Michel
13.12.2004, 11:40
Hallo Freunde,
da immer wieder Fragen bezüglich der in Deutschland existierenden Führerscheine auftauchen, habe ich hier versucht die verschiedenen Scheine mal kurz vorzustellen. Diese auflistung soll nur uns Motorbootfahrer interessieren, für Segel gibt es noch ein paar Abweichungen.
Sportbootführerschein See
http://www.schlauchboot-forum.com/sbfneu/scheine/see.gif
Der amtliche Sportbootführerschein See (früher Sportbootführerschein Küste) wird benötigt, um ein Sportboot mit mehr als 5 PS auf Seeschifffahrtsstraßen zu führen. Er gilt gleichermaßen für Segel- wie Motorboote, obwohl Segeln weder zum Ausbildungs- noch zum Prüfungsstoff gehört.
Motorboote mit höchstens 5 PS dürfen in Deutschland führerscheinfrei gefahren werden. In Berlin wird unabhängig von der Motorleistung ein Sportbootführerschein benötigt. Mit dem Erwerb dieses Führerscheins beginnt üblicherweise die Führerscheinausbildung im Wassersport. Dies hat drei Gründe:
Mit der Ausbildung zu diesem Führerschein erhält man eine Grundausbildung, welche die Grundlagen zu allen wichtigen Wissensgebieten vermittelt. Der «Seeschein» ist Voraussetzung zum Erwerb weiterführender Scheine. Beim Erwerb des Sportbootführerscheins Binnen wird Inhabern des Sportbootführerscheins See die praktische Motorbootausbildung und -prüfung erlassen.
Wer zuerst den Binnen- und danach den Seeschein erwirbt, muss den praktischen Teil zweimal machen.
Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil, die binnen 12 Monaten abgelegt werden müssen.
Voraussetzungen:
16 Jahre
Keine fachlichen Voraussetzungen
Ist zum Einstieg geeignet
Ärztliches Zeugnis (auf grünem Formular für Sportbootführerscheine)
Sportbootführerschein Binnen
http://www.schlauchboot-forum.com/sbfneu/scheine/binnen.gif
Sportbootführerschein Binnen (Motor) kann im Anschluss an den Erwerb des Sportbootführerscheins See mit einem äußerst geringen zeitlichen und finanziellen Aufwand gemacht werden. Mit dem frischen Wissen aus der Prüfung zum Sportbootführerschein See reduziert sich der Lernbedarf auf wenige Stunden; die finanziellen Mittel bleiben deshalb gering, weil
Inhabern des Sportbootführerscheins See die praktische Motorbootausbildung und -prüfung erlassen werden.
Aus diesem Grund werden die Sportbootführerscheine See und Binnen-Motor zumeist im Paket erworben. Mit einem Führerschein für Küsten- oder Seegewässer darf auf Binnengewässern nicht gesegelt werden.
Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil, die binnen 12 Monaten abgelegt werden müssen.
Voraussetzungen:
16 Jahre (Motor)
Keine fachlichen Voraussetzungen
Ist zum Einstieg geeignet
Ärztliches Zeugnis (auf grünem Formular für Sportbootführerscheine)
Sportküstenschifferschein (SKS-Schein)
http://www.schlauchboot-forum.com/sbfneu/scheine/sks.gif
Der Sportküstenschifferschein (SKS-Schein) wurde 1999 als amtliches Gegenstück zu dem sehr beliebten DSV-Segelführerschein BR eingeführt. Anders als der BR-Schein, der ein reiner Segelschein ist, kann der SKS-Schein wahlweise für Sportboote unter Antriebsmaschine oder für Sportboote unter Segel + Motor ausgestellt werden.
Der SKS-Schein gilt — wie der BR-Schein — in der 12-sm-Zone. Allerdings enthält er als amtlicher Schein das Internationale Zertifikat und ist deshalb weltweit im 12-sm-Bereich gültig.
Der BR-Schein ist durch die Einführung des SKS-Scheins zum rechtlich unwirksamen Erfahrungsnachweis und vom DSV abgeschafft geworden, wie auch die A-, R-, BK- und C-Scheine des DSV.
Der SKS-Schein baut auf den Sportbootführerschein See auf. Während beim Sportbootführerschein See der Schwerpunkt im Auswendiglernen der Musterantworten liegt, wird in der SKS-Ausbildung das erlernte Wissen angewendet. In der theoretischen Ausbildung werden die Grundkenntnisse vertieft und insbesondere die Arbeit mit Seekarten und Seebüchern intensiv geübt. Gleiches gilt für die praktische Ausbildung, die auf einer Segel- oder Motoryacht im Rahmen einer ein- bis zweiwöchigen Seereise erfolgt. Dabei werden nicht nur die erforderlichen 300 sm zurückgelegt, sondern der Umgang mit dem Schiff auf See wie im Hafen trainiert. Am Ende einer solchen Reise erfolgt die praktische Prüfung, die bis zu 24 Monate vor oder nach der Theorieprüfung stattfinden muss.
Voraussetzungen:
16 Jahre
Besitz des Sportbootführerscheins See
Nachweis (Törn) von mindestens 300 sm nach Erwerb des Sportbootführerscheins See
Sportseeschifferschein (SSS-Schein)
http://www.schlauchboot-forum.com/sbfneu/scheine/sss.gif
Der Sportseeschifferschein (SSS-Schein) wurde 1994 als Nachfolger des Sportseeschifferzeugnisses eingeführt. Anders als das alte Zeugnis umfasst der Schein auch eine praktische Prüfung. Wie der SKS-Schein kann er wahlweise für Yachten unter Antriebsmaschine und für Yachten unter Segel oder für Yachten unter Antriebsmaschine
ausgestellt werden und zusätzliche Befähigungen enthalten: Dies sind die Befähigung zum Führen von Traditionsschiffen und, Befähigung zum Maschinisten von Traditionsschiffen.
Der SSS-Schein gilt weltweit in der 30-sm-Zone sowie auf allen Seegebieten der Nord- und Ostsee, des Kanals, des Bristolkanals, der Irischen und Schottischen See, des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres.
Als amtlicher Schein enthält er das Internationale Zertifikat. Der alte BK-Schein des DSV, der einen vergleichbaren Fahrbereich abdeckt, ist durch die Einführung des SSS-Scheins zum rechtlich unwirksamen Erfahrungsnachweis geworden, wie auch die A-, R-, BR- und C-Scheine des DSV. Außerhalb Deutschlands sind die DSV-Scheine weitgehend unbekannt.
Achtung: Der Ausbildungsinhalt des BK-Scheins unterscheidet sich erheblich vom SSS-Schein. Nur der SSS-Schein beinhaltet die modernen, umfassenden Inhalte. Einige Ausbildungsstätten, denen das Know-How für den SSS-Schein fehlt, bieten “SSS-/BK-Kurse” an, führen aber nur eine BK-Ausbildung durch. Selbst wenn Sie nur den einfacheren BK-Schein erwerben wollen, sollten Sie die SSS-Ausbildung absolvieren. Der SSS-Schein kann (wenn es denn gewünscht sein sollte) in einen BK-Schein umgetauscht werden; umgekehrt ist dies nicht möglich.
Der SSS-Schein baut auf den Sportküstenschifferschein auf (der gleichwohl für die Zulassung zur SSS-Prüfung nicht zwingend vorgeschrieben ist). Über den SKS-Schein hinausgehend wird im wesentlichen der Themenbereich Radar (mit Radarplotten) und das Arbeiten mit Gezeitentafeln (wobei zumeist die englischen ATT vorgezogen werden) verlangt.
Auch die praktische Ausbildung, die wiederum im Rahmen einer ein- bis zweiwöchigen Seereise auf einer Segel- oder Motoryacht erfolgt, hat das Schwerpunktthema Radar. Hinweis: Die praktische SSS-Ausbildung sollte nur auf einer Yacht durchgeführt werden, welche auch die Anforderungen an Yachten für die Abnahme einer praktischen Sportseeschifferprüfung erfüllt.
Für die gesamte Prüfung stehen 36 Monate Zeit zur Verfügung.
Voraussetzungen:
Besitz des Sportbootführerscheins See
16 Jahre
Nachweis, dass seit Erteilung des Sportbootführerscheins See auf Yachten insgesamt 1000 sm als Wachführer oder dessen Stellvertreter zurückgelegt wurden
Inhaber eines SKS-Scheins oder eines alten (vor Einführung des SKS-Scheins ausgestellten) BR-Scheins müssen nur 700 sm auf Yachten zurückgelegt haben, wobei hier auch die Funktion als Wachführer oder dessen Stellvertreter nicht erforderlich ist.
Eine Zulassung zur theoretischen Prüfung kann bereits erfolgen, wenn entweder der Bewerber Inhaber eines SKS-Scheins oder eines alten (vor Einführung des SKS-Scheins ausgestellten) BR-Scheins ist oder wenn ein Nachweis erbracht wird, dass nach Ausstellung des Sportbootführerscheins See mindestens 500 sm als Wachführer oder dessen Stellvertreter zurückgelegt wurden
Sporthochseeschifferschein (SHS-Schein)
http://www.schlauchboot-forum.com/sbfneu/scheine/shs.gif
Der Sporthochseeschifferschein (SHS-Schein) wurde 1994 — als Nachfolger des Sporthochseeschifferzeugnisses — eingeführt. Im Gegensatz zum SSS-Schein enthält die Prüfung zum Sporthochseeschifferschein (SHS-Schein) keinen praktischen Teil mehr.
Allerdings müssen noch einmal Seemeilen nachgewiesen werden: 1000 sm als Wachführer nach dem Erwerb des Sportseeschifferscheins, davon mindestens 500 sm vor Antritt zur theoretischen Prüfung.
Der Sporthochseeschifferschein (SHS-Schein) wird entsprechend dem Sportseeschifferschein des Bewerbers ausgestellt für Yachten unter Antriebsmaschine und für Yachten unter Segel oder nur für Yachten unter Antriebsmaschine
Der Sporthochseeschifferschein (SHS-Schein) gilt weltweit. Als amtlicher Schein enthält er das Internationale Zertifikat. Der Sporthochseeschifferschein (SHS-Schein) stellt die höchsten Weihen dar, die der DSV und der DMYV vergeben können, und bildet die Krönung unter den Sportschifffahrtspatenten.
Der alte C-Schein des DSV, der den gleichen Fahrbereich abdeckt, ist durch den Sporthochseeschifferschein (SHS-Schein) bedeutungslos geworden. Alle DSV-Scheine sind inzwischen zurückgezogen worden, d. h. Prüfungen werden nicht mehr abgenommen.
Der Erwerb des Sporthochseeschifferscheins (SHS-Scheins) setzt den Besitz des Sportseeschifferscheins voraus. Über die Navigationsverfahren des SSS-Scheins hinausgehend werden Verfahren der astronomischen Schiffsortsbestimmung verlangt. Da die Einführung von GPS die astronomische Navigation aus dem Schiffsalltag verdrängt hat, wird sie nur noch in ihren (leicht erlernbaren) Grundzügen gefordert. Dafür sind das rechnerische Koppeln, die Großkreisnavigation und die Kenntnis der Grundlagen der Astronomie (ohne Astrophysik) hinzugekommen. Im Rahmen der Navigationsprüfung erfolgt auch eine praktische Prüfung am Sextanten.
Im Schifffahrtsrecht werden — über den Stoff aus dem Sportseeschifferkurs hinausgehend — weitere Radarplotverfahren, und auch das UN-Seerechtsübereinkommen behandelt. Der Lernaufwand zur Vorbereitung auf die Prüfung kann verringert werden, indem die Rechtskundeprüfung für Sportseeschiffer zuletzt und die für Sporthochseeschiffer zuerst — möglichst bald danach — abgelegt werden.
Die Wetterkunde für den Sporthochseeschifferschein (SHS-Schein) beinhaltet die ausführliche Behandlung tropischer Wirbelstürme, die großen Wind- und Stromsysteme, Meereskunde und die meteorologische Navigation.
Voraussetzungen:
18 Jahre
Besitz des Sportseeschifferscheins
Nachweis, dass nach dem Erwerb des SSS-Scheins über mindestens 1000 Seemeilen davon mindestens 500 sm vor der theoretischen Prüfung.
All dies und vieles mehr findet Ihr auf der Homepage von Rolf Dreyer. Herr Dreyer hat auch sehr viele und vor allem sehr gute Bücher zur Ausbildung der diversen Führerscheine geschrieben.
http://www.rolfdreyer.de/
Wer nun meint das war es, der irrt es gibt weiterhin noch das: :567 :567 :567
Bodenseeschifferpatent
http://www.schlauchboot-forum.com/sbfneu/scheine/bodens.gif
Das Bodenseeschifferpatent ist ein Führerschein, den alle Sportbootfahrer die auf dem Bodensee mit dem Boot fahren möchten, erworben haben müssen. Dies schreibt die "Verordnung über die Schifffahrt auf dem Bodensee" vor. Dieses Patent wird in verschiedenen Kategorien erteilt:
Kategorie A:
Für das Führen von Fahrzeuge mit Maschinenantrieb über 4,4 kW (6 PS)
Kategorie D:
Für das Führen von Segelfahrzeugen mit einer Segelfläche über 12 m².
Achtung: Segler mit einem Motor über 4,4 kW müssen ein Patent der Kategorien A und D besitzen!
Prüfungen: Die Prüfung zum Bodenseeschifferpatent muss vor dem Prüfungsausschuss bei einem der Landratsämter am Bodensee abgelegt werden. Hierzu muss sowohl eine theoretische (multiple-choice) als auch eine praktische Prüfung (Segel/Motor) abgelegt werden.
Besitzern des Sportbootführerscheins Binnen wird die praktische Prüfung erlassen.
Inhaber eines amtlichen Befähigungsnachweises können einmal pro Jahr ein Ferienpatent für den Zeitraum von einem Monat beantragen. Eine Aufteilung in mehrere Termine ist nicht möglich. Dies ist die sogenannte Urlauberregelung
Geltungsbereich: Bodensee und Rhein zwischen Stein a.Rh. und der Straßenbrücke Schaffhausen. (Für die Strecke zwischen Stein a.Rh. und Schaffhausen ist eine Sonderprüfung abzulegen.)
Auch wichtig ist:
Inhaber des Führerscheins der Kategorie A können auf Antrag ohne Prüfung das Bodensee-Schifferpatent in den amtlichen Sportboot- Führerschein Binnen umschreiben lassen.
Voraussetzungen:
Mindestalter: Motor (Kat. A): 18 Jahre
Mindestalter nur Segeln (Kat. D): 14 Jahre
ärztliches Zeugnis - Formblatt
Sachkundenachweis Pyrotechnik
http://www.schlauchboot-forum.com/sbfneu/scheine/pyro.gif
Diesen Sachkundenachweis benötigt man, wenn man:
Erlaubnispflichtige Seenotsignalwaffen oder
Erlaubnispflichtige Seenotsignalmittel
erwerben bzw. verwenden möchte. Seenotsignalmittel sollten auf jedem seegängigen Schiff vorhanden sein, wenn man sich etwas weiter von der Küste entfernen möchte.
Erlaubnisfreie Signalmittel haben eine wesentlich geringere Steighöhe und Leuchtkraft (d.h. sie haben wesentlich weniger Wirkung) und sind deshalb als Notsignalmittel nur bedingt geeignet.
Voraussetzungen:
Mindestalter 18 Jahre
keine einschlägigen Vorstrafen
Prüfungsabnahme durch die DMYV
So Freunde das war es erst mal, ich hoffe das war mal interessant für Euch und wenn noch Fragen sind, nur zu, aber bitte nur über die deutschen Regelungen, für z.B. Österreich haben wir aber auch einen Spezialisten hier.
:biere :biere :biere
da immer wieder Fragen bezüglich der in Deutschland existierenden Führerscheine auftauchen, habe ich hier versucht die verschiedenen Scheine mal kurz vorzustellen. Diese auflistung soll nur uns Motorbootfahrer interessieren, für Segel gibt es noch ein paar Abweichungen.
Sportbootführerschein See
http://www.schlauchboot-forum.com/sbfneu/scheine/see.gif
Der amtliche Sportbootführerschein See (früher Sportbootführerschein Küste) wird benötigt, um ein Sportboot mit mehr als 5 PS auf Seeschifffahrtsstraßen zu führen. Er gilt gleichermaßen für Segel- wie Motorboote, obwohl Segeln weder zum Ausbildungs- noch zum Prüfungsstoff gehört.
Motorboote mit höchstens 5 PS dürfen in Deutschland führerscheinfrei gefahren werden. In Berlin wird unabhängig von der Motorleistung ein Sportbootführerschein benötigt. Mit dem Erwerb dieses Führerscheins beginnt üblicherweise die Führerscheinausbildung im Wassersport. Dies hat drei Gründe:
Mit der Ausbildung zu diesem Führerschein erhält man eine Grundausbildung, welche die Grundlagen zu allen wichtigen Wissensgebieten vermittelt. Der «Seeschein» ist Voraussetzung zum Erwerb weiterführender Scheine. Beim Erwerb des Sportbootführerscheins Binnen wird Inhabern des Sportbootführerscheins See die praktische Motorbootausbildung und -prüfung erlassen.
Wer zuerst den Binnen- und danach den Seeschein erwirbt, muss den praktischen Teil zweimal machen.
Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil, die binnen 12 Monaten abgelegt werden müssen.
Voraussetzungen:
16 Jahre
Keine fachlichen Voraussetzungen
Ist zum Einstieg geeignet
Ärztliches Zeugnis (auf grünem Formular für Sportbootführerscheine)
Sportbootführerschein Binnen
http://www.schlauchboot-forum.com/sbfneu/scheine/binnen.gif
Sportbootführerschein Binnen (Motor) kann im Anschluss an den Erwerb des Sportbootführerscheins See mit einem äußerst geringen zeitlichen und finanziellen Aufwand gemacht werden. Mit dem frischen Wissen aus der Prüfung zum Sportbootführerschein See reduziert sich der Lernbedarf auf wenige Stunden; die finanziellen Mittel bleiben deshalb gering, weil
Inhabern des Sportbootführerscheins See die praktische Motorbootausbildung und -prüfung erlassen werden.
Aus diesem Grund werden die Sportbootführerscheine See und Binnen-Motor zumeist im Paket erworben. Mit einem Führerschein für Küsten- oder Seegewässer darf auf Binnengewässern nicht gesegelt werden.
Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil, die binnen 12 Monaten abgelegt werden müssen.
Voraussetzungen:
16 Jahre (Motor)
Keine fachlichen Voraussetzungen
Ist zum Einstieg geeignet
Ärztliches Zeugnis (auf grünem Formular für Sportbootführerscheine)
Sportküstenschifferschein (SKS-Schein)
http://www.schlauchboot-forum.com/sbfneu/scheine/sks.gif
Der Sportküstenschifferschein (SKS-Schein) wurde 1999 als amtliches Gegenstück zu dem sehr beliebten DSV-Segelführerschein BR eingeführt. Anders als der BR-Schein, der ein reiner Segelschein ist, kann der SKS-Schein wahlweise für Sportboote unter Antriebsmaschine oder für Sportboote unter Segel + Motor ausgestellt werden.
Der SKS-Schein gilt — wie der BR-Schein — in der 12-sm-Zone. Allerdings enthält er als amtlicher Schein das Internationale Zertifikat und ist deshalb weltweit im 12-sm-Bereich gültig.
Der BR-Schein ist durch die Einführung des SKS-Scheins zum rechtlich unwirksamen Erfahrungsnachweis und vom DSV abgeschafft geworden, wie auch die A-, R-, BK- und C-Scheine des DSV.
Der SKS-Schein baut auf den Sportbootführerschein See auf. Während beim Sportbootführerschein See der Schwerpunkt im Auswendiglernen der Musterantworten liegt, wird in der SKS-Ausbildung das erlernte Wissen angewendet. In der theoretischen Ausbildung werden die Grundkenntnisse vertieft und insbesondere die Arbeit mit Seekarten und Seebüchern intensiv geübt. Gleiches gilt für die praktische Ausbildung, die auf einer Segel- oder Motoryacht im Rahmen einer ein- bis zweiwöchigen Seereise erfolgt. Dabei werden nicht nur die erforderlichen 300 sm zurückgelegt, sondern der Umgang mit dem Schiff auf See wie im Hafen trainiert. Am Ende einer solchen Reise erfolgt die praktische Prüfung, die bis zu 24 Monate vor oder nach der Theorieprüfung stattfinden muss.
Voraussetzungen:
16 Jahre
Besitz des Sportbootführerscheins See
Nachweis (Törn) von mindestens 300 sm nach Erwerb des Sportbootführerscheins See
Sportseeschifferschein (SSS-Schein)
http://www.schlauchboot-forum.com/sbfneu/scheine/sss.gif
Der Sportseeschifferschein (SSS-Schein) wurde 1994 als Nachfolger des Sportseeschifferzeugnisses eingeführt. Anders als das alte Zeugnis umfasst der Schein auch eine praktische Prüfung. Wie der SKS-Schein kann er wahlweise für Yachten unter Antriebsmaschine und für Yachten unter Segel oder für Yachten unter Antriebsmaschine
ausgestellt werden und zusätzliche Befähigungen enthalten: Dies sind die Befähigung zum Führen von Traditionsschiffen und, Befähigung zum Maschinisten von Traditionsschiffen.
Der SSS-Schein gilt weltweit in der 30-sm-Zone sowie auf allen Seegebieten der Nord- und Ostsee, des Kanals, des Bristolkanals, der Irischen und Schottischen See, des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres.
Als amtlicher Schein enthält er das Internationale Zertifikat. Der alte BK-Schein des DSV, der einen vergleichbaren Fahrbereich abdeckt, ist durch die Einführung des SSS-Scheins zum rechtlich unwirksamen Erfahrungsnachweis geworden, wie auch die A-, R-, BR- und C-Scheine des DSV. Außerhalb Deutschlands sind die DSV-Scheine weitgehend unbekannt.
Achtung: Der Ausbildungsinhalt des BK-Scheins unterscheidet sich erheblich vom SSS-Schein. Nur der SSS-Schein beinhaltet die modernen, umfassenden Inhalte. Einige Ausbildungsstätten, denen das Know-How für den SSS-Schein fehlt, bieten “SSS-/BK-Kurse” an, führen aber nur eine BK-Ausbildung durch. Selbst wenn Sie nur den einfacheren BK-Schein erwerben wollen, sollten Sie die SSS-Ausbildung absolvieren. Der SSS-Schein kann (wenn es denn gewünscht sein sollte) in einen BK-Schein umgetauscht werden; umgekehrt ist dies nicht möglich.
Der SSS-Schein baut auf den Sportküstenschifferschein auf (der gleichwohl für die Zulassung zur SSS-Prüfung nicht zwingend vorgeschrieben ist). Über den SKS-Schein hinausgehend wird im wesentlichen der Themenbereich Radar (mit Radarplotten) und das Arbeiten mit Gezeitentafeln (wobei zumeist die englischen ATT vorgezogen werden) verlangt.
Auch die praktische Ausbildung, die wiederum im Rahmen einer ein- bis zweiwöchigen Seereise auf einer Segel- oder Motoryacht erfolgt, hat das Schwerpunktthema Radar. Hinweis: Die praktische SSS-Ausbildung sollte nur auf einer Yacht durchgeführt werden, welche auch die Anforderungen an Yachten für die Abnahme einer praktischen Sportseeschifferprüfung erfüllt.
Für die gesamte Prüfung stehen 36 Monate Zeit zur Verfügung.
Voraussetzungen:
Besitz des Sportbootführerscheins See
16 Jahre
Nachweis, dass seit Erteilung des Sportbootführerscheins See auf Yachten insgesamt 1000 sm als Wachführer oder dessen Stellvertreter zurückgelegt wurden
Inhaber eines SKS-Scheins oder eines alten (vor Einführung des SKS-Scheins ausgestellten) BR-Scheins müssen nur 700 sm auf Yachten zurückgelegt haben, wobei hier auch die Funktion als Wachführer oder dessen Stellvertreter nicht erforderlich ist.
Eine Zulassung zur theoretischen Prüfung kann bereits erfolgen, wenn entweder der Bewerber Inhaber eines SKS-Scheins oder eines alten (vor Einführung des SKS-Scheins ausgestellten) BR-Scheins ist oder wenn ein Nachweis erbracht wird, dass nach Ausstellung des Sportbootführerscheins See mindestens 500 sm als Wachführer oder dessen Stellvertreter zurückgelegt wurden
Sporthochseeschifferschein (SHS-Schein)
http://www.schlauchboot-forum.com/sbfneu/scheine/shs.gif
Der Sporthochseeschifferschein (SHS-Schein) wurde 1994 — als Nachfolger des Sporthochseeschifferzeugnisses — eingeführt. Im Gegensatz zum SSS-Schein enthält die Prüfung zum Sporthochseeschifferschein (SHS-Schein) keinen praktischen Teil mehr.
Allerdings müssen noch einmal Seemeilen nachgewiesen werden: 1000 sm als Wachführer nach dem Erwerb des Sportseeschifferscheins, davon mindestens 500 sm vor Antritt zur theoretischen Prüfung.
Der Sporthochseeschifferschein (SHS-Schein) wird entsprechend dem Sportseeschifferschein des Bewerbers ausgestellt für Yachten unter Antriebsmaschine und für Yachten unter Segel oder nur für Yachten unter Antriebsmaschine
Der Sporthochseeschifferschein (SHS-Schein) gilt weltweit. Als amtlicher Schein enthält er das Internationale Zertifikat. Der Sporthochseeschifferschein (SHS-Schein) stellt die höchsten Weihen dar, die der DSV und der DMYV vergeben können, und bildet die Krönung unter den Sportschifffahrtspatenten.
Der alte C-Schein des DSV, der den gleichen Fahrbereich abdeckt, ist durch den Sporthochseeschifferschein (SHS-Schein) bedeutungslos geworden. Alle DSV-Scheine sind inzwischen zurückgezogen worden, d. h. Prüfungen werden nicht mehr abgenommen.
Der Erwerb des Sporthochseeschifferscheins (SHS-Scheins) setzt den Besitz des Sportseeschifferscheins voraus. Über die Navigationsverfahren des SSS-Scheins hinausgehend werden Verfahren der astronomischen Schiffsortsbestimmung verlangt. Da die Einführung von GPS die astronomische Navigation aus dem Schiffsalltag verdrängt hat, wird sie nur noch in ihren (leicht erlernbaren) Grundzügen gefordert. Dafür sind das rechnerische Koppeln, die Großkreisnavigation und die Kenntnis der Grundlagen der Astronomie (ohne Astrophysik) hinzugekommen. Im Rahmen der Navigationsprüfung erfolgt auch eine praktische Prüfung am Sextanten.
Im Schifffahrtsrecht werden — über den Stoff aus dem Sportseeschifferkurs hinausgehend — weitere Radarplotverfahren, und auch das UN-Seerechtsübereinkommen behandelt. Der Lernaufwand zur Vorbereitung auf die Prüfung kann verringert werden, indem die Rechtskundeprüfung für Sportseeschiffer zuletzt und die für Sporthochseeschiffer zuerst — möglichst bald danach — abgelegt werden.
Die Wetterkunde für den Sporthochseeschifferschein (SHS-Schein) beinhaltet die ausführliche Behandlung tropischer Wirbelstürme, die großen Wind- und Stromsysteme, Meereskunde und die meteorologische Navigation.
Voraussetzungen:
18 Jahre
Besitz des Sportseeschifferscheins
Nachweis, dass nach dem Erwerb des SSS-Scheins über mindestens 1000 Seemeilen davon mindestens 500 sm vor der theoretischen Prüfung.
All dies und vieles mehr findet Ihr auf der Homepage von Rolf Dreyer. Herr Dreyer hat auch sehr viele und vor allem sehr gute Bücher zur Ausbildung der diversen Führerscheine geschrieben.
http://www.rolfdreyer.de/
Wer nun meint das war es, der irrt es gibt weiterhin noch das: :567 :567 :567
Bodenseeschifferpatent
http://www.schlauchboot-forum.com/sbfneu/scheine/bodens.gif
Das Bodenseeschifferpatent ist ein Führerschein, den alle Sportbootfahrer die auf dem Bodensee mit dem Boot fahren möchten, erworben haben müssen. Dies schreibt die "Verordnung über die Schifffahrt auf dem Bodensee" vor. Dieses Patent wird in verschiedenen Kategorien erteilt:
Kategorie A:
Für das Führen von Fahrzeuge mit Maschinenantrieb über 4,4 kW (6 PS)
Kategorie D:
Für das Führen von Segelfahrzeugen mit einer Segelfläche über 12 m².
Achtung: Segler mit einem Motor über 4,4 kW müssen ein Patent der Kategorien A und D besitzen!
Prüfungen: Die Prüfung zum Bodenseeschifferpatent muss vor dem Prüfungsausschuss bei einem der Landratsämter am Bodensee abgelegt werden. Hierzu muss sowohl eine theoretische (multiple-choice) als auch eine praktische Prüfung (Segel/Motor) abgelegt werden.
Besitzern des Sportbootführerscheins Binnen wird die praktische Prüfung erlassen.
Inhaber eines amtlichen Befähigungsnachweises können einmal pro Jahr ein Ferienpatent für den Zeitraum von einem Monat beantragen. Eine Aufteilung in mehrere Termine ist nicht möglich. Dies ist die sogenannte Urlauberregelung
Geltungsbereich: Bodensee und Rhein zwischen Stein a.Rh. und der Straßenbrücke Schaffhausen. (Für die Strecke zwischen Stein a.Rh. und Schaffhausen ist eine Sonderprüfung abzulegen.)
Auch wichtig ist:
Inhaber des Führerscheins der Kategorie A können auf Antrag ohne Prüfung das Bodensee-Schifferpatent in den amtlichen Sportboot- Führerschein Binnen umschreiben lassen.
Voraussetzungen:
Mindestalter: Motor (Kat. A): 18 Jahre
Mindestalter nur Segeln (Kat. D): 14 Jahre
ärztliches Zeugnis - Formblatt
Sachkundenachweis Pyrotechnik
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Diesen Sachkundenachweis benötigt man, wenn man:
Erlaubnispflichtige Seenotsignalwaffen oder
Erlaubnispflichtige Seenotsignalmittel
erwerben bzw. verwenden möchte. Seenotsignalmittel sollten auf jedem seegängigen Schiff vorhanden sein, wenn man sich etwas weiter von der Küste entfernen möchte.
Erlaubnisfreie Signalmittel haben eine wesentlich geringere Steighöhe und Leuchtkraft (d.h. sie haben wesentlich weniger Wirkung) und sind deshalb als Notsignalmittel nur bedingt geeignet.
Voraussetzungen:
Mindestalter 18 Jahre
keine einschlägigen Vorstrafen
Prüfungsabnahme durch die DMYV
So Freunde das war es erst mal, ich hoffe das war mal interessant für Euch und wenn noch Fragen sind, nur zu, aber bitte nur über die deutschen Regelungen, für z.B. Österreich haben wir aber auch einen Spezialisten hier.
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