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| Aussenbordmotoren Alles zum Thema Motoren, egal ob 2 oder 4-Takt |
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#1
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Vor einiger Zeit fuhren wir mit unserem Schlaucherl auf der Donau. Als ich unseren (Mister) Johnson (35 PS, Bj 85) schweisstreibig mit Handstart und Choke wecken wollte, mussten wir nach einigen Versuchen feststellen, dass er ausser unwilligem Gebrubbel, in einer blauen Wolke verschwindend, keinerlei Leistung zeigte und sogar bei leichtem Gasgeben sofort abstarb. Als ich nun den Choke wieder rein schob, starb er ebenfalls sofort ab und verabschiedete sich mit einem lautem Pffft.
Wenn ich nun den Choke wieder zog und sofort auf Vollgas ging lief er zwar, hörte sich aber anfangs an als wenn er überhaupt nicht rundlaufen würde. Bei Gaswegnahme verabschiedete er sich wiederum mit o.g. Geräusch. Ein freundlicher Herr vom Booteservice Oberbayern bestätigte unseren Verdacht, dass wir nach der letzten Fahrt in der Saison 2004 den Vergaser nicht leer fuhren und sich jetzt Rückstände in eben diesen ablagerten. Gegen eine geringe Gebühr von nur 101,65 Euronen säuberte er den Vergaser und prüfte die Lauffähigkeit des Motors. Vergangenes Wochenende (erstes Septemberwochenende) wollten wieder über Attersee flitzen. Glatterdings ging voriges Spiel wieder von vorne an: Rauf auf’s Boot, wegen der geringen Wassertiefe an unserem Liegeplatz ein wengerl in den See gerudert und mit der Gewissheit des gereinigten Vergasers am Schnürchen gezogen. Nach dem 20sten Mal versammelten sich die ersten Zaungäste während unser Motor sich mit einigen Pfft’s in bläulichen Rauch verhüllte. Die übliche Nichtstartroutine durchgespielt (Tankentlüftung auf, Sprit drin, welche Mischung war’s doch gleich(?)), Häuberl runter und am Gemischeinstellungsschäuberl gedreht. Egal in welche Richtung, magerer oder fetter, wir dieses drehten, es änderte sich nichts. Standgas oder gar warmlaufen war nicht möglich. Nur durch ein sofortiges hochdrehen des Motors (mit gezogenen Choke) konnte er das Gas halten. Nun die Frage an Euch. Fällt Euch zu diesen Symptomen etwas ein was wir noch testen könnten bzw. was die Ursache sein könnte? Zündkerzen sind soweit eigentlich i.o. und den Sprit haben wir im Verhältnis 1:48 gemischt. Elisabeth und meinereiner sind leider (noch nicht) so die Schrauberhelden, wenn es weiter so läuft geht der Tend aber dahin. Vielleicht können wir dann auch mal weiterhelfen.
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Dani Marlin 18 P / VW T5 IHS Interessensgemeinschaft historischer Schwertkampf Schrobenhausen http://www.ihs-schrobenhausen.de Geändert von Dani (08.09.2005 um 13:51 Uhr) |
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#2
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Hallo Dani,
schwierig. Das klingt nach Spritmangel. Wie sieht es mit der Benzinpumpe aus? Fördert die ausreichend? Sind die Membranen ok? Ich würde dem freundlichen Herrn mal einen Besuch abstatten... Viel Erfolg.
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Viele Grüße Stefan Natürliche Dummheit schlägt künstliche Intelligenz, jederzeit. |
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#3
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Servus Stefan,
ich denke Spritmangel kanns nicht sein, denn bei Vollgas läufts von der Geschwindikeit her normal. Oder kann es sein dass die Pumpe in den unteren Drehzahlen einfach zu wenig liefert? Membrannen sollten nach dem Boote-Service Oberbayern-Check auch o.k. sein. Was komisch ist, ist der blaue Dunst beim Starten als wenn das Mischungsverhältnis (absolut) zu fett wäre und dann das Pfft. Jedenfalls hatte er das noch nie vorher. Zitat:
Wenn ich das nicht bald auf die Reihe bekomme werde ich das wohl machen müssen. Da ich es nicht besser weiss, kann ich ihm aber keinen Fehler nachweisen.
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Dani Marlin 18 P / VW T5 IHS Interessensgemeinschaft historischer Schwertkampf Schrobenhausen http://www.ihs-schrobenhausen.de |
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#4
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Ich habe mal was ganz doofes gehabt: nach dem Einwintern hat der Monteur einen Gummistopfen im Ansaugbereich des Vergasers vergessen (Mercury 10 PS). Die Phänomene waren ähnlich. Aber dein Besuch bei dem freundlichen Herren wird so etwas ja sicher auschließen lassen. Außerdem würde er dann bei Vollgas sicher auch nicht laufen. Aber das nicht anspringen und sofort bei Choke und Gasgeben absterben passt irgendwie. Die Stopfen nehmen die gerne, wenn die Storageöl einfüllen oder so.
Jörg |
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#5
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Hallo Dani -- an meinem Motor brauche ich den Choke höchstens einmal. 1 X ziehen mit, dann wieder rein damit und beim 2. Anziehen ist der Motor da. Allerdings gebe ich dazu über die Schaltung etwas Gas mit ausgekuppeltem Getriebe. 2 bläuliche (fette) Wölkchen, dann läuft der Motor. 1-2 Minuten warm laufen lassen und ich kann in normales Standgas gehen bei rundem Motorlauf.
Bei meinem Erststart (ich kannte die Getriebeentriegelung nicht) verhielt sich der Motor ähnlich wie Deiner! Reinhard
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#6
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Nachtrag: Du schreibst was von Gemischeinstellschraube und getanktem 1:48! ??? Oder meinst Du die Luft-/Standgasschraube des Vergasers?
Reinhard |
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#7
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Zitat:
Jedenfalls sagt der freundliche Herr dass der AB gerumpelt ist. Der Johnson schwächelt und rülpst jedenfalls genauso wie vorher. Und Storageöl hat er bisher auch noch nicht gesehen. Nach meiner "fachmännischen Sichtprüfung nach" schaut der Vergaser so aus wie immer. Kein Stopfen, nix dran, nix drin. Nur ein wenig feucht wird er aussen rum.Zitat:
Genau so war's bisher auch immer. Kannte das nicht anders. Choke einmal raus - durchziehen -> nochmal an der Kordel zieh'n und das Ding rumpelt seines Weges. Aber was meinst Du mit "Getriebeentriegelung"? Wenn bei unserem ein Gang eingelegt ist, kann ich gar nicht durchziehen. Aber das meinst Du wohl nicht wenn's mit dem blaudunstigen Startvorgang zu tun hat. Nachtrag gesehenIch meine die Schraube über dem Lufteinlass. Lässt sich in beide Richtungen drehen. Runder Knubbelknopf mÃ*t einem sich nach rechts verjüngenden runden Pfeil. Haben wir (lt. einem älteren Posting von hier) als Gemischverstellungsschraube erkannt (falsch?) und dran gedreht. Hat aber in beide Richtungen nix gebracht. 1:48 :: Eigentlich heisst's ja immer 1: 50 beim selber gemischten Cocktail. Aber rechnerisch ist das bei den Vorgaben eher 1:48.
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Dani Marlin 18 P / VW T5 IHS Interessensgemeinschaft historischer Schwertkampf Schrobenhausen http://www.ihs-schrobenhausen.de Geändert von Dani (08.09.2005 um 16:01 Uhr) |
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#8
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Hallo Dani, Getriebeentriegelung heisst, dass ich den Gashebel betätigen kann, ohne einen Gang einzulegen.
Damit gebe ich dem kalten Motor etwas mehr Sprit als bei normalem Standgas. Die Schraube am Vergaser ist dann wohl für's Luftgemisch. Ich kenn Deinen Motor nicht. Ich wollte nur ausschliessen, dass Du einem evtl Selbstmischer nicht doppelt Öl zuführst. Gemischschraube könnte ja auch die Fördermenge der Ölpumpe regeln. Dein Vergaser wird feucht? Ist vielleicht die Schraube zum leer laufen lassen des Vergasers nicht richtig angezogen oder überdreht worden und Sprit läuft noch raus? Das spräche für Stefans Theorie über Spritzufuhrprobleme. Reinhard |
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#9
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Zitat:
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Zitat:
Oh je, ich bin ja mal gespannt ob die Mühle mal wieder läuft. Ich habe irgenwo hier mal gelesen dass der Aussenborder an sich eine der genialsten Erfindungen ist die jemals gemacht worden sind. Also wird wohl auch unser betagter Mister Johnson von seinem Hustenreiz heilbar sein. Jedenfalls hier und jetzt mal ein grosses Danke für Eure Hilfe.
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Dani Marlin 18 P / VW T5 IHS Interessensgemeinschaft historischer Schwertkampf Schrobenhausen http://www.ihs-schrobenhausen.de |
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#10
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Hallo Dani,
ich hatte bei meinem alten Yamaha ähnliche Probleme: Zum Starten den Pumpball so lange gedrückt bis er, wie vom (neuen) Mercury gewohnt, fest wurde. Die dann folgenden Startversuche ähnelten Deinen: Kaum angesprungen und wenn dann nur Vollgas möglich. Sobald ich das Gas wegnahm ging er aus und dann ewig nicht mehr an. Die Zündkerze war nass. Die Erklärung: Der Motor hatte nicht zu wenig, sondern zu viel Sprit, d.h. der Vergaser lief über. Erste Hilfe: Sobald er mit Vollgas lief habe ich den Benzinschlauch abgeklemmt, ihn eine Weile laufen lassen und dann den Benzinschlauch wieder angesteckt. Danach verhielt er sich ganz manierlich. Nächster Schritt: Die Schwimmernadel ausgetauscht und künftig vor dem Starten etwas weniger kräftig und lange gepumpt, seither springt der Motor sofort an und läuft in allen Drehzahlbereichen rund. Grüße Harald |
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#11
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Moin Harald,
hört sich ziemlich plausibel an. Glatterdings ist der AB beim freudlichen Herrn ohne Probs gelaufen. Der sagte er habe den Vergaser komplett zerlegt und gereinigt. Wenns am Wochenende nicht junge Hunde regnet, werden wir versuchen eine Runde auf der Donau zu rutschen. Dann teste ich das auch einmal.
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Dani Marlin 18 P / VW T5 IHS Interessensgemeinschaft historischer Schwertkampf Schrobenhausen http://www.ihs-schrobenhausen.de |
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#12
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Zitat:
Wenn du eine OMC Schaltbox hast, dann geht das mit dem Standgas (ohne einzukuppeln) auch. Da müßte ein Hebel obendrauf sein, welchen man, wenn der Schalthebel in Neutral steht, hochheben kann. Dieser Standgashebel ist flächenbündig mit dem Schaltkasten montiert.
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Gruß Ludger --------------------------------------------------- Ich bin Second-Hand Vegetarier:" Kuh frisst Gras, ich fress Kuh!!!" |
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