Wiking Komet umbauen
Hallo liebe Schlauchboot-Gemeinde
vor 3 Jahren hatte ich schon mal vom Kauf meines Wiking Komet 350 berichtet.
Das Boot hatte ich jemandem abgekauft, der keinerlei Pflege in das Boot investiert hatte (Boot und Motor waren völlig verdreckt und versalzen, der Motor hatte wahrscheinlich noch nie eine Süßwasserspülung erfahren....) Der Boden war noch in erträglichem Zustand, was ja bei Wiking bekanntermaßen ein Problem ist. Die abgescheuerten Stellen am Boden habe ich mit Coelan überstrichen, was erstaunlich gut gehalten hat. Kurzum, für 650 € für Boot und Motor darf man keine allzu hohen Ansprüche stellen.
Beim Motor (Evinrude 30) musste nur der Vergaser eingestellt werden und dann lief er wie geschmiert und in Zukunft ist er bei mir immer in guter Pflege...
Die ersten Erfahrungen in Kroatien waren auch durchweg positiv. Das Boot liegt wesentlich besser im Wasser, als die Platten-mit -Luftkiel-Boote , die ich bislang kennen lernte, das merkt man u.a. beim Wasserskifahren, zumal das Heck beim Anfahren nicht seitlich weg driftet. Also insgesamt eine tolle Rumpfkonstruktion; in der Bootslänge gibt es wohl kaum was vergleichbares.
Jetzt aber zu den aus meiner Sicht negativen Seiten (alle eingefleischten Wikinger mögen bitte weg hören!!!!)
Aus meiner Sicht hat mit diesem Aufbau das Boot keinerlei „Freizeitwert“. Vom Steg aus auf den Bug zu steigen, über die Scheibe zu klettern und sich dann sich vor die Plastikscheibe hinters Lenkrad zu klemmen erfordert schon fast akrobatische Fähigkeiten. Zudem ist, zumindest in wärmeren Regionen; das Fahrerlebnis viel schöner, wenn man weiter oben sitzt und über dem Wasser „schwebt“, anstatt unten zwischen den Schläuchen eingeklemmt zu sein. Der umständliche Süllrand mit dem eingezogenen Plastikstreifen verhindert zudem, dass man beim Baden über den Schlauch ins Wasser gleiten kann, bzw. über den Schlauch wieder einsteigt....
Das Boot stößt mit 3 Erwachsenen schon an seine räumlichen Grenzen und eignet sich meines Erachtens eher für einen Sonntags-Ausflug auf dem Rhein zum Kaffeetrinken, als für einen Sommerurlaub an der Adria, was in Anbetracht der genialen Fahreigenschaften eigentlich schade ist.
Jetzt zu meinem Vorhaben:
In ebay war neulich so was zu sehen, nämlich ein Wiking, bei dem der Aufbau restlos entfernt wurde. Mir würde das gleiche vorschweben, nur wie trennt man das Zeug ab, ohne die Bootshaut zu stark zu beschädigen. Bei dem „ebay-Modell“ wurden die Klebestellen mit Gummipaint überstrichen, ich würde mir eher vorstellen, über die gesamte Schlauchlänge einen farblich abgehobenen Hypalon Streifen (ca. 10 cm breit) zu kleben und vielleicht einen herkömmlichen Süllrand drauf zu kleben. Weiß gar nicht, ob man einen Süllrand im Zubehörhandel kaufen kann, werde auf jeden Fall Frank dazu befragen.
Eine wichtige, bzw, die entscheidende Frage in diesem Zusammenhang ist für mich auch die Stabilität, denn die Wikingschläuche werden nach vorne hin dünner und die Wiking-Bug-Konstruktion verbindet mit dem Bugbrett und dem Gestänge die Seitenschläuche mit der Bugspitze. Würde durch einen Wegfall dieser Verbindung die Stabilität des Bootes leiden?
Vom Ebay -Inserenten konnte ich leider nicht allzuviel erfahren, weil dieser sein Boot ursprünglich so gekauft hatte und insofern keine Erfahrungen zum Umbau bzw. dem Fahrverhalten vorher/nachher weitergeben konnte.
Also, was mein Ihr dazu? Um jeden hilfreichen Hinweis bin ich dankbar...
Viele Grüße
Stephen
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