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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warum ist Humber so selten auf dem Kontinent?


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Scooterbc
12.09.2021, 12:10
Während unseres letzten UK Aufenthaltes sind wir ein Humber Rib gefahren und waren von den Laufeigenschaften begeistert.

Nun ist auf dem Kontinent insbesondere in Deutschland die Humberdichte extrem gering. Gibt es dafür einen Grund?
AVON Boote sind genauso selten.
Für ein Highfield Coaster müssten wir auch bis in die Bretagne fahren.

Wir suchen nämlich ein RIB mit 5-6m welches auch mal auf der Nord-oder Ostsee bewegt werden kann ohne das meine Frau zur Speigattin :D wird.

Jörg

Ferdi
12.09.2021, 12:34
Während unseres letzten UK Aufenthaltes sind wir ein Humber Rib gefahren und waren von den Laufeigenschaften begeistert.

Nun ist auf dem Kontinent insbesondere in Deutschland die Humberdichte extrem gering. Gibt es dafür einen Grund?
AVON Boote sind genauso selten.
Für ein Highfield Coaster müssten wir auch bis in die Bretagne fahren.

Wir suchen nämlich ein RIB mit 5-6m welches auch mal auf der Nord-oder Ostsee bewegt werden kann ohne das meine Frau zur Speigattin :D wird.

Jörg

naja, ich würd sagen relativ teuer, vor allem aber kein Badelayout, daher für den klassischen Urlaubsfahrer eher nicht so der Burner.
Allgemein ist die Produktionszahl von Humber denk ich nicht so hoch. Es gibt auch keinen Importeur in D, soviel ich weiß.
Familienlayouts haben nur die eher neueren Varianten Leasure Pro und Sports Pro, wobei Letzteres erst bei 7m beginnt.

dass die Humber gut laufen und stabil gebaut sind kann ich bestätigen, wobei es da bei den verschiedenen Baureihen auch unterschiedliche Rumpfformen gibt.

Searider
12.09.2021, 13:00
Bei den Briten sind andere Werte gefragt wie in der italienischen Adria oder an der Cote D Azur.
Die meisten britischen Boote sind, dazu gebaut bei den meisten Bedingungen in der Lage zu sein Strecke zu fahren und nicht nur von der Marina zur nächsten Badebucht.
Das sind regelrechte Fahrmaschinen.
Auf der Round Ireland in 2013 habe ich gesehen wie einige "Bade" Boote auseinandergefallen sind.
Nach dem 5.4 SR bin ich auf eine 7.2 Osprey Vipermax umgestiegen.
Danach auf ein Scorpion Diesel RIB - best ever.
Zur Zeit mit einem SR6 mit Doppelmotorisierung unterwegs (wenn ich denn mal zum Fahren komme)
Mit dem Austritt GB aus der EU wird es wohl nicht mehr so einfach sein wie früher ein Boot rüberzuholen.


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the_ace
12.09.2021, 14:34
Wir suchen nämlich ein RIB mit 5-6m welches auch mal auf der Nord-oder Ostsee bewegt werden kann ohne das meine Frau zur Speigattin :D wird.



Nun, wenn es eine reine Fahrmaschine sein soll, ist man mit den Engländern recht gut bedient. Allerdings verzichtet man auf eine Menge Stauraum, Liegeflächen zum Übernachten etc. Meinen Beobachtungen nach laufen Ribs mit spitzem Bug auch alle relativ nass...

https://youtu.be/LevAxWEUBhk?t=45

https://youtu.be/SnqvrCrvmDs?t=340


Ich fahre fast nur auf der Nordsee (Mein bevorzugtes Fahrgebiet ist das Dreieck zwischen zwischen Husum, Helgoland und Amrum. Bösartiger gehts kaum :zwinkern) und habe hierfür auf ein Zar 57WD gesetzt.
Es ist prinzipiell etwas breiter als die Hardcorefraktion, der breite Bug schützt aber absolut effizient gegen Stuffing und Spray. Vorne ist ein harter Einschlag aufgrund des Rumpfes praktisch unmöglich, hinten kann das Pad aber etwas härter einsetzen. Das 61er verfügt hier über ein DeepV und macht das zum Preis eines erhöhten Verbrauchs besser.
Ob man's braucht ist ne Glaubensfrage. Bin bei 6-7bft in den NF Seegaten noch recht trocken unterwegs. Meist reise ich aber nicht bei mehr als 4bft. Der Komfort ist auch für mich als Bandscheibenpatient absolut wichtig - bin rundum zufrieden.
Schäden durch Seeschlag gabs noch keine, aber ich fahre natürlich keine Rennen damit. Die Briten sind da schon etwas massiver gebaut.

Stormanimal
12.09.2021, 15:00
Wenn es denn ein englisches Boot sein muss.
In NL findet man schon mal was.
Der Zustand dieser Boote ist in der Regel aber nicht besser als ausreichend.
Ich habe Glück gehabt und dort eine 6m Searider in sehr gutem Zustand gefunden. Ich bin absolut zufrieden mit dem Boot.

Scooterbc
12.09.2021, 15:38
Danke für Eure Antworten, zumindest schon mal keine ablehnende Haltungen.

Wir suchen ja kein Badeboot sondern eins mit dem man Strecke machen kann, ansonsten würde ja ZAR oder etwas Vergleichbares auf der Liste stehen zu denen in den einschlägigen Foren ja genügend geschrieben ist.

Jörg

Searider
12.09.2021, 15:44
Meinen Beobachtungen nach laufen Ribs mit spitzem Bug auch alle relativ nass...


Absolut und zur Standardausrüstung zählt ein Drysuit.
Meine Vipermax lief sehr nass. Freunde im Scorpion haben da noch mit Sonnenbrille und normaler Bekleidung gesessen da hatte ich schon den Gecko auf.
Mit dem Scorpion - was wirklich eine Macht ist - habe ich es aber auch geschafft bei Mistral alle Mitfahrer heftig zu duschen..
Mit der Osprey habe ich auf einer heftigen Überfahrt von Belfast nach Schottland geschafft den Bug komplett zu versenken und habe das Boot geflutet.
Beim Abbiegen in das Loch Ryan auf dem Weg nach Stranraer bei Wind over tide - ich hätte es besser wissen müssen.. https://uploads.tapatalk-cdn.com/20210912/5b29b0cb42b3acfa9822cc30df34029d.jpg

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Stormanimal
12.09.2021, 15:45
:ka5 Ausser Frank fahren alle, die bisher geantwortet haben, ein englisches Rib :chapeau
Jürgen aktuell ein SR6
Ferdi ein Humber
Ich ebenfalls ein SR6

Meine SR kannst Du voraussichtlich in Hamburg sehen.

Stormanimal
12.09.2021, 16:09
Die Badebootfahrer sind in der Regel davon überzeugt das Ihre Boote die besseren seien.
In einem Punkt haben sie recht.
Den Fahrmaschinen fehlt jeglicher Komfort in Form von Liegefläche und Stauraum.
Dafür sind die Fahrmaschinen sehr robust. Da ist halt nicht was kaputt gehen kann.
Auch ich habe schon erlebt das sich ein Badeboot während der Fahrt anfing zu zerlegen.
Ich weiß allerdings nicht was das Boot vorher schon mitgemacht hat.

Ferdi
12.09.2021, 16:10
:ka5 Ausser Frank fahren alle, die bisher geantwortet haben, ein englisches Rib :chapeau
Jürgen aktuell ein SR6
Ferdi ein Humber
Ich ebenfalls ein SR6

Meine SR kannst Du voraussichtlich in Hamburg sehen.

mein Humber Ocean Pro 6,3 ist momentan wegen Getriebeschaden am Motor in der Halle beheimatet :wein
http://www.schlauchboot-forum.com/forum/showthread.php?t=25290
http://www.schlauchboot-forum.com/forum/showthread.php?t=33425

Stormanimal
12.09.2021, 16:15
mein Humber Ocean Pro 6,3 ist momentan wegen Getriebeschaden am Motor in der Halle beheimatet :wein
http://www.schlauchboot-forum.com/forum/showthread.php?t=25290
http://www.schlauchboot-forum.com/forum/showthread.php?t=33425

Das bekommst Du mit Sicherheit über kurz oder lang wieder geregelt!

dodl
12.09.2021, 16:19
Ich hatte 2015 ein Defender gemietet, und das war so ziemlich mein geilstes Boot ever. Zumindest, bis der Motor zerfiel.

Selten sind sie, weil alle im Süden etwas stylishes mit viel Platz wollen. Hauptsache das ganze Campingzeugs und Omas Socken finden Platz.

Wenn du ein richtiges Boot willst, dann ist ein Humber etwas echt feines.

cu
martin

Emil
12.09.2021, 21:03
Die Badebootfahrer sind in der Regel davon überzeugt das Ihre Boote die besseren seien.
In einem Punkt haben sie recht.
Den Fahrmaschinen fehlt jeglicher Komfort in Form von Liegefläche und Stauraum.

Man kann halt nur einen Tod sterben. Ich kömm ja vom "Arbeitsboot" zum "Badeboot". Ich erinnere mich noch, wie bei einem Treffen jemand sagte, da ist ja überhaupt kein Platz obwohl es ein 6,5 m Boot ist. Völlig richtig, das war eine flache Hartschale ohne jeden Comfort, rein zweckmäßig, offshore geeignet. Ich hätte auch gerne wieder ein Arbeitsboot genommen, es gab nur kein anderes Boot was mit der Größe so hoch zu motorisieren war.

Nun muss man auch mal ehrlich sein, wo die meisten, vor allem die meiste Zeit, unterwegs sind. Mittelmeer bei schönem Wetter, Nordsee, Ostsee küstennah und Flüsse. Auch bei mir ist das höchste der Gefühle mal nach Dänemark rüber oder Helgoland aber auch dann wird genau auf den Wetterbericht geachtet. Ich glaube keiner hier im Forum fährt bewusst und absichtlich bei 6-8 bft raus. Also mal ehrlich, fällt das Badeboot eher auseinander oder das Kochengerüst?

Stormanimal
12.09.2021, 21:18
Also mal ehlrich, fällt das Badeboot eher auseinander oder das Kochengerüst?

Das Badeboot😬

Emil
12.09.2021, 21:27
Naja, meine Erfahrungen sagen da eher was anderes, egal ob Arbeitsboot oder Badeboot, die meisten sind Schönwetterfahrer und bei der Welle wird gerne Seemannsgarn gesponnen. Das gipfelte darin, dass in einem Bericht im Hamburger Hafen Rauhwasserbedingungen herrschten.:futschlac:futschlac

Searider
12.09.2021, 22:11
Naja, meine Erfahrungen sagen da eher was anderes, egal ob Arbeitsboot oder Badeboot, die meisten sind Schönwetterfahrer und bei der Welle wird gerne Seemannsgarn gesponnen. Das gipfelte darin, dass in einem Bericht im Hamburger Hafen Rauhwasserbedingungen herrschten.:futschlac:futschlacKommt drauf an was Du mit dem Kahn machen willst.
Ich bin seit 2013 jedes Jahr bis Covid regelmässig um GB / Schottland / Irland gefahren.
Da hast Du eine Strecke die einige, Hundert Meilen lang ist.
Früh stehst Du auf und fährst jeden Tag zwischen 100 - 150Nm. Manchmal mehr, manchmal weniger.
Die Tide und Strömung kann man bei der Planung noch berücksichtigen - das Wetter eher nicht.
Gerade bei den grossen Umrundungen Irland / Schottland / GB ist man dem Wetter ausgesetzt weil man ja nicht ewig Zeit hat und auch nicht zurück kann.
Auf der Round Scotland sind wir an einem Tag von der Westküste um das berüchtigte Cape Wrath herum bis Inverness gefahren um vor einem Sturmtief zu flüchten. Für diese Strecke hatten wir eigentlich 3 Tage geplant..
Bei solchen Trips muss man sich auf sein Boot verlassen können.
Habe ich die Wahl rauszufahren oder nicht - da sehen die Ansprüche wieder anders aus.

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Stormanimal
12.09.2021, 22:13
Naja, meine Erfahrungen sagen da eher was anderes, egal ob Arbeitsboot oder Badeboot, die meisten sind Schönwetterfahrer und bei der Welle wird gerne Seemannsgarn gesponnen. Das gipfelte darin, dass in einem Bericht im Hamburger Hafen Rauhwasserbedingungen herrschten.:futschlac:futschlac

Wenn man lediglich die Oberweser, die Mosel, Lahn, den Main oder den Neckar kennt hat der Hamburger Hafen echtes Rauhwasser.
Zum Thema Badeboot und zerfallen habe ich weiter oben etwas geschrieben.
Ich möchte das hier nicht weiter ausführen.

Emil
12.09.2021, 22:59
Kommt drauf an was Du mit dem Kahn machen willst.
Ich bin seit 2013 jedes Jahr bis Covid regelmässig um GB / Schottland / Irland gefahren.
Da hast Du eine Strecke die einige, Hundert Meilen lang ist.
Früh stehst Du auf und fährst jeden Tag zwischen 100 - 150Nm. Manchmal mehr, manchmal weniger.
Die Tide und Strömung kann man bei der Planung noch berücksichtigen - das Wetter eher nicht.
Gerade bei den grossen Umrundungen Irland / Schottland / GB ist man dem Wetter ausgesetzt weil man ja nicht ewig Zeit hat und auch nicht zurück kann.
Auf der Round Scotland sind wir an einem Tag von der Westküste um das berüchtigte Cape Wrath herum bis Inverness gefahren um vor einem Sturmtief zu flüchten. Für diese Strecke hatten wir eigentlich 3 Tage geplant..
Bei solchen Trips muss man sich auf sein Boot verlassen können.
Habe ich die Wahl rauszufahren oder nicht - da sehen die Ansprüche wieder anders aus.

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Das sind aber nicht die üblichen Nutzerprofile im Forum, wenn man mal ehrlich ist. Frank @the_ace mit viel Nordsee veileicht noch, ein paar Schönwettertouren nach Helgoland, ich weiß auch nicht wie oft Du diese Touren machst.

Emil
12.09.2021, 23:01
Wenn man lediglich die Oberweser, die Mosel, Lahn, den Main oder den Neckar kennt hat der Hamburger Hafen echtes Rauhwasser. Bei mir in der Badewanne ist es auch oft rauh.:ka5

Ferdi
12.09.2021, 23:15
Bei mir in der Badewanne ist es auch oft rauh.:ka5

Aber nur nach dem Bohnengulasch :new :lachen :biere