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| Bootfahren in der Praxis Tips für die Praxis des Bootfahrens |
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#20
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Zitat:
Dann lass sie probe fahren... Mein Favorit waren sie früher auch nicht. Fakt ist, dass wir in einem 57er Zar zu zweit vorne liegen, weil es in der Spitze noch 1,4m breit ist. Da kannst Du bei Booten herkömmlicher Bauart mal nen Meter zusätzlich oder mehr einplanen. Auch zu dritt mit Hund haben wir schon genächtigt. Ist halt nur ein kleines Boot. Trotzdem haben wir 2 grosszügige Sitzreihen: ![]() ![]() Ein 57 wird vielleicht für so viele Personen etwas eng - alternativ kann man sonst nach dem 65er schauen. Das hat einen noch deutlich tougheren Rumpf und ist auch nur 2,54m breit. Fahrkomfort fast das gleiche Spiel: Obwohl wir nur ein 57er haben, empfinde ich die meisten anderen Ribs von 6,5-7m als merklich unkomfortabler was das Fahrverhalten angeht. Mein Tip (wie immer): Probefahren, Probefahren, Probefahren - möglichst viele Modelle. Irgendwann ist das richtige Boot dabei. Treffen eigenen sich immer sehr gut. Die Unterschiede sind in der gleichen Kategorie teilweise erschreckend gross. Hab viel probe gefahren und bin oft mitgefahren. Kenne kein Boot dass bei gleicher länge auch nur ansatzweise so weich läuft. Einige Engländer mögen da durch ihr schmales Profil mithalten können, aber ich hab keinen Bock auf nasses Gepäck, fehlenden Stauraum, fehlenden Esstisch, fehlende Dusche, fehlenden Grill, fehlenden Platz, fehlende Sonnenliege bzw. Bett etc etc. Geht ja (glaube ich ) hier um ein Urlaubsboot. Haben zu den Standardpolstern noch eine 2-teilige Matratze dabei und schlafen nicht schlechter als zu Hause. Dazu kommen noch Kameraausstattung, Drohne, Stative, diverse Decken, 3x30l Reserve, Tisch- und Einlegeplatten, Kühlschrank, Grill, koplette Pantry mit Kocher, Pütt und Pann', Tauch und Schnorchelzeugs, Spielzeug für die Kinder... kurzum: ein halber Hausstand. Kommt alles konchentrocken an, auch bei 6bft und 2-3m Welle wenn es sein muss. Das Konzept Zar ist bei wahnsinnigem Innen- und Stauraum super kompakt und passt noch in kleinere Hallen. Meine Halle hat 8,5x4m und man bekommt es noch gut rein. Beim Zar steht der Motor ja hinten über; vorne und hinten hat man mehr rumpf als bei anderen Booten; im Schnitt nen Meter denke ich. Mit Motor ist meine 57er sicher 6,3m lang. Auch ist der "patentierte" Rumpf, eine Kopie des Boston Whaler Rumpfes vorne extrem hoch und sehr scharf gekielt. Dazu hat der Rumpf eine Art Rinne an den Seiten, die ein Luftpolster beim Eintauchen bilden. ![]() ![]() Vorne liegen Winde oder Kette unter einem Deckel, alle Klampen sind versenkt. Kein geturne über scharfe, oder spitze Gegenstände beim Betreten über den Bug etc. In der Krone ist ein zusätzliches Staufach in das man unheimlich viel Gerümpel reinbekommt. Am Träger kannst Wasserski oder Wakeboard fahren wenn das Kit drauf ist, so Stabil ist das ausgelegt und trotzdem klappbar. Alles ist wirklich ausserordentlich gut durchdacht, hab viele Jahre gesucht und nie etwas derart ausgeklügeltes gesehen. Meine Meinung ist natürlich rein subjektiv und jeder hat andere Präferenzen. Ich fahre halt viel Stecke und weitere Touren auf der Nordsee wo die Wellen am hässlichsten sind und ich bin von vorne bis hinten überzeugt von Seetauglichkeit und Platzangebot. Wir schlafen halt auch drauf und müssen im dümmsten Fall sonntags bei jedem Wetter übers offene Meer nach Hause. Musste mich auch erst an den Zar-Look gewöhnen, aber die WD-Modelle haben schon eine gefälligere Form als die alten Schnabeltassen. Letztlich muss ein Boot für mich eines möglichst perfekt: komfortabel Fahren! Wenn man die Kaufentscheidung nur von der Optik abhängig macht ist ein langes Gesicht am Ende des Tages vorprogrammiert... |
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