Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bootfahren in der Gruppe
Hallo zusammen,
aus gegebenem Anlass möchte ich diesen separaten Thread zum Thema „Bootfahren in der Gruppe“ aufmachen.
Hier soll niemand angeklagt oder verurteilt werden sondern hier geht es darum, sich über die Schwierigkeiten
auszutauschen, die zwangsläufig auftreten, wenn man mit einer Gruppe von Booten unterwegs ist. Hier kann
also jeder aus seiner eigenen Sicht Vorfälle schildern, die er als störend oder sogar als gefährlich empfunden hat
und bitte auch entsprechende Vorschläge, wie man dies hätte verhindern können.
:hail Aber bitte ohne Namen von Usern, Booten, Boots- oder Motorenmarken. :hail
Vielleicht gelingt es auf diese Weise, dass wir als Bootsführer etwas sensibler für mögliche Gefahren werden und
so jeder dazu beitragen kann, dass die eine oder andere gefährliche Situation erst gar nicht entsteht. :chapeau
Für mich persönlich ist eine der großen Stärken dieses Forums das gemeinsame Bootfahren. Und wenn User nicht
mehr auf Treffen kommen würden, weil sie Angst haben, in der Gruppe zu fahren, dann würde sich dieses Forum
selbst eine wichtige Basis entziehen. Und damit das nicht passiert, lohnt es sich ganz bestimmt, einmal das eigene
(Fahr)Verhalten zu betrachten und vielleicht auch zu ändern. :knuddel
Bis bald auf dem Wasser!
Danke Tommy, dass Du einen Threat zu diesem doch ziemlich sensiblen Thema eröffnet hast! Niemandem soll durch Beiträge zu Nähe getreten werden, auch soll sich niemand in seiner persönlichen Meinung angegriffen sehen. Ich hatte und habe bisher nie das Gefühl gehabt, dass ich beim Boot fahren durch andere gefährdet wurde.
Was mir aber letztes Jahr durch einem User des Forums, mit dem wir gemeinsam im Urlaub waren, nahe gelegt wurde, habe ich mir zu Herzen genommen, habe es bisher und werde es in Zukunft beachten.
Hierbei handelte es sich um das Überholen des vor einem fahrenden Bootes und das anschließende Richtung wechseln in den Kurs des zu überholenden Bootes. Ich dem mich betreffenden Fall hatte ich überholt und den geraden Kurs dessen Bootes Dan geschnitten, so das dieser dann bei relativ zügiger Fahrweise, durch meine Heckwelle fahren musste.
Das dies eher unangenehm ist, kann sich jeder vorstellen. Vor allem wenn man ein kleineres Boot hat. Viel schlimmer ist aber meiner Meinung nach, dass ich ihn damit womöglich hätte gefährden können. Der Abstand war groß, hätte aber auch kleiner sein können.
Beim letzten Treffen ist mir verstärkt aufgefallen, dass dies auch von anderen, vorrangig mit größeren Booten fahrenden Usern gemacht wird. Sicher macht's Spaß, gefährdet aber auch nen sicheren Geradeauskurs.
Einem habe ich's direkt gesagt und es kam auch nicht mehr vor.
Auch das in einer Reihe fahren muss dem ein oder anderen noch mal erklärt werden. Für mich bedeutet es hintereinander, versetzt und mit genügend Abstand. Motorradfahrer machen's doch auch so!
Wolfgang
22.09.2014, 18:30
und bitte auch entsprechende Vorschläge
Das Einer führt und der Rest dieses akzeptiert. Dann entfallen Situationen, dass viele Boote rumdümpeln und keiner weiss was angesagt ist.
So wird dann auch die Geschwindigkeit und die Richtung vorgegeben.
Das jedes Boot ein Schleppseil eingehakt hat. So entfällt die Panik, wenn man im Fahrwasser versucht an der tief liegenden Bugöse ein Seil fest zu machen um geschleppt werden zu können.
Das man nach den Touren laut bespricht, was gut war und was man besser machen kann. Und das im Klartext. Denn Fehler haben etwas sehr Gutes : Man kann draus lernen.
Das man bei mehrtägigien Treffen einen "Themennachmittag" definiert. Bedeutet : Man übt in der Gruppe praktisch das Schleppen, aus dem Wasser ziehen und das MOB Ritual. Nach dem alten Motto : Vormachen - Nachmachen - Üben
Ich bin mir sausicher, dass Viele da genau so gut und interessiert dran mitmachen, wie an der abendlichen Orgie :biere
Stormanimal
22.09.2014, 19:06
Wolfgang, Deine Vorschläge haben etwas für sich :cool1.
Da reicht einfaches Knopfdrücken nicht aus.
Deswegen
Danke :chapeau
derBielefelder
22.09.2014, 19:27
Bezüglich Gruppenausfahrten sollte man sich vielleicht an andere Konvoi-Fahrer orientieren :coffe
Wenn wir mit den Motorrädern in Gruppen fahren wird vor alles festgelegt. Zum Beispiel die Reihenfolge. Der Road-Captain fährt vor, dann folgen die kleinsten Maschinen und/oder unerfahrenster Fahrer, dann die anderen und zum Schluss der 2. wichtigste Mann, der alle Unregelmäßigkeiten dem Road-Captain kommuniziert. Und, während der gesamten Fahrt bleibt dann JEDER an seinem Platz. So braucht man nur auf seinen Vorder- und Hintermann achten.
Mit diesem Prinzip ist es relativ einfach und relativ sicher mit vielen Fahrzeugen vorran zu kommen :chapeau
Bei Bootsausfahrten sollte der erste und letzte Fahrer ein Funkgerät dabei haben.:mobo
Grauer Bär
22.09.2014, 19:45
Gerade auf dem Rhein (der ja meistens breit genug ist) fand ich es gut das "der Letzte" sich abgewechselt hat.
Das hat bei den Grav Insel Touren ohne Absprache funktioniert :chapeau
Dort ist es auch problemlos möglich, sich nach hinten fallen zu lassen, dort eine Weile zu bleiben und wenn die "Ablösung " da ist, wieder nach vorne zu preschen.
Ok, ich fahre, wenn ich alleine bin, auch gerne mal auf der letzten Rille, :hail
Am Feld vorbei, drehen, filmen....:hail ich gelobe Besserung ...
Mit Frau "K" an Bord sieht das anders aus, da versuche ich harte Einschläge und "Duschen" zu vermeiden. :nuts
Manchmal haben klare Ansagen gefehlt, z.B. Bei den Loreley Touren....
Da stellten sich Fragen wie:
Sind die schon weg ? Gibt es eine Pinkelpause in Neuwied ? Wo ist xy ?....
Aber das Gefühl der Sicherheit durch das Fahren in der Gruppe überwiegt :zwinkern
Und gerade mit Wolfgang würde ich Frau K jeder Zeit fahren lassen, der ist eigentlich die Ruhe selbst. " Shit happens"
Und ich würde auch in Zukunft jederzeit vor ihm fahren !
Searider
22.09.2014, 19:51
Hier ein paar Gedanken von mir die hauptsächlich für Fahrten auf dem Meer gelten :
- Disziplin , Pünktlichkeit und gegenseitige Rücksicht sind ein MUSS , dumm wenn 10 Leute warten nur weil einer permanent nicht in die Pötte kommt ,
- die Route muss vorher mit allen Teilnehmern abgesprochen sein , es kann immer vorkommen das wegen schlechtem Wetter , technischen Defekten , Pinkelpause oder Fotostopp die Gruppe getrennt wird ,
- jedes Boot muss autark ausgerüstet sein und sollte Funk an Bord haben , als praktisch hat sich erwiesen das Einbaufunkgerät auf Kanal 16 zu lassen und für den internen Funkverkehr ein Handgerät zu nehmen , noch besser geht es wenn man an die Handfunke ein Headset anschliessen kann - da hört man alle Funksprüche sofort mit und muss nicht immer anhalten :chapeau
- die kleinen Boote geben die Geschwindigkeit vor ! über Funk kann man auch hier die Geschwindigkeit an alle weitergeben bzw nachfragen ob die Geschwindigkeit für alle passt
- wie Wolfgang schon schrieb - einer führt - das sollte auch das Boot sein welches den Funkverkehr zwischen den Booten koordiniert
- bei grösseren Gruppen sollte jedes Boot ein "Buddy" Boot haben und zu diesem immer in Sichtkontakt bleiben
- bei "extra" Touren beim führenden Boot abmelden , eventuell späteren Treffpunkt vereinbaren
- auf dem Meer fahre ich gern in einer Formation mit den Booten nebeneinander , es ist genügend Abstand zu halten und jeder hat genug Platz um zB Ausweichmanöver zu fahren , man muss sich auch nicht immer 180 Grad umdrehen um zu schauen ob der Hintermann noch da ist , ausserdem stört man sich nicht gegenseitig mit den Heckwellen ,
- muss man hintereinander fahren - Abstand halten !!!
ich kann es zB nicht leiden wenn jemand zu dicht auffährt , man muss immer damit rechnen das das Boot vor einem ein plötzliches Ausweichmanöver fahren muss oder auch einfach nur abrupt abbremst , das kann ein technisches Problem sein , etwas in den Propeller gekommen , Sprit ist alle oder einer muss halt pinkeln ,
Hallo zusammen,
Bootfahren in einer Gruppe fand ich schon immer sehr anspruchsvoll. Bei plattem Wasser und in Gleitfahrt mit identischer Geschwindigkeit
würde es ja noch gehen aber das gibt es in der Praxis leider nicht weil alle Boote bis auf das erste durch die Wellen des vorausfahrenden
eben schon kein plattes Wasser mehr haben. Mal ganz abgesehen von den Wellen des übrigen Verkehrs. Und schon ist die angedachte
Kurslinie nicht mehr so gerade, wie eigentlich geplant und man braucht mehr Platz. Und es verändern sich pausenlos die Positionen der
einzelnen Boote einer Gruppe zueinander, was Sicherheitsabstände ganz schnell verringert.
Als Steuermann innerhalb einer Bootsgruppe muss man also eigentlich pausenlos im Blick haben, wer vor, hinter, links und rechts neben
einem ist. Und weil das alles ja noch nicht schwer genug ist, gibt es zusätzlich noch die Manöver, die mit der eigentlichen Fahrt gar
nichts zu tun haben. Also mal kurz das Gas raus weil man gerade ein super Fotomotiv entdeckt hat oder mal eben eine Jacke anziehen
möchte. Und wir alle hier lieben die Bilder von den Treffen. :ka5
Blöd ist dann nur, wenn ein Bootsführer "mal eben" stoppt, damit er ein Foto machen kann und der Bootsführer dahinter aber gerade
mehr Gas gegeben hat um etwas aufzuschließen. Im Straßenverkehr mit Bremslichtern hätte er vielleicht noch eine kleine Chance gehabt...
Aber was ist die Lösung für das Problem? Größere Abstände? Kiellinie fahren? Bei zu großen Abständen und vielen Booten wird die Gruppe
schnell auseinander gerissen. Auch blöd.
Eigentlich kann man nur versuchen, keine unvorhersehbaren Manöver zu fahren. Das heißt dann aber auch, dass ich nicht "grundlos" vom
Gas gehen sollte, wenn ich innerhalb einer Gruppe fahre. Egal, ob in Gleitfahrt oder in Verdrängerfahrt. Und wenn ich z.B. für ein Foto
stoppen möchte, sollte ich vorher zur Seite aus der Gruppe raus fahren. Und das immer so, dass ich niemanden zu einer Reaktion zwinge.
Sehr anspruchsvoll eben...
Grauer Bär
22.09.2014, 20:21
"Hand heben" vor einer Aktion hat sich bewährt. Gehobene Hand im Kreis bedeutet ich drehe...
Ins Wasser zeigen deutet auf Treibholz hin...
Fotoapparat hochhalten ist auch eindeutig.
Angestrengt runter gucken heißt : ich suche neue Musik. Aber das Zauberwort heißt wohl "Abstand".
muldepirat
22.09.2014, 20:34
Jeder sollte sich auch damit vertraut machen wie sich sein Boot in einer Extremsituation verhält. Es hat bei mir auch eine ganze Zeit gedauert bis ich es mir getraut habe, alleine bis an die Grenze des Machbaren zu gehen. Aber es nur einmal zu testen reicht halt nicht.
Was man nicht immer wieder übt kann man in der entsprechenden Situation nicht.
Da mein Ausflugsdampfer eh eine schwerfällige Kiste ist, ist eine vorausschauende Fahrweise wichtig. Deshalb habe ich mich bei Gruppenfahrten immer so positioniert, das genügend Platz zum manövrieren blieb.
Genauso muß ich mich vor den "Wellenscharmützeln " hüten. Einmal Luft unter dem Boot, da kann ich aufstoppen und muß neu anfahren. Für die einen ein Spaß aber irgendwann wird das einfach nervig.
Vorallem dann wenn man mit 12 Personen an Bord eine schweres Boot hat, sind die 70 PS ganz schön gefordert um das Boot wieder in Gleitfahrt zu bekommen.
Bei der letzten Ausfahrt 2013 auf der Elbe hat diese Wellenlegen vor den Bug dafür gesorgt, das im Boden vier Verschraubungen gebrochen sind.
Mein Boot mag keine großen Wellen. Da es nicht über Wellen springen kann sondern sich über jeden Wellenberg klettern muß, ist es bei Gruppenausfahrten machmal schwierig für mich ein ruhiges Fahrwasser zu finden um eine vernüftige Marschgeschwindigkeit zu erreichen.
In der Regel heißt das für mich mit Abstand hinterherfahren. Da hat sich das Fahrwasser wieder etwas beruhigt.
Na aber Hallo, geht doch! Super!
Danke erstmal an Tommy.
In Bezug auf das letzte Treffen will ich aber nochmal deutlich sagen, dass beim Briefing von beiden Organisatoren der Punkt "Verhalten in der Gruppe und speziell im Hafen HH" den größten Teil eingenommen hat. Genützt hat es nur bedingt. Zugehört haben auch nicht alle.
Der Peter ist ein erfahrener Hafenfahrer, er hat in ganzer Linie Recht gehabt, wie wir ja feststellen durften.
Deshalb ist ein Briefing, zumindest bei größeren Treffen, sehr wichtig. Nur muss ein Weg gefunden werden, dass es bei JEDEM Teilnehmer auch ankommt.
Das Thema finde ich sehr gut und wichtig. Ich lese zwischendurch mal die Berichte der BSU
http://www.bsu-bund.de/DE/Publikationen/Unfallberichte/unfallberichte_node.html;jsessionid=337D4B04F37815 CA3773D99C5328536E.live2052
Man glaubt gar nicht welch blöden Zufälle und Missgeschicke in tödlichen Seeunfällen enden.
Aber dieses Jahr, im Urlaub, die eigene Erfahrung, die mich zumindest nachdenklich gemacht hat.
Thema hinterher fahren.
Wir waren wochenlang mit einem Urlaubsbekannten unterwegs, seine Fahrweise kenne ich und kann ich einschätzen.
Es ergab sich dann, dass sich ein Hausbewohner in zwei oder drei Touren eingeklinkt hat. Er fuhr ein älteres Festrumpfboot mit sehr flacher Rumpfbauweise, meines Erachtens für die See ungeeignet.
Er ist dann in unserem Heckwasser gefahren, damit er überhaupt vernünftig vorankommen konnte.
Da der Bug seines Bootes immer hoch stand, war mir schon klar, Gas wegnehmen oder aufstoppen bekommt er nicht mit. Das habe ich auch ein paar Mal auf einer Ausfahrt erlebt.
Wahrscheinlich hätte ich da besser mal etwas gesagt. Also vor dem Aufstoppen habe ich immer nach hinten geschaut oder bin zur Seite weg, weil er uns sonst ins Heck gefahren wäre.
Ich war immer froh, wenn er im Heckwasser des Bekannten gefahren ist.
Es ist alles gut gegangen.
Zwei der drei Tage nach seiner Abfahrt ist unser Bekannter mit seinem Leihboot unterwegs, vorne saßen zwei Kinder an der Reling.
Wir sind zum Zielort nachgefahren.
Am Treffpunkt waren Kinder, Mutter und Lebensgefährte total aufgelöst. Der Bekannte fährt gerne sehr sportlich und hatte bei voller Fahrt eine Welle ungünstig erwischt.
Die Schrauben der Reling sind abgebrochen bzw. herausgerissen, beide Kinder sind über Bord gegangen.
Er sagt, wie im Film ist das MOB Manöver abgelaufen. Wenn nicht, hätte er die Kinder wohl erwischt.
Im Heckwasser fahrend hätte der abgereiste Bootsfahrer die Kinder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht gesehen und hätte sie überfahren.
Am Abend war unser Bekannter so fertig, dass er in Tränen ausgebrochen ist. Er war der Meinung, dass er leichtfertig das Leben der Kinder riskiert hat und mit der Heckwasserfahrerei an den Vortagen die Kinder zumindest von dem nachfolgenden Boot schwer verletzt worden wären.
Anschließend hat er sich abgefüllt.
Meines Erachtens können die beiden Kinder den zweiten Geburtstag feiern.
Wir haben die nächsten Tage noch mehrfach über das Thema gesprochen und waren uns einig, dass wir bisher der Meinung waren, dass wir eine vorsichtige und vorausschauende Fahrweise haben. Anscheinend ist das aber nicht der Fall oder es reicht noch nicht aus.
Unser Fazit:
Schön wenn man ein eigenes Boot hat uns sein Material kennt.
Hinter einem anderen her fahren, besser nicht bzw. nur mit viel Abstand und / oder geringer Geschwindigkeit und verdammt aufmerksam.
Stormanimal
22.09.2014, 21:35
Saßen sie Kinder an der Bugreling?
Wenn ja, war das grundlegend der erste Fehler den er in meinen Augen gemacht hat.
Auf meinem Festrumpf darf sich nur der Maat lediglich zu unbedingt notwendigen Manövervorbereitungen im Bugbereich aufhalten.
Und auch das nur bei Geschwindigkeiten die Standgas lediglich um max. 100 U/min überschreiten ( max. 10km/h).
Alles andere ist für mich bodenloser Leichtsinn.
Ausgenommen hiervon sind für mich Boote die vorne offen und dafür vorgesehen sind (Bowrider, entsprechende Schlauchis, o.ä).
falo6691
22.09.2014, 21:43
Das Briefing in Hamburg lies eigentlich keine Fragen offen. Wenn es dann doch nicht so funktioniert, sollte es doch selbstverständlich sein die entsprechenden Fahrer auf ihre Fehler hinzuweisen.
Ein offenes Wort lässt oft weniger Missverständnisse entstehen als vage Andeutungen.
Ich z.B. bin das erste mal in einer so großen Gruppe mit so unterschiedlichen Booten gefahren und bin mir auch nach den vielen Vorschlägen hier nicht sicher, ob ich nicht doch jemandem über den Schlips gefahren bin.
Eine kurze Nachbesprechung einer Tour, könnte da sehr hilfreich sein. Um aus Fehlern lernen zu können, muss man sie auch erkennen oder darauf hingewiesen werden.
Ciao, Olaf
Saßen sie Kinder an der Bugreling?
Wenn ja, war das grundlegend der erste Fehler den er in meinen Augen gemacht hat.
Auf meinem Festrumpf darf sich nur der Maat lediglich zu unbedingt notwendigen Manövervorbereitungen im Bugbereich aufhalten.
Und auch das nur bei Geschwindigkeiten die Standgas lediglich um max. 100 U/min überschreiten ( max. 10km/h).
Alles andere ist für mich bodenloser Leichtsinn.
Ausgenommen hiervon sind für mich Boote die vorne offen und dafür vorgesehen sind (Bowrider, entsprechende Schlauchis, o.ä).
Ja, die Kinder saßen an der Bugreling, beide auf der Backbordseite.
Ich gebe Dir recht, eigentlich sollte sich dort niemand aufhalten.
Leichtsinn - ich würde Dir jetzt nicht widersprechen.
Ich sage es mal so, in Kroatien sieht man es bei sehr vielen Sportbooten. Teilweise saßen da mehr als vier Kinder.
Das Hauptproblem war aber die mangelhafte Verschraubung der Reling.
Diese sind bei diesem Boot mit einfachen Holzschrauben auf das Deck geschraubt. Von unten mit ordentlichen "Maschineschrauben" Unterlegscheiben gesichert, wäre das nicht passiert.
Hilft aber alles nichts, der Bootsführer ist verantwortlich und es hilft niemanden, wenn es auf dem Grabstein steht "... Reling nicht ordentlich verschraubt ...".
Ich habe schon lange keinen Mann mehr so weinen sehen, da brauchte er keine Sicherheitshinweise mehr.
Dieter B.
22.09.2014, 22:14
:futschlac:futschlac:futschlac Nahezu alles, was hier eben vorgeschlagen wurde, haben wir am Freitag Abend gemacht.
Jetzt nicht vergessen: Die beiden Zwischenfälle - Chris im Wasser und der Auffahrunfall im Hafen - haben sich vor dem eigentlicher Treffen zur "Hafenfahrt" ereignet. Das wollen wir mal auseinander halten!
"Tauchermeister" Peter hat am Abend vor der ausgeschriebenen Forums-Hafenfahrt nahezu alles für den folgenden Tag angesprochen, und das vor der versammelten Mannschaft. Wir hatten eine große Hafenkarte an ein Wohnmobil getackert (:zwinkern) und mit einem Laserpointer die Route besprochen und genau festgelegt, wer vorn und wer hinten fährt. ALLE Bootsführer oder Mitfahrer hatten Handfunken, und es klappte auch grundsätzlich alles viel besser als in den vergangenen Jahren.
Was es sonst noch aus meiner Sicht zu sagen gab, habe ich eben noch im anderen Thraed gepostet.
So etwas ähnliches, vor allem aber Informationen über das Revier, hätte ich mir für meine, und ich spreche jetzt auch mal für Markus, unsere erste Rheinfahrt und Weserfahrt auch gewünscht.
Es sind immer auf den Treffs welche dabei, wir eben dieses Jahr, die das Revier nicht kennen und dann "wie blind" im Pulk mit fahren. Und das meine ich auch als Gst an Bord eines anderen Bootes.
cougar67
22.09.2014, 22:22
Ich z.B. bin das erste mal in einer so großen Gruppe mit so unterschiedlichen Booten gefahren und bin mir auch nach den vielen Vorschlägen hier nicht sicher, ob ich nicht doch jemandem über den Schlips gefahren bin.
Ciao, Olaf
Olaf, ich glaub du bist sehr vorsichtig gefahren.:chapeau
Meine Frau und die Kinder haben dich Gelobt, das passiert auch nicht immer.
Michael
Das Briefing in Hamburg lies eigentlich keine Fragen offen. Wenn es dann doch nicht so funktioniert, sollte es doch selbstverständlich sein die entsprechenden Fahrer auf ihre Fehler hinzuweisen.
Ein offenes Wort lässt oft weniger Missverständnisse entstehen als vage Andeutungen.
Ich z.B. bin das erste mal in einer so großen Gruppe mit so unterschiedlichen Booten gefahren und bin mir auch nach den vielen Vorschlägen hier nicht sicher, ob ich nicht doch jemandem über den Schlips gefahren bin.
Eine kurze Nachbesprechung einer Tour, könnte da sehr hilfreich sein. Um aus Fehlern lernen zu können, muss man sie auch erkennen oder darauf hingewiesen werden.
Ciao, Olaf
da hast Du Recht, Olaf.
Wenn es Fehlverhalten gibt, und wenn man auch der einzige ist, der dieser Meinung ist, denjenigen sofort darauf ansprechen.
Hier im Forum, ohne Namen zu nennen, fühlen sich der eine oder andere ev. gar nicht angesprochen, aus welchen Gründen auch immer.
Was für den einen schon fahrlässig ist, ist für einen anderen nur Spaß. Alles ist relativ.
Und, Namen wollen wir nicht wirklich nennen.
Passieren kann leider immer etwas und nicht immer ist schuldhaftes Verhalten die Ursache. Unglücke passieren meist niemals aus einem einzigen Grund sondern meistens aus mehreren Gründen zusammen, die jeder für sich alleine genommen zu keinem Unfall führen würden.
Jeder hat wohl schon Situationen erlebt, wo er aufgeatmet hat und gedacht hat - Gott sei Dank, nix passiert.
Aber selbst in Alltagssituation kann was passieren, das kann man an meinem Motorradunfall ganz leicht erkennen. Das war eine Situation, wie ich sie in fast 40 Jahren Mopedfahren schon zigmal wenn nicht hundertemale erlebt habe. Aber, wenn jemand steht, man Augenkontakt mit ihm hat bzw. dies glaubt, dann muss man sich auch darauf verlassen können, dass der einen sieht. Wenn der Vertrauensgrundsatz nicht mehr zieht, darf man eigentlich nicht mehr fahren. Mann kann auf der Vorrangstrasse nicht bei jeder Kreuzung stehenbleiben, weil man nicht darauf vertraut, dass der Benachrangte auch stehenbleibt. Kommt aber leider immer wieder vor.
Genauso ist es bei Treffen und Gruppenfahrten - man muss den Forumsfreunden vertrauen können, dass sie sich auch richtig und nicht leichtsinnig verhalten.
Passieren kann trotzdem immer etwas, man kann nur das Risiko dafür minimieren.
derBielefelder
22.09.2014, 22:39
Moin Zusammen,
ich möchte auch mal kurz mein Statement abgeben.
Für meinen Teil fand ich die Hafenrundfahrt relativ entspannt. Ich hatte mit mehr Berufsschifffahrt und Wellen gerechnet. Zum Fotografieren hatte ich als Bootsführer auch noch genug Zeit, wobei mir dann mein Co-Pilot Michael locker ins Lenkrad gegriffen hat. Während der gesamten Rundfahrt habe ich keine brenzliche Situation miterlebt :coffe.
Geholfen hat mir ganz entscheidend mein Co-Pilot Michael. Er war immer genauso Aufmerksam, hat mir Tipps gegeben, hat den Funk bedient und beim Blick auf den Plotter geholfen. Alleine hätte ich den Funkverkehr nicht folgen können :chapeau.
Ich denke das ein SOLO-Fahrer da mehr Arbeit hatte und weniger Funk mitbekommen hat :saenman
Das Briefing in Hamburg lies eigentlich keine Fragen offen. Wenn es dann doch nicht so funktioniert, sollte es doch selbstverständlich sein die entsprechenden Fahrer auf ihre Fehler hinzuweisen.
Ein offenes Wort lässt oft weniger Missverständnisse entstehen als vage Andeutungen.
Das ist der für mich springende Punkt.
Einfache klare Worte, nicht unbedingt vor Publikum können vieles auf kurzem Wege klären.
Das erfordert allerdings mehr Rückrat als hinterher rumzutuscheln und dadurch Halbwahrheiten und wilde Vermutungen zu erzeugen.
Wenn mir jemand quer kommt kläre ich das möglichst ohne viel Aufsehen und wenn es Aufsehen erregt ist es mir auch würstchen.
Meistens ist es hinterher eh nur eine Unbedarftheit oder ein Missverständnis gewesen.:zwinkern
Nur ansprechen muss man es halt um es abzustellen.
Eine kurze Nachbesprechung einer Tour, könnte da sehr hilfreich sein. Um aus Fehlern lernen zu können, muss man sie auch erkennen oder darauf hingewiesen werden.
Ciao, Olaf
Wahre Worte cool gesprochen:chapeau
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