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Alt 19.09.2011, 10:48
Sirius Sirius ist offline
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Hallo Ute,

Du hast ja schon den Link zu unserem Cadet hier genannt bekommen. Also,
vor genau der Entscheidung wie ihr standen wir auch vor nicht allzu langer Zeit.

Ich kann nur sagen, dass ich die Entscheidung einen Cadet zu nehmen und eben kein Zoom oder Typhoon auch heute wieder so treffen würde. Ausschlaggebend, war für mich der persönliche "Kontakt" mit den Booten und dass kann ich Euch echt auch nur ans Herz legen.

Wir haben unseren Cadet von Olbermann in Köln und da sind alle Boote aufgebaut und man kann alles anfassen und live "erleben". Das macht echt viel aus!

Vor dem Besuch beim Händler war für mich eigentlich klar, dass man sich den Aufpreis für einen Cadet sparen kann, das änderte sich aber schlagartig als ich dann den direkten Vergleich zu den günstigeren Modellen herstellen konnte.

Die Qualitätsunterschiede sind wirtklich deutlich fühl und sehbar. Ein paar Beispiele:

Der Cadet hat einen schönen glatten, hart versiegelten Boden, der absolut passgenau und hochwertig verarbeitet wirkt. Die Zoom oder Typhoon Boote haben hingegen einen rauen, nur grob behandelten Boden, der zwar in dem Blauton schick aussieht, mir aber beim Drüberfühlen eine Gänsehaut über den Rücken jagt! Das ist so ein unangenhem raues Zeug, so als ob man mit der Hand über einen Bimsstein fährt, das geht für mich gar nicht!

Die Transportgriffe sind beim Cadet gepolstert und schneiden nicht ein, wenn man das Boot trägt, bei den günstigeren Modellen findet man hier nur eine Art Gurt vor, der wesentlich unangenhemer in der Hand liegt.

Dann sind die Nähte beim Cadet eben geschweißt und nicht geklebt, wie bei Zoom oder Typhoon. Klar ist das teurer aber wird aller voraussicht nach auch länger halten.

Insgesamt war dann auch noch ausschlagebend, dass uns die Fa. Olbermann einen super Preis für den Cadet gemacht hat, so dass man den preislichen Unterschied verschmerzen konnte.

Ob 3,10 Meter reichen, muss jeder für sich selber entscheiden. Für meine Frau und mich reichen die 3,10 Meter locker, ich gehe auch Angeln und selbst mit Gerödel geht das noch! Gut, eine komplette Karpfenmontur würde sicher den Rahmen sprengen und zu vier Leuten würde ich auch nicht unbedingt längere Strecken fahren wollen!

Wichtig für uns war bei allen Überlegungen auch das Gewicht! Den Cadet kann ich in seiner kompakten Transporttasche noch bequem alleine tragen ohne mir einen halben Bruch zu heben. Für uns besonders wichtig, weil wir nicht viel Platz haben und das Boot jedes Mal komplett Auf- bzw. Abbauen.

Wir bauen das Boot mit bequem in einer halben Stunde auf bzw. wieder ab.

Zum Motor: Wie Du ja schon gesehen hast, haben wir uns einen zehn PS Antrieb ans Heck gehangen, aus heutiger Sicht denke ich, dass das nicht unbedingt sein muss! Ich weiß, dass ich da mit meiner Meinung hier im Forum relativ alleine stehe, aber es kommt auch hier immer darauf an, was man möchte.

Da wir in der Nähe von Köln wohnen, liegt es natürlich nahe, auch auf dem Rhein mit seiner starken Strömung zu fahren und nur deswegen, haben wir uns schließlich für die 10 PS Variante entschieden. Zum Fahren auf der Mosel und vor allem zum Angeln reichen locker auch fünf PS, ich überlege sogar, ob ich mir speziell für das Angeln und Fahren auf ruhigen Gewässern, z.B. auf der Lahn, einen 3,5 PS Motor zusätzlich besorge. Insbesondere haben die kleineren Modelle einen interenen Tank und es bleibt mehr Platz im Boot für z.B. Angelausrüstung.

Der Zehn PS Motor lässt den kleinen Cadet bei Vollgas zu zweit regelrecht über das Wasser "hüpfen". Wenn ich erhlich bin, ist mir dass schon fast zu schnell. Gleitfahrt ist mit dem 10er bei etwas unter Drittelgas bequem möglich. Selbst auf dem Rhein brauchten wir die Leistung nicht.

Natürlich läuft so ein größerer Motor mit seinen zwei Zylindern wesentlich ruhiger und leiser als die kleineren Einzylinder Antriebe, aber die Technik ist heute soweit, dass auch die kleineren Motoren flüsterleise sind. Aber eben nicht ganz so seidenweich wie die größeren. Im Standgas hört man bei unserem Antrieb nur noch den Kontrollstrahl von der Wasserkühlung plätschern, so leise ist der Motor!

Transportieren lässt sich unser 10 PS Yamaha überraschend leicht, er ist sogut ausbalanciert, dass ich die knapp 40 KG problemlos umher tragen kann und ich bin mit knapp über 1,70 und knappen 70 KG nicht besonders groß oder kräftig. Was sich für uns sehr bezahlt gemacht hat, ist so ein Trolly für den Motor, so kann man ihn ganz bequem und einfach herumfahren und muss ihn schließlich nur den gringsten Teil schleppen.

Insgesamt kann ich die Fa. Olbermann in Köln nur empfehlen, sehr nette Leute und ein toller Service.

Schaut am besten einfach mal vorbei. Bei Fragen zu Boot oder Motor einfach melden.

Viel Spaß beim Aussuchen!

Grüße

Christoph
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Polar Bird Merlin 385 / Tohatsu MF 20 E

Geändert von Sirius (19.09.2011 um 10:58 Uhr)
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