Hallo Christian
Zitat:
Zitat von Christian24
Worauf stützt man sich bei der Baumusterprüfung?
|
Schau mal in diesen Link:
http://www.pom.be.ch/pom/de/index/st...tboot-rl-d.pdf
Daraus geht hervor, dass für ein "
B" Boot das Modul
Aa nachgewiesen werden muss, für ein "
C" Boot das Modul
A reicht:
Zitat:
"
Modul Bezeichnung
A)
Interne Die interne Fertigungskontrolle beinhaltet die Bewertung der
Fertigungs- Konformität
durch den Hersteller selbst. Dieser gibt eine
kontrolle schriftliche Konformitätserklärung ab, aus der die in Anhang
XV enthaltenen Angaben hervorgehen.
Aa)
Interne Dieses Modul entspricht Modul A und umfasst zusätzliche
Fertigungs- Prüfungen der Stabilität und des Auftriebs, die unter der
Kontrolle mit Verantwortung der benannten Stelle durchgeführt werden."
Wenn der Hersteller also dokumentiert, dass er Auftrieb und Stabilität nach gültigen Normen berechnet, dann kann er eine "C" Einstufung
selber vornehmen.
Für eine "B" Zulassung muss eine externe "benannte Stelle" mit einbezogen werden. Das bedeutet Aufwand und zusätzliche Kosten.
Viele C Boote der 6 Meter Klasse würden auch B bestehen, die Hersteller haben sich einfach nicht den Aufwand gemacht, da sie die Boote auch mit C in Verkehr bringen dürfen.
Einige Werften sehen dann eben im B einen Werbeeffekt und nehmen den Aufwand auf sich.
Deswegen
kann ein B Boot besser sein als ein C Boot, aber es
muss nicht besser sein!
Ein schönes Beispiel:
Ein MV 500 kommt aus Italien mit einer C Einstufung laut Werft:
http://www.mvmarine.it/index.php?opt...mid=71&lang=en
Der deutsche Vertrieb sieht den Werbeeffekt von B und hat sich die Mühe gemacht, eine B Einstufung zu erlangen:
http://ribline.de/mv/mv500_mv18.html
Das ist das selbe Boot. Nur hat die Werft das Notwendige getan und der deutsche Vertrieb möchte mit der höheren Kategorie einen Wettbewerbsvorteil erlangen und hat daher scheinbar nachzertifiert.
Da viele Ribs B erreichen würden, auch wenn nur C draufsteht, taugt das nur sehr eingeschränkt als Kaufkriterium.