Hallo zusammen,
Ich habe den SBF-See im Selbststudium gemacht. Habe mir halt die Unterlagen besorgt und anhand der Fragebögen gelernt. Einfach die Fragebögen in Klarsichthülle packen und mit abwischbarem Folienstift immer wieder machen. Die Navigation hat mir mein Onkel damals erklärt, sollte aber auch anhand eines Buches machbar sein. Ich habe für's Lernen ca. 1 1/2 Tage gebraucht und ich denke mal so 2-3 Stunden für Navigation. Also insgesamt etwa 2 Tage, bin aber auch Student, also Lernstress-gewohnt.
Fahrschule habe ich in Düsseldorf am Hafen gemacht. Ich habe damals 4 Stunden (2x2) vor der Prüfung genommen, wobei ich im Nachhinein sagen würde, dass auch 2 Stunden gereicht hätten. Aber ich hab auch schon den SBF Binnen und fahre seit 16 Jahren motorisiert auf dem Wasser herum. Wenn man keine Erfahrung auf dem Wasser hat, würde ich eher nochmal 2 Stunden extra empfehlen.
Man muss sich natürlich im Klaren sein, dass die praktische Prüfung ein kompletter Witz ist und man da (bis auf das Anlegen und die Knoten vielleicht) gar nix von hat. Und dann diese Kommandos, die man dort lernt. Muss mich heute noch schlapplachen, wenn ich daran denke...

Bringt ja auch herzlich wenig in einem Binnenhafen sinnfrei rumzutuckern und dann dort die Seeprüfung zu machen. Das ist genau wie Schwimmunterricht im Klassenzimmer
Es sollte einem bewusst sein, dass der Führerschein nur der Schein ist, der einen zum Bootfahren berechtigt. Wenn du mit den Kenntnissen damit in HR oder so große Touren fahren willst, kannst du das ziemlich vergessen, da die Navigation doch sehr sehr simpel ist. Versatz im Wasser und Ähnliches findet hier keine Berücksichtigung. Aber es gibt ja GPS. Naja und die Wetterkunde... Ich weiß nicht....
Ob einem der Theorieunterricht etwas bringt, muss jeder für sich entscheiden. Ich habe damals beim Binnenschein für meinen Geschmack schon genug (unnützes) Seemannsgarn gehört. Es mag für manche "gemütlicher" sein in einer Fahrschule, aber mir persönlich wäre das zu langwierig gewesen.
Gruß,
Pat