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zerlegbare Schlauchboote Hier alles über demontable und zerlegbare Schlauchboote mit Holz, Alu oder Luftboden

 
 
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Alt 02.12.2007, 14:16
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Holger HH Holger HH ist offline
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Standard Talamex Erfahrungsbericht

Im Herbst habe ich mir ein zerlegbares Schlauchboot von TALAMEX im BAUHAUS für 769 € gekauft.

Talamex ist ein Holländischer Großhändler der überwiegend in China fertigen lässt. http://talamex.prepublisher.com/Default.aspx

Meist werden die Produkte über Kaufhäuser,Baumärkte und Versandhäuser Vertrieben.

Mein Boot ist 2,60 lang und hat einen Aluboden.
Das Boot wiegt ca 50 Kg
Das Gewebeverstärkte PVC wurde (sehr Sauber) von Hand geklebt.
Zusätzlich sind die Schlauchböden auf ganzer Länge über alle Verklebungen hinweg gedoppelt.
Der Aluboden hat eine solide Materialdicke.

Alle Holzteile sind leider sehr schlecht Lackiert .(kein Tiefengrund)
Bereits nach einigen Tagen begann das Sperrholz an einigen Stellen Aufzuquellen.(Haarrisse)
Angeschraubte Holzteile waren nicht mal von der Rückseite Lackiert !

Nach ca vier Wochen bemerkte ich das die Kunststoffkante,die das Stirnholz des Spiegels (oben) abdeckt, zwischen Motorplatte und Opferholz herausquetschte.

Ein Vergleich mit einem anderen Boot ergab,das Motorplatte und Opferholz über der Abdeckkante verschraubt waren.(Bündig oberkannte Spiegel.

Normalerweise sollten beide Platten unterhalb der Abdeckkannte angeschraubt sein, damit die Platten plan am Spiegel anliegen und die Abdeckkannte beim Anziehen der Aussenborderhalterung (Knebelschrauben)
nicht Zerquetscht wird.

Bei mir ist genau das durch Falschmontage passiert.

Ich also hin zum Bauhaus und das Reklamiert.

Die haben gleich den Deutschen Großhändler Angerufen :

LANKHORST / HOHORST in Rheine
http://www.lankhorst-hohorst.de/

Die sagten mir das sie so einen Fehler noch nicht gehabt hätten,
Bauhaus denen das Boot zuschicken sollte und wenn das so wäre,
dann würde man das Boot innerhalb einer Woche Austauschen.
Ich Erklärte auch gleich,das ich ein versetzen von Motorplatte und Opferholz nicht Akzeptieren würde,
da der Spiegel dann 18 anstatt 9 Schraubenlöcher hat.(Bruch- und Gammelgefahr)
" Alles kein Problem " hieß es . . .

Ich hab das Boot also wieder Eingepackt und mit dem Fahrradhänger zurückgebracht.

Als ich nach 2 Wochen noch nichts von Lankhorst/Hohorst hörte,
fragte das Bauhaus mal nach :
"Ja,die Hamburger Bootsmesse sei dazwischengekommen,
gleich nach der Messe wollte L/H sich kümmern . . ."

Nach 3 Wochen teilte mir L/H auf erneute Nachfrage mit,das man das Boot zur Reparatur an einen Bootsbauer gesendet hätte.

Nach 4 Wochen war das Boot dann erdlich wieder da :

Die Motorplatte quetschte unverändert nachwievor die Abdeckkante.

Das Opferholz war um die Breite der Abdeckkannte nach unten versetzt,
die alten Schraublöcher zugekittet und darunter neue Schraublöcher.

Die herausgequetschte Abdeckkante war unverändert lose
und die Spiegelstirnseite unabgedeckt,sodaß dort das Wasser weiterhin Eindringen kann.

Aus versehen las mir ein Verkäufer im Bauhaus auch den Part des Begleitschreibens vor,der wohl nicht für mich bestimmt war :

". . . in dem Preissegment seien durchaus Bauliche Abweichungen möglich.
daraus könne der Kunde keine Fehlkonstruktion und Ersatz ableiten . . ."

" . . . es sei eine Kompetente Nachbesserung Erfolgt . . . "

Keine Rede mehr von " schneller Hilfe " und " Verständnis "



Ich weigerte mich,daß Boot in dem Zustand Abzunehmen . . .

Bauhaus,eigendlich immer auf meiner Seite,"zuckte die Schultern "

Der Großhändler hätte das Recht 3 x Nachzubessern . . .

man würde das Boot auf deren Kosten (noch 2 mal ) wieder zurücksenden . . . dann müßte ich auf Ersatz klagen !

Mit 4 Verkäufern,dem Geschäftsführer und einem immer lauter werdenden Kunden (mich) um ein vermurkstes Boot herum entstand ein ziemliches "Towobahu" zwischen den vorbeieilenden Kunden . . .

Um eine langwierige Auseinandersetzung zu Vermeiden,schlug ich einen Vergleich vor :

Lankhorst / Hohorst gewährt mir einen Preisnachlass von 200 Euro . . .
und ich Repariere das selber (fachgerecht soweit noch möglich )

Nach einigen Telefonaten bot L/H dann 100 Euro an

Nachdem der Geschäftsführer des Bauhauses merkte das ich nicht Nachgeben würde,hat der dann 80 Euro zu den 100 dazugepackt.

So bin ich dann mit meinem 2,60 Talamex mit murksigem Spiegel für 590 Euro von dannen gezogen.
Hab den Spiegel noch am gleichen Tag Nachgebessert,
werde die Spiegellackierung bei Gelegenheit mit Tiefengrund neu Aufbauen und hab nun eine recht solide "Chinapelle" um zum Einkaufen zu Fahren oder Kumpels " um die Ecke " zu Besuchen.

FAZIT :

Billige Boote gleich beim Händler vor dem Bezahlen auf Mängel kontrollieren.

Bei Lieferung durch Versandhandel noch vor dem ersten Wassern Kontrollieren,
weil man sich sonst durch Gebrauchsspuren über eine Nutzungswertminderung Streiten könnte.
(Wertabzug bei Rücknahme)


So, ich Hoffe jetzt weiß jeder das ich mit LANKHORST / HOHORST / TALAMEX nicht zufrieden war !


tschüss

Holger
__________________
dem seine Homepage : http://www.holger-buhr.de


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