an ) Mein HDS 7 ist zwar gut , aber Kontrolle ist besser :schlaum:futschlac Das hab ich aber noch nicht lange , also Karte ist da wichtig für mich :schlaum |
Zitat:
mir ist die Farbe meiner Tauchklamotten auch egal, solange es schwarz ist... ;-) ein Kompass, den man auch mal zum Peilen herausnehmen kann, ist dieser http://www.outnorth.de/de/silva/70un...FanjwgoddrsAnQ Wenn man einen Beifahrer hat, sollte der navigieren, der Fahrer hat normalerweise alle Hände voll zu tun. Sonst muss man halt tatsächlich anhalten. Ich sehe aber auch nicht die Notwendigkeit, auf dem Roadbook während der Fahrt zu schreiben. Die Route, also die Punkte, sind ja schon vorher festgelegt worden, man fährt sie nur ab. Die aktuelle Nummer sollte man sich noch merken können... ansonsten bekommt man einen Punkt oder Haken auch während der Fahrt hin. Anhalten auf der Nordsee kann etwas ekelig werden, zumindest wenn es mal länger dauert. Die Nordsee verleitet ja doch schneller mal dazu, seinen Mageninhalt nach außen zu stülpen, wenn man so herumtreibt, als die Ostsee im Vergleich... ;) Auf jeden Fall ist es gut, nicht immer stumpf nach Navi oder GPS zu fahren, sondern einfach immer mal wieder mit Karte/Kompass, um in Übung zu bleiben für den Fall, dass die elektronischen Helfer wirklich mal ausfallen. Grüße |
Wasserfestes Papier
Hallo zusammen,
nach längerer Abstinenz mal wieder ein kleines Lebenszeichen von mir ... Erstmal find' ich die Zusammenfassung der Tour-Vorbereitung klasse :wow: :cool1 :hail - bisher hab' ich mich noch nicht außerhalb der Sichtlinie zum Ufer bewegt (bzw. meist war ich binnen unterwegs), somit waren diese umfassenden Vorbereitungen nicht erforderlich für mich. Für die wetterfesten Notizen (auch unterwegs) gibt es wasserfestes "Papier", z.B. von Rite in the rain (nicht verwandt oder verschwägert oder sonstirgendwie beteiligt - ich kenne nur keine anderen Anbieter :nixweiss). Das Konzept find ich für unsere recht kleinen Boote eigentlich recht gut - nur das leserliche Reinkritzeln unterwegs bei etwas Welle dürfte zur Kunst werden ... :schreiben |
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