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Christian 26.07.2006 19:26

An alle 4-Taktfahrer
 
Hallo,

habe eine Frage an alle 4 Taktfahrer, die über 100 Betriebsstunden pro Jahr fahren. Wechselt ihr euer Motoröl alle 100h wie es in der Betriebsanleitung steht oder einfach einmal am Ende der Saison, auch wenn 100h+ drauf sind?

MFG

Christian

Ferdi 26.07.2006 20:52

die Frage stellt sich bei mir nicht, weil ich im Jahr keine 100 Stunden draufbringe.
Aber, wenn ich so viel fahren würde, würde ich wechseln, noch dazu, wo mein Motor sowieso die wundersame Ölvermehrung hat (durch Benzin), die ich durch ein Süsswasserthermostat (70° statt 60°) jetzt eingedämmt habe.
Ist aber ein bekanntes Problem beim 140er Suzuki, das Johnson durchs Weisslackieren nicht weggebracht hat :nixweiss :lachen .

Michel 26.07.2006 20:58

Ich nicht,

rechne das doch mal auf ein Auto um, da wechselst man doch auch nicht alle 5 - 8 tsd km das Öl.

In der Gewährleistungszeit natürlich nach Plan. Und am Jahresende natürlich selbstredend. Und niemals zum Saisonanfang, immer zum Ende wechseln

:Kapitaen :saenman :Kapitaen

Martin 26.07.2006 22:16

Ich werde auch keine 100 BStd zusammenbringen. Auf alle Fälle würde ich aber, wie vorgeschrieben, das Öl + Filter wechseln. Altes, verbrauchtes Öl ist Mord für jeden Motor. Außerdem kostet der Ölwechsel eine Bagatelle. Ich wäre mir nicht sicher ob man BStd in Kilometer "umrechnen" kann, die Firmen werden sich bei den Serviceintervallen was gedacht haben.

GerdHolm 26.07.2006 22:48

Ich wechsel nur bei der Jahresinspektion. Meiner muß deutlich mehr als 100 Betriebsstunden im Jahr schaffen .
Gerd

Christian 27.07.2006 11:28

Hallo,


mmmh interssant eure verschiedenen Ansichten.
Ich denke aber auch das es ein Unterschied ist wie der Motor belastet wird.
Also z.B. als Wasserskischlepper Vollgas oder Leerlauf :lachen , oder ob man halt Touren fährt und dann selten über 3000 dreht (da in Holland ja eh Geschwindigkeitsbeschränkung herscht).


Christian

Christian 28.07.2006 14:05

Wollte das Thema nur noch mal nach oben holen.
Es gibt wohl noch mehr 4 Takt fahrer hier.... :futschlac



Christian

Christian 28.07.2006 14:10

Zitat:

Zitat von Ferdi
durch ein Süsswasserthermostat (70° statt 60°) jetzt eingedämmt habe.

:schlaum
Ferdi, hälst du das für eine gute Idee? Ab 65° Wassertemperatur fällt Kalk aus daher werden bei AB's die Temperaturen niedriger gehalten (auf Kosten des Wirkungsgrades), damit die Kanäle NICHT zugesetzt werden.
(Bei 70° werden sich die Kanäle mit der Zeit zusetzten)


Christian

Christian 02.09.2006 01:02

schuuubzzzz

N8falke 02.09.2006 01:11

Zitat:

Zitat von Christian
:schlaum
Ferdi, hälst du das für eine gute Idee? Ab 65° Wassertemperatur fällt Kalk aus daher werden bei AB's die Temperaturen niedriger gehalten (auf Kosten des Wirkungsgrades), damit die Kanäle NICHT zugesetzt werden.
(Bei 70° werden sich die Kanäle mit der Zeit zusetzten)


Christian

Dem Problem mit dem Kalk kann man aber mit der Verwendung von Süßwass-Anoden Herr werden. Damit wird dem Kalk der "Zahn gezogen" :chapeau

Helge 02.09.2006 12:51

Zitat:

Zitat von N8falke
Dem Problem mit dem Kalk kann man aber mit der Verwendung von Süßwass-Anoden Herr werden. Damit wird dem Kalk der "Zahn gezogen" :chapeau

Manfred, wie soll das funktionieren?
Anoden sind gegen Korrosion - Kalk hat in diesem Fall nicht viel damit zu tun. Kalk fällt oberhalb 65Grad aus, weil seine chemische "Lösung" (Wasser und Kohlendioxid) zerstört wird, also nicht ausreichend CO2 in heißem Wasser vorhanden ist.

Gruß Helge :nixweiss

N8falke 03.09.2006 01:20

Naja das einzige Problem dabei ist, dass eine Magnesium-Anode optimalerweise im Kühlkreislauf vorhanden sein müsste (Wie im Elektro-Boiler). Das Magnesium reagiert mit der heißen "Kalk-Lösung", verändert so die Struktur des Kalks und hindert ihn dadurch an seiner Neigung, sich anzulagern

Helge 03.09.2006 11:12

Manfred, irgendwie kann ich dir nicht folgen. :nixweiss

Wenn ich etwas Neues dazulernen könnte, gerne, denn beruflich bin ich wegen diesen Zusammenhängen schon öfters angesprochen worden, und gerade betr. Kalkablagerungen gehen die Meinungen weit auseinander. Da ist es immer interessant, neue Argumente zu erfahren. Und im Hobbyberich kann man es ja auch verwerten, wie man hier sieht (und woran ich in dieser Form noch gar nicht gedacht habe) :chapeau

Eine Mg-Anode im Boiler hat den Zweck, anstelle des Cu(Kupfer) ein anderes, neues galvanisches Element zu bilden. Von einer Art "Mg-CaCO3"-Komplex-Verbindung habe ich noch nichts gehört - das wäre ja auch eine einfache Problem-Lösung gegen Kalkablagerungen. Die Struktur des Kalks, besser gesagt die Kristallstruktur, spielt bei der Ablagerung und damit der Löslichkeit eine Rolle. Werden die Kristalle daran gehindert (besser gesagt, ganz verhindern kann man es nicht, aber zeitlich behindern) sich komplex abzulagern, sprich größere kristalline Verbunde zu bilden, bleiben sie leichter angreifbar, im chemischen und und viel mehr im physikalischen Sinn, da sie an den Oberflächen sich nicht fest absetzen.

Soweit mein Kenntnisstand.

Gruß Helge :biere

N8falke 03.09.2006 13:06

Theoretischen Ansatz kann ich Dir diesbezüglich mangels entsprechender Ausbildung hier keinen liefern. Meine Erfahrungen kommen da mehr aus der Praxis. Ich habe in meiner alten Wohnung alle paar Jahre den Boiler (Heißwasser-Speicher) entkalkt, sprich selbigen geöffnet und den ganzen "Kalkschotter" entfernt.

Und solange ich bei dem Vorgang eine neue Magnesium-Opfer-Anode eingestzt habe, hat sich innen am Kessel nichts angesetzt, sondern der Kalk war einfach lose im unteren Teil des Kessels abgelegt. Einmal hab ich den Anoden-Wechsel aber verabsäumt und beim nächsten Entkalken war der ganze Kessel innen mit einer Kalkschicht überzogen und der Heizstab im Eimer. Dafür war im Gegenzug aber fast kein "Sediment" bzw. lose Kalksteinchen vorhanden.

Daraus schließe ich, dass die Verwendung von Magnesium-Anoden sehr wohl eine Auswirkung auf das Ablageverhalten von Kalk in Heißwasserkreisläufen haben, oder? :nixweiss

Helge 03.09.2006 13:29

Hallo Manfred,
danke für die Antwort. Auch wenn es ein wenig OT an dieser Stelle ist, ganz kurz eine Erklärung :

Die Opferanode hat keine direkte Wirkung auf den Kalk. Dieser platzt durch Ausdehnung vom Heizstab ab und setzt sich dann ab, ein ganz normaler physikalischer Vorgang, weil am Heizstab die Kohlensäurekonzentration im Wasser am geringsten ist (zudem oberhalb 65Grad). Heizstab und Kessel werden von der Anode geschützt - ein galvanischer Vorgang (Elektro-Chemie). Ist die Anode verbraucht, geht's an die anderen Metallteile (daher Name "Opferanode"), der Vorgang der Kalkablagerung im gesamten Gefäß kann davon beeinflusst werden.

Deine Schlussfolgerungen sind also ein wenig in die falsche Richtung gelaufen :zwinkern - aber hätte ja auch umgekehrt sein können, ich lerne gerne was Neues dazu.

Gruß Helge :chapeau


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