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#1
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Hi,
stehe kurz vor der Prüfung zum SBF See und habe die erste praktische Fahrstunde hinter mir. War für mich in mehrfacher Hinsicht frustierend. Das Problem für mich sind nicht die Manöver als solche so wie die erwarteten Kommandos, sondern das Handling eines trägen Kahn mit Festschraube, dh. diesen erst auf den gewünschten Kurs zu bringen. Mein Schlauchboot wie auch mein Auto kann ich auf den cm genau steuern. So ein Ausbildungsboot ist naturgemäss träger, ist schon klar. Was mich bloss aufregt ist, dass man bei so einer Ausbildung im Grunde nicht die Gelegenheit geboten bekommt, mit dem Handling eines solchen Bootes erst ein wenig vertraut zu werden und etwas Gefühl für die Schaltung und Steuerung zu bekommen, vom Beherrschen will ich erst gar nicht sprechen. War mit dem Aussenborder die direkte Steuerung und unmittelbare Reaktion des Bootes gewohnt. In den 2 Stunden ist man selber allenfalls 15 Minuten selbst am Steuer, wenn, wie üblich insgesamt 5 Schüler an Bord sind. Hat man dann so ein Anlegemanöver verpatzt, wars das und es wird halt nicht trainiert, bis es sitzt. Habe zwar nochmals 2 Stunden Praxisübung, gehe aber mit gemischten Gefühlen in die Praxisprüfung, wenn man sich noch nicht an das Boot richtig gewöhnt hat und zu viel Zufall im Spiel ist.. Hattet Ihr die gleichen Probleme ? und ist man durch den Aussenborder da ein wenig "versaut". Ansonsten ist vom Lernprogramm her die praktische Ausbildung eine Lachnummer, mit Standgas in einem Hafenbecken herumzueiern. Gruss Rainer |
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#2
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Zitat:
Dann kam meine erste Alleinfahrstunde mit dem eigenen Boot (siehe HP). Ich fühlte mich wie ein hoffnungsloser Skipper. Bin sowieso in so etwas ein vorsichtiger Mensch. Meine Frau hat vorige Woche den See gemacht.Sie hatte bei der ersten Fahrstunde ein gutes Gefühl, bei der zweiten kam sie enttäuscht nach Hause und hat sofort eine dritte gebucht. Bei der Prüfung, eigene Aussage, mit dem Prüfer Glück gehabt. Der hat sie Manöver fahren lassen und selber noch Tipps zur Verbesserung dabei gegeben. Ergebnis ist hier ja bekannt. Also wenn Du glaubst nach den Fahrstunden, dass Boot beherrschen zu können, dann muß ich dich enttäuschen. Du lernst da maximal die Manöver für die Prüfung zu "fahren", aber nicht zu beherrschen. Fahren muß Du später lernen. Was auch noch ein netter Umstieg ist, ist der Wechsel von Pinne auf Steuerrad. Da fängt das Üben des Anlegen wieder von vorne an. Gruß Hans |
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#3
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Hm, das schein aber ein bisschen an der Fahrschule zu liegen, wie haben unsere Scheine bei AquaFun gemacht, da konnten wir üben bis wir alles richtig konnten und wurden dann auch noch gefragt, ob uns das reicht, oder ob wir nochmal zum üben kommen wollen, da hat der Service wirklich gestimmt
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#4
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Hallo Rainer,
Du hast auch mein Mitleid. Aber das wird schon. Wenn Du bislang nur ABs gefahren bist musst Du ein bißchen umdenken. Beim AB steuerst Du kinderleicht über die Lenkung und die Schraube. So lange die Schraube Schub gibt bringt sie Dich dahin wo Du hin willst. Bei einer starren Schraube steuerst Du über die Lenkung das Ruder - so lange das Boot Fahrt hat läßt sich das Boot steuern. Jedoch muss man hier beachten, dass die Schraube das Ruderblatt anstrahlt und die Ruderwirkung damit beeinflußt (z.B.: Radeffekt kann hier auftreten). Das bedeutet wenn Du bei starrer Schraube kurz beherzt Gas gibst, das Boot Fahrt aufnimmt, Du das Gas wegnimmst steuerst Du alleine über das Ruder - ganz leicht. Sobald Du wieder Gas gibst wirkt es sich sofort auf die Steuereigenschaft aus. Beim AB - wenn Du Gas gibst und die Schraube sich dreht steuerst Du ganz easy. Gas weg und die Steuerung wird schwieriger da ein AB dann nicht so gut steuert wie ein Ruderblatt. Das ist im groben der Unterschied. Ganz besonders deutlich wird der Unterschied übrigens bei Rückwährtsfahrt. Wenn Du daran denkst dürfte es vielleicht einfacher gehen... Viel Glück!
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Viele Grüße Tom Freiwilliger Seenotdienst e.V. (Bodensee) Infos: www.fsd-info.de. Bei Interesse bitte PN an mich! Wir suchen noch Mitglieder!
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#5
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Hi,
danke für die Antworten. Theoretisch ist das alles auch klar. Bloss bei der Umsetzung im Unterbewusstsein haperts. Ich lenke da zu hektisch und bräuchte so 30 Minuten für mich alleine, um mit so einem anderen Fahrverhalten warm zu werden. Der Aha-Effekt für die erforderliche eigene Motorik fehlt irgendwie noch. Gruss Rainer |
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#6
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Hallo Rainer,
Fahrschule war ein Motor-Schlauchbootclub im ADAC organisiert. Jeder Prüfling hat vorher 3h a 45 min selber am Lenkrädchen gefahren, unter Umständen ist ein 2. Schüler als *Prüferdummy* mit im Boot gesessen (ein zephir mit 10 PS AB). An/Ablegen permanent zwischen den Betonwänden des Main-Donaukanals - natürlich ging eine Menge daneben. Ziel ist nicht fahren lernen, sondern fein dosiert mit dem Gas umzugehen wie beim Wenden auf engstem Raum (mit dem zephir auf der Stelle möglich). Dabei soll man zeigen, dass man das Boot hinfahren kann wohin man selber will und nicht wo das Boot meint hinzuwollen. Ich war vorher bekennender Pinnenfetischist - nach der 1. Fahrschulstunde musste ich zugeben, so ein Lenkrädchen ist nicht ohne.... => die größten Wellen im Kanal hat der fetteste Kahn gemacht => die Wassercops Hab wegen zu später Anmeldung erst Binnen gemacht und beim nächsten Kurs See => musste 2 mal praktisch machen - vor der 2. Prüfung hat 1 Stunde gereicht. Ich hab auch gelästert und geschimpft was das soll. Nach der 1. richtigen Saison: es gibt sehr viele Irre, die in Mini-Häfen reinrauschen und mit dem Bug im Halbspeed an die Mauer randötzen..... und dann gibt es Bootlefahrer, die nehmen weit vorher Gas raus und tuckern in den Mini-Häfen gemütlich unscheibar rein und punktgenau durch die Gegend - wer wird wohl keinen Schein haben???? P.S. - die Tonne Süderpiep wollte ich noch anuri.....
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#7
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Hallo Rainer,
tun mir echt leid für dich und ist echt zum ... Ich hatte das Glück - war der erste und 10 Uhr "dran" - die nächsten kamen erst 13 Uhr wegen der Mittagsruhe - so konnte ich bis ca. 13 Uhr trotz 2x 45min. gemütlich alles üben. Ich war aber auch echt froh darüber !!! Es war ein kanad. Boot mit 70 PS - fuhr sehr gut.ABER die Prüfung - auf dem Boot / 3 Mann / der erste legt ab und fährt.. / der 2. mußte Knoten machen / der 3. Rettungsring auf Kommando werfen = Mann über Bord Manöver !!! Der ruhig nicht EIN Wort zu viel und nur Seemanns-Sprache - antworten wollte er nur von DEN gefragten haben... Aber es haben - WEISS ICH GENAU - außer mir doch auch noch viel mehr GEPACKT - dann schafft du es auch Eigentlich hart war das theoret. Lernen. Schau, das Boot am Steg war es... Viel Glück, helge.
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**************************************** N 50° 56' 31" E 10° 43' 0" **************************************** www.caravanclub.de |
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#8
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Rainer,
ich hatte am Starnberger See auch so eine Dreckskiste mit Wellenantrieb, nach der 1. und leider einzigen Stunde war ich sicher dass ich in der Praxis durchfalle. Am Prüfungstag hat es dann nonstop geschüttet und der Prüfer wollte auch vom Boot, mit viel Grück bekam ich das träge Biest in den Griff und den Schein in die Hand. Ích drück dir die Daumen, wird schon. Gruß Alex |
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#9
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Hallo Rainer,
fühle mich sehr an meine Fahrschule erinnert. Habe 2 x 20 min. Ausbildung und Prüfung in Düsseldorf gemacht, mir ging es damals nicht anders und es machte schon ein wenig den Eindruck eines Glücksspiels. Man kann natürlich auch mehr Stunden nehmen, aber das kostet ja schließlich, da ist ein Komplettangebot einer Schule vieleicht die bessere oder sicherere Wahl. Wünsche dir Viel Glück für die Prüfung, wird schon klappen, wenn du ein wenig Schlauchbootpraxis mitbringst. VG, Andreas Geändert von alibaba (18.03.2006 um 22:23 Uhr) |
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#10
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Stell ich mir auch Sch.... vor mit Wellenantrieb
!!!Bin zwar noch nicht gefahren,aber unser Boot ist ein kleines Sportboot mit einem 10 PS Yamaha 4 Takt AB.Da dürfte es keine großen Probleme geben.Es wären auch fast nie welche durch die prakt. Prüfung gefallen !!!Wir üben 1 mal 2 Stunden mit 3 Mann an Bord(hihi mit 10PS bei Schneeschmelzenelbe,dass wird lustig) und 1 mal 1 Stunde mit wieder 3 Mann an Bord.Kostenpunkt zusammen 90,-. Drücke Dir die Daumen Rainer.
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Gruß Falk ![]() Nur mal so am Rande: Wer braucht schon google, wenn´s Gugel gibt!!!
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#11
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Ich fand mein Ausbildungsboot (9m Stahlverdränger mit Welle) garnicht so schlecht , da es ausgekuppelt immer noch auf´s Ruder reagierte . Das war beim Mann über Bord Manöver ein großer Vorteil , da man früh den Gang rausnehmen konnte und das war ja halt schon die halbe Miete auf dem Weg zum Schein .
Gruß Andre |
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#12
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Hallo Rainer,
ich hab meine Fahrstunden und Prüfung auch auf einem alten Stahlverdränger gemacht, war bei mir vom Handling genauso.. sehr gewöhnungsbedürftig. Ich habe mir dann aber 5 Fahrstunden a 45 min. gegönnt um mich besser an den trägen Kahn zu gewöhnen. War dann in der Prüfung aber auch kein Problem mehr.
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Gruß Torsten meine Seite Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klar kommen! |
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#13
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Hallo Rainer,
das scheint einer der Punkte zu sein in dem sich die Fahrschulen wirklich unterscheiden! Ich habe meine Scheine bei bootschule.de gemacht. Und hier hat jeder so lange Zeit gehabt wie er brauchte. Wobei die Tipps so gut waren dass hier niemand wirklich lange brauchte... :-) Und bestanden haben dann auch alle aus unserem Kurs! Viel Erfolg für deine nächsten Stunden und für deine Prüfung! Grüße Christoph |
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#14
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Hi,
hat alles heute prima geklappt, und bestanden, auch der praktische Teil ! Ist halt ein irres Pauken für den theoretischen Teil, wenn man einigermassen sicher in die Prüfung gehen will.. Mir sind da schon die Schleppverbände, heulende Tonnen und im Nebel pfeifenden Ankerlieger im Traum begegnet. Dann kommt jetzt im Mai noch der Binnen, dann Funk, nächstes Jahr SKS und danach schliesslich der Seeschifferschein, alles nach der Reihe. Nochmals viel pauken und vor allem Seemeilen kloppen. Braucht man zwar nicht alles unbedingt fürs Schlauchbootfahren an der Küste, aber macht auch Spass, im maritimen Sport ein bischen gefordert zu werden und mal so weitere Strecken will ich irgendwann auch mal mit einem Rib fahren und mich dabei sicher fühlen. Gruss Rainer |
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#15
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Bravo Rainer,
dann lass dir gratuliueren Glückwunsch zum Schein. Viele Grüße Alex |
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